Freitag, 12. Oktober 2018

Wenig Neues unter der Sonne

Inzwischen habe ich einen hässlichen Häkelschal, den meine Mitbewohnerin für ihren Freund angefangen hatte fertig gestellt. Fotos folgen.
Und der erste Ärmel des Drift-Cardigans ist fast fertig. Zu meinem großen Frust ist er etwas zu weit.
Geht aber gerade noch so und ich ziehe ihn auf keinen Fall wieder auf!
Wie immer blockiert die Unzufriedenheit alles. Und ich fürchte mich vor den Ärmeln des Chanel-Jäckchens.... Wenn die auch x-mal nicht richtig passen? Ich muss nochmal genau messen!
Ich habe mich immer gefragt, wie manche ihre komplette Freizeit vor dem Fernseher oder PC verbraten können. Ist mir inzwischen völlig klar: Wer nichts macht, kann auch nichts falsch machen.

Sonntag, 16. September 2018

Wenn frau weiß, was sie will, ist es gut...

Ich weiß es mal wieder nicht, deshalb wird nicht weiter gemacht und auch nicht gebloggt. Und ich verstehe jede, die lieber Blogs über sonnig vollendete und perfekte Projekte liest. Hier wird mehr dramatisiert. A propos: Eine Bekannte meinte: "Ist auch eine Frage der Haltung" - was für ein blöder Spruch!! Meine Haltung ist jedenfalls unschlüssig:
Soll das Chanel-Jäckchen lieber gehäkelte Ärmel wie der Leib bekommen oder lieber dünnere, gestrickte, die nicht so auftragen und direkt angestrickt werden können?


Original-Häkelmuster

Oder:

Gestrickter Leinenstich
Um der Frage auzuweichen, habe ich angefangen, ein Paar Socken zu häkeln. Eigentlich wollte ich stricken, aber ich stricke so locker, dass 48 Maschen für die anvisierte Größe 42/43 gereicht hätten und die Strümpfe nicht schön geworden wären. Mit dünneren Nadeln wäre es nur eine gelenkebelastende Quälerei geworden, also habe ich mich auf die Alternative besonnen und das Ergebnis gefällt mir ganz gut. Wirkt auf dem Foto etwas plump, sitzt aber nett am Fuß. Anleitung aus Gehäkelte Trend-Socken von Bärbel Born.

Ferse wird nachträglich eingehäkelt, evtl. in Uni-Blau

Jetzt habe ich wieder richtig Lust auf Socken! Einige Knäuel schöne Sockenwolle sind auch noch im Vorrat.

Der Drift-Cardigan ist auch on hold: Den Ärmel habe ich gleich nach dem letzten Post aufgezogen (ohne zu Heulen) und ich bin schon wieder genauso weit mit einem viel besseren Ärmel, der auch schöner eingestrickt ist. Bloß habe ich den Cardigan mal übergezogen und er kam mir so klein und eng vor... Da muss eine richtig fette Blende im Perlmuster an Saum und Ausschnittkanten!

Beim Stöbern in der Buchhandlung habe ich übrigens einige hilfreiche Bemerkungen zu  den ständigen Unschlüssigkeiten und Unzufriedenheiten mit den eigenen Werken gefunden. U.a., dass frau sich nicht so in den Perfektionismus verbeißen sollte. Leider sind sie in einem 25 €-teuren Buch Wohlfühlmode aus Jersey von Tilly Walnes enthalten. Tolle Schnittmuster habe ich genug und deshalb bin ich unschlüssig, ob ich für Psycho-Tipps so viel Geld ausgeben will.... Ich glaube, ich mache einen Anschaffungsvorschlag bei der Stadtbibliothek.

Sonntag, 26. August 2018

Sind die Farben Zufall?

Eher nicht! Ich mag Rosa und seine Anverwandten sehr gern, obwohl ich schon eine Weile aus dem Mädchenalter draußen bin.
Richtig genäht habe ich nicht viel, eher Anpassungen durchgeführt.






Die Hose ist von einem italienischen Hersteller und hatte eine so niedrige Leibhöhe, dass sie nur knapp über die Hüftknochen reichte und sich ein Muffin-Top abzeichnete. Ich habe die nutzlosen Gürtelschlaufen abgetrennt und einen superbreites Gummiband angenäht. Jetzt passt sie prima, sitzt gut und unter einem T-.Shirt sieht man vom Gummi nichts. Die Vorderseite der Hose ist nach dem Fertigstellen als Ganzes bedruckt, deshalb bleiben rosa Flecke, wo Gürtelschlaufen waren. Ach ja, da ist natürlich kein RV, das ist eine Schlupfhose. Wird zusammen mit einem kurzärmeligen grauen Nicky-Hoodie und Ballerinas getragen.


Drift-Cardigan die x-te. Bekomme den Föhn. Sieht gut aus, oder? Der linke Armausschnitt sieht etwas zu groß aus und der rechte Ärmel ganz gut, stimmt's? Stimmt nicht! Der Ärmel und die Schulter sind zu eng. Weil beim Büro-Cardigan die Ärmelöffnung zu lappig und tief geworden ist, habe ich es hier mit geschicktem Zusammenstricken kleiner gezurrt und am Schluss auch entsprechend weniger Maschen für den Ärmel (Jedoch noch mehr, als die Anleitung vorgibt). Aber glatt rechts in Runden hat eine stärkere Spannung als das lappige Rechts-Links-Muster des Büro-Cardigans. Ich könnte heulen. Ich würde den so gerne noch diesen Sommer tragen. UND ich würde gerne etwas Neues anschlagen, anstatt mich mit dem alten Kram rumzuärgern. Die Ärmelmaschen gleichmäßig aus den Rändern aufzunehmen ist auch eine Herausforderung.

Donnerstag, 16. August 2018

Wieder da - oder noch?

Im Mai habe ich den Blog abgestellt, weil Google keinen Hinweis auf die neue Datenschutzgrundverordnung anbot. Inzwischen hat es das nachgeholt und ich freue mich, wieder schreiben zu können - es hat mir doch sehr gefehlt!
Wie immer kann ich nun nicht behaupten, dass sich seit Mai unglaublich viel getan hätte, aber hier sind ein paar Fotos:

Sommertuch aus einem Baumwoll-Bobbel von Wolle-Rödel. Sieht hier groß aus, knuddelt aber sehr zusammen und sieht dann um den Hals klein und schäbig aus. Muss also den ganzen Knäuel verstricken, damit es nach was aussieht.




Chanel-Jacke: Die Fotos sind auch schon wieder zwei Wochen alt; inzwischen ist der rückwärtige Ausschnitt höher  und die Schultern gleich lang gehäkelt worden. Ich bin am ersten Ärmel, aber der wird gerade zu eng, hat sich heute herausgestellt. Das Ausrechnen mit der Software hat leider nicht so richtig geklappt und ich bin ziemlich genervt. Eigentlich würde ich den auch gerne direkt anhäkeln, finde aber keine Anleitung dafür. Und vielleicht sieht es auch nicht gut aus?
 



 Drift-Cardigan: Der Leib ist fast fertig, bis auf den Fehler mit der falsch geneigten Schulterschräge beim rechten Vorderteil. GöttinseiDank nur ein kleines Problem. Danach werden die Schulternähte geschlossen und nach Barbara G. Walkers Methode aus Knitting from the Top die Ärmel angestrickt. Freue mich schon darauf!


Sonntag, 29. April 2018

Chanel-Häkeljacke und Upcycling

Zur Zeit häkele ich hauptsächlich an der weißen Chanel-Jacke aus Cotton-Merino.
Leider musste ich die bisherige Arbeit wieder aufziehen, da Mottenfraß dran war. In den letzen Monaten war ich nicht so pflichtbewusst beim Austauschen der Anti-Mottensäckchen, das rächte sich leider.
Ich habe das Garn auf eine Kreuzhaspel gewickelt, mit dem Wollshampoo von Unicorn (ohne Ausspülen) gewaschen, trocknen lassen und mit dem Garnwickler wieder zu schönen Cakes gewickelt. Vor dem Aufribbeln habe ich das Stück auf den Kopierer gelegt, so dass ich eine große Maschenprobe habe.



Der Neuanfang gab mir die Möglichkeit für Verbesserungen, z.B. die deutlich sichtbaren Abnahmen genau an die Körperseiten zu legen und die Jacke etwas größer auszurechnen.
Entgegen dem üblichen Chanel-Jackenschnitt bekommt mein Exemplar eine ausgeprägt Taillierung, sonst sieht mir das zu fassmäßig aus.

Bitter, dass ich schonmal viel weiter war
Ansonsten habe ich endlich mal wieder an der Nähmaschine gesessen, auch wenn es nur für eine Kleinigkeit war:
Lunch gibt es gerade von der Bäckerei in der Nähe der Schule und ich hatte die knistrigen, schnell durchweichenden Papiertüten satt, vom Umweltaspekt mal abgesehen. Schon vor Wochen hatte ich mir im Unverpacktladen zwei Stoffsäckchen gekauft, in einem Projekt von Frauen aus alten Bettlaken genäht.

Niedlich, oder?

 Aber selbst das Größere ist für belegte Brötchen zu klein und so habe ich aus dem Stoff, in dem mein Geschenk von einer japanischstämmigen Bekannten eingepackt wurde, ein größeres Säckchen genäht nach diesem Vorbild. Nix Besonderes, aber es ist nett und erinnert mich öfter an diese reizende Person.

Hat sich schon bewährt und wurde gewaschen.

Ich fand mich super professionell, weil ich zum Nähen dieses einfachen Teils drei verschiedene Füßchen benutzt habe :-)

Sonntag, 8. April 2018

Weiter geht's!

Immer mal wieder bin ich beschämt, dass ich so ewig für eine Jacke brauche. Aber es ist, wie es ist, mein Haupthobby ist nun mal Lesen und schließlich sollte frau auch nicht die Tücher vergessen, die ich so zwischendrin stricke. Für ein Tuch werden 200 Gramm Garn verstrickt, also entsprechen 2,5 Tücher einer Jacke!

Auf jeden Fall werden jetzt weiter UFOs beendet, die schon länger rumliegen. Kriterium ist dabei nicht, ob das fertige Teil passen wird oder nicht, sondern wie weit es schon ist.

Diese Bändchenjacke qualifiziert sich zum Weitermachen, obwohl sie nur bis zur Maschenprobe gediehen ist, denn sie wird ein prima Mitnahme-Projekt. Wenn ich Vorder- und Rückenteil in Einem stricke und bis die Armausschnitte erreicht sind, heißt das.

Olive Jacke mit aufgesetzten Taschen von Woll-Inspiration über Makerist, Garn Rico Fashion Summer.

Beim TV gucken habe ich die Anschlagkante dieses Jäckchens aufgezogen, denn es ist noch genug Garn übrig um die Ärmel lang zu stricken:

RVU mit dem Strickrechner ausgerechnet, Garn Cotton-Merino von Lanade, Knöpfe von Buttinette

Weiterhin vernähe ich die Fäden von der Schwester-Jacke:

RVO mit dem Strickrechner erstellt, Cotton-Merino-Garn von Lanade, Knöpfe von Buttinette

Diese Fleißarbeit ist auch schon lange fällig: Ein gehäkelte Chanel-Jacke, mit dem Strickrechner ausgerechnet und aus dem Lieblingsgarn Cotton-Merino von Lanade.

Ziemlich schmuddelig und deshalb gerade in der Waschmaschine

Ich verspreche, die nächsten Bilder werden besser.

Sonntag, 1. April 2018

Ta-daaa!

Der Lucy in the Sky-Cardigan mit meinem Projektnamen Lignite ist gerade fertig geworden:



Bin total stolz, denn er ist genau so geworden, wie ich ihn mir vorgestellt habe! Drunter werden weiße Tops getragen und dazu Jeans oder Jeansröcke.

Das zweite, zu der gekauften Strickjacke passende Dreieckstuch ist auch fast fertig - der Frühling kann (soll bitte, bitte) kommen!

Mittwoch, 28. März 2018

Farbverlaufsgarn färben mit Ostereier-Farben im Slow Cooker

Beim Stöbern auf Pinterest und Youtube bin ich letzte Woche auf das Färben mit Ostereierfarben im Kochtopf gestossen. Bestechend, dass das Lebensmittelfarben sind, frau also nicht erst im Keller die Färbe-Ausrüstung zusammensuchen muss!
Bin gleich in den Drogeriemarkt gegangen und habe Farben besorgt.

 
Bei der oberen Express-Sorte gefiel mir, dass es Pflanzenfarben sind, das schien zu meiner naturfarbenen, selbst gesponnen Texel-Wolle zu passen und das Ergebnis sehr naturverbunden werden zu lassen. Zwei fette Cakes hatte ich noch und habe einen in Apfelessig beizen lassen und dann in den Slow Cooker gesetzt.

Der umgekehrte Deckel soll sanft runterdrücken


In die Mitte des Cakes kamen ein paar blaue Farbtabletten von den Kaltfarben unten im Foto, nördlich und südlich davon je eine rote und westlich und östlich je eine gelbe.

Leider, leider verlief es danach nicht mehr nach Plan. Hauptsächlich, weil ich mittendrin dachte, ich sollte mal auf den Cake drücken, damit er sich auch wirklich ganz vollsaugt. Das hat aber leider die blaue Farbe aus der Mitte rausgespotzt und die Farbe wurde ein fast durchgehendes fahles Grün. Trotz Kaltfarbe habe ich natürlich den Cooker ein Stunde warm laufen lassen, so dass sich die Farben auch schön miteinander vermischen konnten....

Enttäuscht und entmutigt habe ich dann den zweiten, auch gebeizten Cake mit dem Blau, dem Gelb und dem Grün aus den Express-Pflanzenfarben gefärbt. Die Farbe kommt flüssig in einer kleinen Kammer, damit hätte ein Farbverlauf eh nicht richtig funktioniert. Diese Färbung ist viel leuchtender geworden, aber auch nicht tragbarer für mich.

Im Vordergrund die Kaltfarben, im Hintergrund die Express-Farben
Probiere ich das nochmal? Erstmal nicht. Und was mache ich jetzt aus der Wolle? Im Zweifelsfall wieder ein einfaches Dreiecktuch aus abwechselnd eine Reihe leuchtend, eine Reihe fahl. Und das gebe ich dann an die Kleiderstube.

Die Färberei macht Spaß, aber die Ergebnisse überzeugen selten so wirklich, finde ich. Und das habe ich schon bei den Youtube-Videos gedacht. Jetzt verstehe ich auch, warum da hauptsächlich Sockengarn gefärbt wird: Schliesslich muss das Ergebnis nicht perfekt oder auch nur halbwegs schön sein. Sieht eh niemand in den Schuhen. Nur doof, dass ich nicht so unglaublich gerne Socken stricke. Aber vielleicht aus diesem Garn Socken und doch kein Tuch? Auf jeden Fall würden Socken schnell fertig und sehr warm.

À propos: Das erste gesprenkelte Tuch ist fast fertig und ich finde es perfekt! Nichts mit Kleiderstube!
Vier Knäuel Rico Fashion Colour Pop à € 2,49 - was will frau mehr?  Der Katze gefällt es auch


Sonntag, 18. März 2018

Der Zauber bunter Farben....

.... läßt mich meistens völlig kalt: Wenn ich bei Ravelry mit Farbverlaufsgarn umgesetzte Projekte sehe, gefallen sie mir seltenst besser als die unifarbenen Projekte.
Aber diese Woche hat es mich mal wieder die Faszination gepackt: Für drei neu gekaufte Baumwolljäckchen in Frühlingsfarben braucht es passende Tücher und im Wollgeschäft meines Vertrauens empfahl Elena mir die Rico Fashion Colour Pop - seitdem stricke ich wie besessen.


Und weil das Garn von 3,69 auf 2,50 reduziert ist, durften noch ein paar Knäuel passend zur hellgelben Jacke gekauft werden:

Beides werden meine Standard-Dreieckstücher - Nr. 4 und Nr. 5 - in kraus rechts mit Zacken, die aus den Zunahmen entstehen.

Und sonst: Das Sandwich Bag mit dem Hotelkissen-Verschluss ist ein völliger Reinfall. Fettige Inhalte fetten beim Benutzen auch die äußere Baumwolle ein. Was eigentlich vorauszusehen war....

Ansonsten machen die fast fertigen Baumwoll-Jäckchen wegen fehlender Motivation keine Fortschritte, denn hier ist der Winter zurückgekehrt:



Sonntag, 11. März 2018

Geht so, würde ich sagen,

... wenn mich jetzt jemand fragt, wie es mir geht.
Bin nämlich gerade richtig sauer, weil die xte teure Holznadel mit quadratischem Querschnitt abgebrochen ist. Habe es vor einer Minute gesehen und keine Ahnung, wie es passiert ist und wo die Spitze ist. Inzwischen habe ich eine ganze Sammlung von halben Rundstricknadeln...





Drauf ist das Dreiecktuch mit sanftem Farbverlauf aus der Rico Cotton degradé. Ich schlepp das immer mit in einer vollen Schultasche mit herum, wo noch nie etwas abgebrochen war (was wirklich erstaunlich ist), aber hier auf dem Schreibtisch passiert es...

Ansonsten habe ich diese Woche die Knopfleiste vom Bürojäckchen mit unsichtbarem, dünnem Dekofaden von der Innen- und der Außenseite fixiert, so dass sich die Knöpfchen nicht mehr aus dem Gestrick lösen und ich unversehens  nur noch halb angezogen bin. Die Jacke habe ich dann auch gleich wieder stolz getragen. Ist wirklich perfekt für nicht mehr so überheizte Räume, wo dauernd das Fenster aufgemacht wird.

Von innen sieht man fast nichts


Und von außen auch nicht


Beim Lucy-in-the-Sky-Cardigan stricke ich gerade den linken Ärmel vom rechten weg. Vielleicht noch 10 Runden, dann habe ich das. Dann noch die Achselnähte schließen und er kann angezogen werden. Meine Laune bessert sich bei dieser Aussicht!!



Zur Zeit hole ich mir mittags immer ein warmes belegtes Brötchen vom Bäcker. Zum größeren Genuss musste noch eine Sandwich Bag genäht werden, die nicht so schlimm raschelt wie die Papiertüten, schicker aussieht und länger warm hält. Habe lange bei Youtube gesucht und mich für den ersten Versuch für das einfachste Exemplar entschieden. Außen Baumwolle, in der Mitte Isolation von einer Vorderscheibenabdeckung für Autos und nach innen Wachstuch. Alles aus dem Vorrat:
Hotelkissenverschluss


Bin gespannt, wie sich das morgen bewährt!


Sonntag, 4. März 2018

Zum an die Wand hängen...

...aber nicht, weil es so schön wäre. Sondern weil es zum Tragen zu seltsam ist:


Das Garn ist pflanzengefärbt von einer Wollkooperative in einem kleinen Ort in den Anden von Peru und es ist entsprechend unregelmäßig gesponnen und gefärbt. Von einer Farbe gab es nicht genug für eine Jacke und so wurde dies daraus. Das gehäkelte Muschelmuster wollte ich schon immer mal probieren. Leib und Ärmel waren schon ewig fertig, aber ich hatte nie das Sitzfleisch, die Nähte zu schließen. Nun habe ich es mit feiner, transparenter Dekoschnur in Rückstichen gemacht und damit auch die Knöpfe angenäht. Ehrlich gesagt macht sie mir beim Anschauen gute Laune, aber damit in's Büro??
Zeigt mal wieder, dass ich eher prozess- als projektorientiert bin und immer bereit, etwas Besonderes auszuprobieren. Erstmal bleibt sie an der Puppe, dann sehe ich weiter. Vielleicht spende ich sie oder ich schneide in Höhe des Ausschnitts alles ab und mache ein Kissen draus.  Es müsste große Bilderrahmen mit mehr Tiefe geben - zu einem akzeptablem Preis - dann würde ich sie mir tatsächlich an die Wand hängen.

A propos Abschneiden: Ich hatte eine ganze Schublade voll mit weißen T-Shirts, die zum Tragen nicht mehr schön genug waren und habe nun endlich jeweils den Leib unterhalb der Ärmel abgeschnitten und behalten. Daraus wird mal T-Shirt-Garn für einen gehäkelten Badezimmerteppich:

Ein wilder Haufen 


Ein fast ordentlicher Stapel



Beim Lucy-in-the-Sky-Cardigan habe ich gleich die andere Färbung aufgeribbelt und stricke jetzt vom Restknäuel des anderen Ärmels bis beide gleich lang sind.

Sonntag, 25. Februar 2018

Zeitfresser

Nein, hier geht es nicht um Katzenvideos oder Facebook sondern nur um das Temperature Blanket - ich hab schon wieder genug.... Das Teil frisst alle Zeit, die ich für Handarbeiten erübrigen kann und mehr als eine Reihe häkeln belastet das Handgelenk übermäßig. Ich mache noch den Februar fertig und steige mit dem März nächstes Jahr spätestens wieder ein. Zu Tun habe ich im Moment gerade genug, ohne dass ich mir noch die Freizeit mit einer täglichen Pflicht verderben muss.



Beim Lucy-in-the-Sky-Cardigan geht es in den Endspurt und ich kann es kaum erwarten:

Ohoh, ist da etwa ein Farbwechsel im rechten Ärmel???

Danach mache ich AA-LLL-EE brachliegenden Projekte fertig (....und fange vielleicht noch was Neues an......)

Hose ist auch noch nicht fertig, kommt aber bald. Passende Pullis und Tuniken für den Frühling sind schon im Schrank und es muss nur noch etwas wärmer werden.

Mal so zwischendrin habe ich einen Fahrradsattel-Überzug genäht, er ist aber leider ein wenig zu klein geworden und nicht in Gebrauch.

Das ist das Kunstleder für den Erweiterungsstreifen der Jeans


Samstag, 10. Februar 2018

Mehr Basteln als Nähen

Schon vor mehreren Tagen habe ich ein Foto vom Fortschritt des Lucy in the Sky-Cardigans gemacht und wollte über das Temperature Blanket schreiben, aber ich musste für vier Tests lernen und hatte keinen Kopf für Hobbies. Dann wurde helles Blau gebraucht für Temperaturen unter vier Grad und aus unerfindlichen Gründen waren keine Knäule mehr da und ich musste auf die Nachbestellung warten. Jetzt geht es endlich weiter:

Sorry, Foto war vorher falsch

Inzwischen bin ich mir sicher, dass ich das Teil bis zu einer schönen Größe mit einem passenden Verhältnis von Breite zu Länge häkeln werde und das könnte länger als ein Jahr werden. Egal! Ich möchte mich zukünftig viel bunter einrichten und dazu passt diese Decke ganz wunderbar.

Das alte Bild des Lucy in the Sky-Cardigans ist verschwunden, aber ich bin mittlerweile dabei, schon den zweiten Ärmel vom Ellenbogen zum Handgelenk hin runter zu stricken. Lange kann es nicht mehr dauern. Dann noch die Naht unter den Achseln und fertig. Weil die Knöpfe mit eingestrickt sind, ist dann nichts mehr zu tun. Foto folgt.

Beim rosa Schal hat sich nichts mehr getan, aber das wird auch wieder besser; spätestens wenn es wärmer wird.


Heute saß ich an der Nähmaschine und habe überlegt, warum ich so viel Mühe darauf verwende, eine Jeggings von Tchibo passend zu machen: Von der Konfektionsgrüße her sollte sie mir eigentlich zu weit sein, aber da ich größer bin als die Norm, zwickt mir der Saum an den Waden und die Weite in den Oberschenkeln passt einfach nicht. Taille und Hüfte sind eher zu weit.
Das zweite Exemplar hatte ich durch Auftrennen der Ziernähte schon etwas weiter in den Beinen gemacht und bei diesem will ich einen Seitenstreifen aus Kunstleder von der Taille bis zu den Hosensäumen einfügen. Beide Ideen kommen von Pinterest, wo ich Stunden mit dem Finden guter Ideen verbringen kann. (Kein Wunder, dass die Zeit für die Umsetzung manchmal fehlt...)
Und warum nehme ich nicht ein Stöffchen aus dem Vorrat und nähe mir von Grund auf und nach den Videokursen von Makerist eine passende Hose??? Weil ich zu sparsam bin, meine kostbaren Stoffe für ein großes Experiment einzusetzen. Die 18 Euro für die Tchibo-Hose wiederum sind schon abgeschrieben und wenn nichts Tolles draus wird, ist es nicht so schlimm. Es kann ja auch nur besser werden.


Hier wird das aufgetrennte Hosenbein mit Baumwollband verlängert und später an der untersten Knicklinie gefaltet. Auf die nächste Knicklinie kommt die Saumnaht und auf die alte Saumnaht mit den Stichlöchern eine Ziernaht. Sieht dann ziemlich akzeptabel aus und schenkt mir dringend benötigte 2,5 Zentimeter.

Samstag, 20. Januar 2018

Mindless knitting

Der Frühling kommt demnächst und zwei Wolle-Baumwolle-Jäckchen, die für die Übergangszeit perfekt wären, sind zu 80% fertig. Beim Büro-Cardigan aus demselben Material rutschen die Knöpfchen immer aus dem Gestrick, so dass ich die Knopfleiste auf der linken Seite zunähen möchte. Beim Lucy in the Sky-Cardigan, auch aus Wolle-Baumwolle-Mischung habe ich die Knopfleisten-Naht schon zweimal neu gemacht und bin jetzt beim dritten Mal. Ich müsste mir also vier Sachen vornehmen, dann hätte ich die perfekte Frühjahrsgarderobe. Tue ich es? Nö. Stattdessen habe ich mir einen Bobbel Creative Cotton Dégradé von Rico geholt und stricke das x-te Dreiecktuch:


Mindless knitting ohne Frust. Nebenbei quatschen, Hörbuch hören, Dozentin zuhören, Film streamen. Einfach perfekt. Und das vorherige Tuch trage ich die ganze Zeit. Passt nämlich zu allem, genau wie das Stricken von diesem!

Montag, 1. Januar 2018

Übergänge

 Frohes Neues Jahr!!!

Nachdem Ende September mein ganzes Leben umgewirbelt wurde, hatte ich eine Weile keinen Nerv zum Handarbeiten und habe mich in Büchern vergraben. Durch den Einfluss einer häkelnden Mitschülerin (danke, Sandra) habe aber doch zumindest eine Mütze gehäkelt und und inzwischen ein paar Projekte fertig gestellt oder weiter gemacht:

Mit einem Fleece-Streifen gefüttert, Bommel fehlt noch -
sieht auf meinem Kopf besser aus :-)


Tuch zur Mütze; vielleicht kommt noch ein Bommel an die Spitze

Schon ewig fertig, bloß die Knöpfe fehlten noch.
Damals hatte ich die noch nicht gleich mit eingestrickt.


Corinne: Leider super empfindliches Garn, das nirgends hängen bleiben darf.
Auch hier fehlten nur noch die Knöpfe.



Frau Pauli: Wird demnächst gespendet: Trägt auf, Strich ist vorne
und hinten unterschiedlich, ist einfach unkleidsam.


Hatte schon geahnt, dass das nichts wird und die Bündchen eines zu klein gewaschenen
Cardigans recycelt, anstatt Geld auszugeben.

Noch eine Mütze, hier aus dem seidigen Big 100 von Rico. Bommel fehlt noch.
Innen mit eingehäkeltem Hutgummi rutschfest gemacht - oder es zumindest versucht....



Temperature Blanket. Noch ein paar Reihen mit Temperaturen vom Januar
und Februar 2017, dann schließe ich es ab. Quer ist groß und schwer genug.


Lucy in the Sky. Bündchen im Nacken muss noch mal neu gemacht werden
und die Ärmel mit dem restlichen Garn runtergestrickt werden.