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Sonntag, 16. Oktober 2022

Urlaub war (Enthält Werbung, für die ich aber keinen Gegenwert bekomme)

 Der Urlaub ist bereits vier Wochen her, also praktisch schon Historie. Die nächsten Ferien sind für nach Weihnachten geplant und als besonderes Schmankerl wird am 31. Oktober von meinem Arbeitgeber ein Zwangsurlaubstag zum Energiesparen angeordnet - ich kann nicht sagen, dass ich traurig bin :-). Mehr Zeit und Muße zum Stricken, Nähen und Rumbasteln.

Im Urlaub wurde am Strand gestrickt, wie üblich ein unkompliziertes Dreiecktuch. Weil ich inzwischen zuviele habe, wird es auf dem nächsten Flohmarkt verkauft, wie auch ein paar seiner Brüder. Das hat mich allerdings in Bologna nicht davon abgehalten, einen neuen Bobbel für ein weiteres Tuch als Andenken zu erstehen:

Das Wollgeschäft ist übrigens einen langen Besuch wert. Geführt wird es von einer sehr, sehr alten, sachkundigen Dame, deren ähnlich betagte Freundinnen sie dort zum Quatschen besuchen. Im Laden ist ein mit Garn dekorierter Pfau aus Metallgestänge, sehr schön und pfiffig gemacht. Das Foto von ihm ist leider weg.

Ansonsten bin ich beim Fitted Jacket aus dem Malabrigo Rios, Farbe Ravelry Red wieder am Verzweifeln. Nachdem ich das erste Vorderteil fast fertig habe, ist mir immer noch nicht klar, wie das mit dem Kragen gemeint ist. Zuwenig Garn habe ich auch und da ich die Kragenkonstruktion nicht verstehe, kommt das mit der zweiten Farbe auch nicht so hin, wie ich dachte....

Weil es demnächst wirklich kälter wird (#strickenwegenPutin) habe ich zum Trost einen Raglan von oben-Pulli angefangen aus einem Garn, das ich schon vor zehn Jahren bei einer alternativen Pflanzenfärberei in Peru gekauft hatte. Raglan von oben, weil es die garnsparenste Technik ist, Pulli aus dem gleichen Grund. Ich richte mich dabei nach Ann Budds The Knitters Handy Book of Top-down Sweaters. Macht großen Spaß, denn es ist ganz samtiges Dochtgarn, unregelmäßig gesponnen - das wird sicher super warm.

Dazwischen mache ich noch Kleinkram, der mir so nebenbei einfällt (Verband für ausfransendes Veloschloss):

"Verband" für ein ausfransendes Veloschloss


Habe ich eigentlich schon erzählt, dass ich den nächsten Schritt gegangen bin und nach mir nach über vierzig Jahren Näherfahrung die erste Overlockmaschine gekauft habe? Ist ein Einsteigermodell, das ich über einen Handarbeitsversender erstanden habe. Ich dachte, die müssten ja wissen, was etwas taugt. Naja, leider kommt das Modell ohne Auffangschale und frau kann sie auch nicht nachbestellen. Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden.

Ich habe sie gekauft, um passende T-Shirts und Bodys zum Tanzen zu nähen und weil bei der Geburtstags-Jogginghose für den Liebsten die zickzack genähten Nähte aufgingen.
Den ersten Probe-Body habe ich aus einem Probe-T-Shirt und einem Probe-Slip zusammengeschustert und er passt überraschend gut und sieht gut aus. Die nächsten Exemplare werden jedoch mit einem richtigen Schnitt und aus speziell bestelltem Stoff entstehen.

Mittwoch, 8. Juni 2022

Nicht chic genug - wird wieder aufgezogen

 


 

Nachdem ich eigentlich schon seit Wochen mit dieser Jacke unzufrieden bin, habe ich mich jetzt, nachdem der erste Ärmel fast fertig ist, dazu entschlossen, sie aufzuribbeln. Ich kann es nicht fassen, dass ich so lange gezögert habe! 

Die Ärmel sind am Oberarm etwas zu weit und dafür der Leib etwas zu eng. Der Ausschnitt sollte eigentlich lang und gestreckt sein, wurde aber kurz und sogar wellig. Habe versucht, mir es schön zu reden, von wegen ein höherer Ausschnitt sei wärmer. Stimmt ja, aber ich gucke das Teil an und weiß, dass ich sie nicht gerne oder oft anziehen werde. Ab und zu habe ich früher solche fertigen Projekte an den Laden der Caritas gegeben, wo sich Bürger mit Berechtigungsscheinen einmal/Woche Kleidung abholen können. Aber hierfür ist mir die Wolle zu schade.

Nur gut, dass es 100gr-Stränge waren und ich einen Raglan von oben gestrickt habe - es wird also kaum abgeschnittene Enden geben, sondern wieder dicke Knäule.

Was ich dann mache? Keine Ahnung. Auf jeden Fall früher stoppen.



Sonntag, 27. März 2022

Warmes Jäckchen wegen Putin - zweiter Termin (FJKA)

 Das Stricken dieser Jacke im Rahmen des FJKA macht richtig Spaß und ich bin andauernd dran. Das Muster ist genau richtig: Verleiht etwas Struktur, fordert aber nicht konzentrierte Aufmerksamkeit. Dass das Garn so schmusig weich ist, hatte ich nicht mehr im Kopf.


Inzwischen bin ich schon ein wenig weiter als auf dem Bild: Der erste rote Perlmuttknopf plus Knopfloch sind in die Blende eingestrickt. Die Raglanlinien werden im Moment in jeder 3. Reihe bedient, so dass die Länge im Verhältnis etwas schneller wächst als die Breite und die Ärmel nicht unter den Achseln spannen.
In zehn Reihen sollte ich mit der Passe fertig sein und die Ärmel vom Leib getrennt werden. Dabei habe ich mir vorgenommen, komplett parallel zu stricken, so dass das Garn, ich habe 6 Stränge à 100 Gramm, genau gleichzeitig ausläuft. Wenn Leib und Ärmel dann zu kurz sein sollten, werde ich mit einem anderen Garn und anderen Muster weitermachen.

Sonntag, 28. Juli 2019

Recyclen - Basteln - Papilloten

Vor ein paar Wochen habe ich versucht, das Curly Girl aus mir heraus zu locken. Klappt jedoch nicht, ich bin höchstens ein Wavy Girl.
Weil schummeln erlaubt ist, habe ich nach Kauf-Papilloten recherchiert und mir dann überlegt, selbst welche zu machen. Ganz weiche, um sie abends rein zu drehen und dann möglichst ungestört zu schlafen. Und morgens mit einem entzückenden Lockenkopf aufzwachen. Hoffentlich!

 
 Vorüberlegungen:


Schema auf Freezer Paper übertragen und dies auf ein Stück altes T-Shirt gebügelt:



Manuell Knopflöcher genäht, also ohne die Knopfloch-Automatik:


Alle Streifen fertig:



Streifen auseinander geschnitten, Knopflöcher geöffnet, Freezer Paper abgezogen:




 Eine erste Papillote reingewickelt:




 Ich befürchtete ja schon, die seien zu kurz, um sie noch verknoten zu können, aber es reicht gut. Die einzelne Strähne wird durch das Knopfloch gezogen, dann die Papillote gewickelt und geknotet.


Ansonsten habe ich mal wieder bewiesen, wie stur ich bin:
Bei der Häkeljacke habe ich noch x Reihen gearbeitet, bis ich dann endlich eingesehen habe, dass die Ärmel zu eng werden. Also aufgezogen, die Wolle gleich mal gewickelt, gewaschen und nach dem Trocknen neu gewickelt und den (immer noch ersten) Ärmel in Spiralen angefangen.

Allerdings.... das ist schon ein auffälliger Unterschied. Auf dem Foto viel deutlicher als in Natura. Und wenn ich in Höhe der Achseln für die Armkugel von Runden auf Reihen wechseln muss, wird es sehr merkwürdig aussehen... Ich glaube, ich probiere das gleich mal aus. Wird dieses Teil je fertig??


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Oder: Ich könnte aber auch in Runden häkeln - abwechselnd von innen und von außen....
Dann müsste es durchgehend so aussehen wie die Maschenprobe....












Sonntag, 21. Juli 2019

Tücher wie Engelsflügel

Eine Minute, nachdem ich beim letzten Posting Veröffentlichen geklickt hatte, habe ich endlich die beiden Tücher fertig gestellt. Und am nächsten Tag den Henkel für die Badematte genäht.



Garn aus einem Wollgeschäft vor Ort, das den Charme von Aladins Schatzkammer besitzt; einige Fäden Baumwolle, einige Wolle. Perfekt für jede Gelegenheit, Sonnenschutz oder Windschutz und ein bisschen Wärme - auf jeden Fall schön!



 Aus einem Knäuel Cotton degradé von Rico. Passt zu meiner weißen Lederjacke und zur Jeansjacke und zu weißen Oberteilen und macht sportliche Oberteile weiblicher. Einfach super.
Beide Tücher sind riesig, haben aber praktisch kein Volumen und wenig Gewicht.



Henkel für die Badematte. Damit lässt sie sich wie ein Pfeileköcher schräg über dem Rücken tragen und verstopft nicht die ohnehin volle Badetasche - was ich immer mit mir rumtrage.....

Und was mache ich jetzt? Tugendhaft häkle ich am ersten Ärmel der schon einige Male wieder neu angefangenen Jacke aus weißem Cotton-Merino weiter.
Weiterhin gibt es ein weiteres Dreiecktuch aus blauem, getüpfeltem Baumwollgarn - passend für dunkelblaue Baumwolljacken.
Und eins aus den Resten des Andengarns, aus dem ich eine bunte Jacke gemacht hatte, die ohne Tragen direkt bei der Kleiderkammer landete.

Sonntag, 5. Mai 2019

Nicht soo schlecht


Seit zwei Wochen lerne ich intensiv auf eine Prüfung und bin deshalb recht stolz, dass ich doch schon so weit bin. Ab und zu habe ich abends ein wenig gestrickt und das Feine am Ärmel von oben ist ja, dass es immer schneller und schneller geht. Der zweite Ärmel sollte eigentlich ein Kinderspiel werden! Ab morgen nachmittag habe ich Zeit dafür.
Erstaunlich, wie gut die Kamera die unterschiedlichen Farben rausholt, mit meinen menschlichen Augen sieht das ganz anders aus und die Unterschiede fallen längst nicht so auf.
Das Bündchen zieht sich bei Tragen nicht so zusammen wie auf dem Foto. Es hat noch zwei Extrareihen spendiert bekommen und wird in der nächsten Reihe abgekettet.
Der Ärmel sitzt jetzt richtig gut.
Ich glaube, diese Jacke werde ich sehr oft und gerne tragen!

Und morgen nachmittag gucke ich durch die anderen Einträge beim SJKA von Me Made Mittwoch.

Mittwoch, 27. März 2019

Der 301. Post - kaum zu fassen

Mein Kopf weiß, dass ich meinen ersten Post vor x Jahren gesetzt habe, aber ich schreibe weiterhin so gerne, dass sich die Begeisterung weiter ganz neu und frisch anfühlt.
Bloß inhaltlich ändert sich nicht sooo viel. Freundinnen meinen, ich hätte doch durchaus andere, interessante Themen für weitere Blogs, aber ich mag auch nicht so viel von mir preis geben.

Das weiße Dreieckstuch wird dringend gebraucht, wächst aber langsam.

An der lila Jacke wurde weiter gearbeitet und da von memademittwoch.blogspot.com ein Sommerjäckchen-Knit-Along veranstaltet wird, habe ich das sie zur Teilnehmerin erklärt.
Das Feine ist, dass sie schon recht weit ist, so dass Hoffnung besteht, dass sie diesen Sommer noch getragen werden kann:


Auf das frickelige Aufnehmen der Maschen für den Ärmel aus dem Ärmelloch hatte ich erstmal keine Lust, so dass die Knopfleiste - wieder mit gleich eingestrickten Knöpfen - und das Taillenbündchen zuerst dran kamen.

Und wieder fanden sich passende Knöpfe in der Perlmutt-Großpackung von Buttinette, die ich vor Urzeiten mal bestellt hatte und aus der schon einige Jacken bestückt wurden!

Die vorherigen Jacken aus diesem Garn (Lignite und das Bürojäckchen) sind mittlerweile zu groß und schlabberig - sehr schade. Ich werde die jedoch auf keinen Fall aufribbeln. Das Garn ist ungefähr 30 Euro wert und dafür lohnt sich die Mühe nicht, finde ich. Der Plan ist, sie demnächst heiß zu waschen und in einen Waschsalon-Trockner zu tun. Entweder sie
a) passen danach, das wäre am besten
oder
b) bleiben zu groß, dann werden sie dem Kleiderladen gespendet.
Auf jeden Fall sollte ich die Knöpfe vor dieser Aktion mit Knopfschonern schützen, wäre sonst schade.

Die Nähmaschine ist weiterhin in Reparatur und ich verbringe zu viel Zeit in meiner Facebook-Gruppe, um ein größeres Näh-Projekt anzugehen.

Montag, 18. Februar 2019

Weiterhin Schals und Tücher und gute Pläne

Weiterhin tut sich hier nicht viel.
Über das Wochenende habe ich dicke Wollsocken gestopft, bevor es endgültig zu warm für sie wird und ich sie in den Müll gebe.
Ansonsten stricke ich ein weißes Dreieckstuch aus der speziell zusammengestellten Baumwoll-/Wollmischung vom Wollgeschäft am Theater. Schal für meinen Vater ist ja fertig.
Für das Frühjahr könnte ich gut noch eine Jacke fertig nähen, die ich schon vor Jahren angefangen habe. Da mein Gewicht weiter nach unten geht, wird sie demnächst vermutlich perfekt sitzen.
Wobei fertig ein dehnbarer Begriff ist. Ich habe nämlich ein Ärmelteil seitenverkehrt zugeschnitten und nicht mehr genug Stoff, um es ohne Naht aus den Resten heraus zu bekommen. An dem Punkt hatte ich vor Jahren alles sorgfältig verpackt und zur Seite gelegt. Nun habe ich Lust, die Jacke fertig zu machen.
Vor dem Futter graust es mir ein wenig, das habe ich in meiner gesamten Nähkarriere bisher umgangen. Vorher werde ich mir ungefähr zehn analoge und digitale Anleitungen ansehen, dann klappt das schon!
Die UFO-Strick-Jacken aus der letzten Zeit habe ich auch gestern rausgekramt und zur Beurteilung ausgelegt. Da wird demnächst auch einiges abgeschlossen. Fotos folgen. Vielleicht.


Dienstag, 25. Dezember 2018

Garnwechseljahre

Neuerdings wird mir immer wieder mal wellenartig heiß und ich ahne, dass ich die Alpaka- und Schafwollgarne weiter regelmäßig mit Mottenschutz versorgen muss und mich den Baumwoll- und Baumwollmischungen zuwenden darf.
Schön, dass ich von denen auch einiges im Vorrat und sogar in Arbeit habe: Der lila-rosa Drift-Cardigan, der gerade ruht und die weiße Häkeljacke sind Baumwoll-Merino-Mischungen.
Außerdem habe ich noch zwei weitere Baumwollgarne von Rico ohne Merino-Anteil vorrätig.
Aus der Fashion Fantasy DK habe ich gleich mal ein paar Pröbchen gestrickt. Geplant ist eine klassische Chanel-Jacke mit kastenförmigem Schnitt nach dem Buch von Jean Frost: Custom Fit Knit Jackets.
Die Designerin schlägt den Basket Weave Stitch vor, ganz unten im Pröbchen. Mir kommt es zu lappig und zu grob vor.


Mich begeistert der echte Tweed-Stitch, also die beiden obersten Abschnitte der Probe, einmal mit dickerer, einmal mit dünnerer Nadel gestrickt:


Unterhalb des Tweed-Stitch sind noch ein paar Reihen Webstich II, aber das überzeugt mich auch nicht. (Tweed- und Webstich aus Das große Strickmuster-Lexikon von Weltbild.)
Es wird also das Tweed-Muster. Es frißt viel Garn, weil sich das Gestrick weder in die Höhe noch in die Breite strecken lässt, aber für meine lockere Strickweise ist das genau das Richtige. Genug von diesem Garn habe ich auch. Ich freue mich schon!

Für die Weste habe ich auch eine Maschenprobe gestrickt, aber die Anleitung missverstanden: Auf dem Schema sind die Maschen abgebildet, wie sie gestrickt werden müssen, nicht wie sie auf der Vorderseite erscheinen. Egal, die Maschenprobe kommt hin.


Unten falsch, oben richtig


Weiterhin bin ich mit dem Dreiecktuch für die Freundin beschäftigt -nun bei Knäuel drei von vier- und als die Stiefmutter es gestern sah, hat sie gleich auch eins bestellt.....



Montag, 24. Dezember 2018

Ärmel einhäkeln III - Scheitern bringt dich weiter

Das Thema kommt in ein Posting für sich, damit es möglichst leicht auffindbar ist. Ein Archäologie-Prof von mir lehrte uns, die Experimente, die den größten Erkenntniswert erzeugen, gehen negativ aus. Also auf Normal-Deutsch: Vom Scheitern lernt frau am meisten. Das ist richtig, obwohl ich es damals nicht so leicht verstand. Und nicht gut fand.




Hier ist der Ärmel nochmal in einem Kontrastgarn in den Armausschnitt eingehäkelt. Leider hatte ich einen Denkfehler gemacht und habe zuviele Reihen pro Einstichloch gehäkelt, deshalb ist er so gestaucht.
Ich habe vor der Kettmasche immer kompliziert gewendet, um stets von außen nach innen einzustechen und auf den Fotos wirkt es nicht so schlimm, aber in natura fallen diese Maschen, die Ärmel und Ausschnitt verbinden, schon in's Auge und es sieht unprofessionell aus. Für Puppenkleidung mag es angehen, aber so anziehen würde ich es nicht und damit gebe ich diese Idee auf.
Angefangen habe ich das Ganze ja, weil ich bei der weißen Häkeljacke die Ärmel möglichst schön eingesetzt haben will und mir deshalb sogar überlegt hatte, die Ärmel einzustricken. Ich denke, ich häkle sie aber doch und sehe danach weiter. Entweder ich nähe sie dann mit Rückstichen ein, häkle sie nach der Methode von Jean Frost von links mit Kettmaschen ein oder mache es vielleicht sogar mit der Nähmaschine.

Grundsätzlich bin ich mit der Fragestellung aber noch nicht durch und habe bei Ravelry nach Anleitungen gesucht, bei denen eine Jacke von oben in einem Stück gehäkelt wird gesucht und es läuft immer auf eine Jacke mit Rundpasse oder Raglan-Ärmel -was ja nur ein Spielart von Rundpasse ist- heraus. Rundpasse hat für mich etwas kindlich Harmloses, und das will ich gerade nicht. 
Fortsetzung folgt also.
Frohe Weihnachten!

Sonntag, 16. Dezember 2018

Ärmel einhäkeln II - Gelernt vom Probemodell:

Puppenjacke: Leib fertig, Schulternähte geschlossen


Gestern habe ich endlich an dem Probemodell weiter gemacht: Der Ärmel soll vor der Armkugel 22 Maschen breit sein, also habe ich mit einem Faden (Stickgarn) 22 Einstiche möglichst gleichmäßig um den Armausschnitt verteilt. Wenn ich stricken würde, würde ich diese Maschen vorher aufnehmen, so dass sich die Frage nach der richtigen Verteilung und Einstichstelle beim Ärmelstricken selbst schon erledigt hat. Durch das Markieren mit einem Faden will ich mir die Entscheidung während des Häkelns erleichtern.

Linker Ärmel, fast eingehäkelt

Nach der Formel von Barbara Walker (Knitting from the Top), wird mit einem Drittel der Maschen angefangen, das rechts und links der Schulternaht aufgeteilt wird und dann wird bei jeder Kehre eine Masche aus dem Armausschnitt dazu genommen.
Ich habe versucht, so ähnlich zu häkeln und habe ich mich beim ersten Ärmel (linker Ärmel, s. Bild oben) genau nach den Einstichstellen gerichtet.
Erste Reihe (Hinreihe): Mit sechs Maschen bei der Schulternaht angefangen, dann mit einer Kettmasche in die erste Einstichstelle verankert.
Zweite Reihe (Rückreihe) Wenden, wieder sechs Maschen gehäkelt, mit einer Kettmasche in die erste Einstichstelle auf der anderen Seite verankert.
Dritte Reihe: Eine Masche in die die erste Masche der Reihe darunter, die zweite Masche verdoppeln, bis zur vorletzten Masche häkeln, diese verdoppeln, die letzte Masche häkeln, mit einer Kettmasche in die nächste Einstichstelle verankern.
Vierte Reihe und alle weiteren Rückreihen: Gleiche Maschenzahl wie Hinreihe häkeln.
Als ich die 22 Maschen aus der Anleitung erreicht hatte, war ich wie geplant in der Achsel angekommen und habe den Ärmel zur Runde geschlossen.

Linker Ärmel fertig

Dann ist mir aufgefallen, dass die zu verankernden Kettmaschen ziemlich hässlich aussehen; die müssen deutlich straffer gehäkelt werden. Außerdem sind die Kettmaschen von außen (also in der Hinreihe gehäkelt) viel schöner und unauffälliger als die von der Innenseite (also in Rückreihen) gemachten.

Auch kam mir die Verteilung Ärmel zu Armausschnitt nicht günstig vor. Beim zweiten Ärmel habe ich versuchsweise in jede zweite Reihe des Armausschnitts verankert, ohne mich nach den markierten Einstichstellen zu richten. Allerdings habe ich bei dem dunklen Garn und in der schiefen Sicht nicht mehr so richtig geblickt, wo ich eigentlich bin. Das müsste ich doch vorher mit Faden markieren. Strafferes Anziehen der Kettmasche hat übrigens nichts genützt, die Verankerungen sind weiterhin hässlich.

Mitten im zweiten (rechten) Ärmel ist mir dann das Garn ausgegangen und die Lust. Ich ziehe den jetzt auf und häkle ihn neu mit einem helleren Garn.

Richtig gut gefällt mir, dass es tatsächlich keine Naht gibt und die Innenseite so glatt und hübsch ist wie die Außenseite. 

Fortsetzung folgt!





Sonntag, 9. Dezember 2018

License to Craft

Das Geschenk-Tuch ist endlich abgegeben und nun kann es weitergehen mit neuen Untaten. Wie immer fühlt es sich zugleich sehr frei und ein wenig beängstingend an, aus der Pflicht entlassen zu sein und machen zu können, was ich will: Was anfangen mit dieser License to Craft?
Zuerst habe ich das UFO Kragen für ein Abendkleid endlich fertig gestrickt:

Perfekt für die Silvester-Party! (Wenn es fertig ist, natürlich.)

 Beim Ärmel einhäkeln gibt es nichts Neues, denn ich habe viel Zeit damit verbracht, über Stoffpuppen und das Repainten von Barbies und BJDs zu recherchieren. Ich sammle schon seit über einem Dutzend Jahren Schnittmuster für Puppenkleidung und Stoffpuppen. Zwar habe ich auch ein paar Vorlagen für Baby-Puppen und sogar mal einer normalen Baby Born einen Weichkörper genäht, den ich aus mehreren Schnitten zusammengebastelt habe, aber mein eigentliches Interesse gilt erwachsenen Persönlichkeiten.



Hier fehlt mir jedoch die License to Craft. Ich habe sie mir vor 15 Jahren, als mein Interesse zum ersten Mal aufflackerte nicht gegeben, weil ???? Und jetzt finde ich mich weiterhin ein wenig merkwürdig. Zwar hat die Nachbarstochter mal einen Waldorf-Puppen-Kurs gemacht und eine süße Puppe produziert, aber sonst kenne ich niemanden, der sich dafür interessiert. Will ich noch so ein skurriles Hobby anfangen? Andererseits ist da mein Widerwille, mir eine Puppe als Modell zu kaufen, ich bin weiterhin entschlossen, mir eine zu basteln.

Was mich noch bremst: Beim Umräumen bin ich auf Reste von UFOs gestoßen:

Ausgedacht, angefangen, aber nicht fertig gestellt  ..... failed Craft!

 Echt schade um den schönen Stoff! Ich will mich mit einem neuen Hobby nicht verzetteln, unter Druck setzen, Geld und Zeit verschwenden. Obwohl ich es genieße, Sachen zu planen.

So wie eine Jacke nach dem Buch von Jean Frost: Custom fit knit Jackets. Sie beschreibt ganz ausgefeilt, wie frau sich eine perfekte Jacke im Chanel-Stil strickt. Sogar mit Probemodell aus Stoff, verschiedenen Abschlüssen, unterschiedlichen Strickmustern, evtl. Abnähern und so weiter. Wirklich toll!
Eine Maschenprobe habe ich gerade gemacht:


Ein Tweed-Stich aus dem besten aller Muster-Bücher: Das große Strickmusterlexikon. Das Garn ist eine Mischung aus einem Rest Alpaka auf Kone aus Peru und einem passenden Baumwollfaden, auch auf Kone, von der Hamburger Wollfabrik. Dort hatte ich ein Pröbchen hingeschickt, bekam dann einige Pröbchen zur Auswahl zurück und habe dann den passenden Farbton bestellt. Das Muster und die Mischung sind fast unsichtbar und so ist es auch gedacht.




Freitag, 12. Oktober 2018

Wenig Neues unter der Sonne

Inzwischen habe ich einen hässlichen Häkelschal, den meine Mitbewohnerin für ihren Freund angefangen hatte fertig gestellt. Fotos folgen.
Und der erste Ärmel des Drift-Cardigans ist fast fertig. Zu meinem großen Frust ist er etwas zu weit.
Geht aber gerade noch so und ich ziehe ihn auf keinen Fall wieder auf!
Wie immer blockiert die Unzufriedenheit alles. Und ich fürchte mich vor den Ärmeln des Chanel-Jäckchens.... Wenn die auch x-mal nicht richtig passen? Ich muss nochmal genau messen!
Ich habe mich immer gefragt, wie manche ihre komplette Freizeit vor dem Fernseher oder PC verbraten können. Ist mir inzwischen völlig klar: Wer nichts macht, kann auch nichts falsch machen.

Sonntag, 16. September 2018

Wenn frau weiß, was sie will, ist es gut...

Ich weiß es mal wieder nicht, deshalb wird nicht weiter gemacht und auch nicht gebloggt. Und ich verstehe jede, die lieber Blogs über sonnig vollendete und perfekte Projekte liest. Hier wird mehr dramatisiert. A propos: Eine Bekannte meinte: "Ist auch eine Frage der Haltung" - was für ein blöder Spruch!! Meine Haltung ist jedenfalls unschlüssig:
Soll das Chanel-Jäckchen lieber gehäkelte Ärmel wie der Leib bekommen oder lieber dünnere, gestrickte, die nicht so auftragen und direkt angestrickt werden können?


Original-Häkelmuster

Oder:

Gestrickter Leinenstich
Um der Frage auzuweichen, habe ich angefangen, ein Paar Socken zu häkeln. Eigentlich wollte ich stricken, aber ich stricke so locker, dass 48 Maschen für die anvisierte Größe 42/43 gereicht hätten und die Strümpfe nicht schön geworden wären. Mit dünneren Nadeln wäre es nur eine gelenkebelastende Quälerei geworden, also habe ich mich auf die Alternative besonnen und das Ergebnis gefällt mir ganz gut. Wirkt auf dem Foto etwas plump, sitzt aber nett am Fuß. Anleitung aus Gehäkelte Trend-Socken von Bärbel Born.

Ferse wird nachträglich eingehäkelt, evtl. in Uni-Blau

Jetzt habe ich wieder richtig Lust auf Socken! Einige Knäuel schöne Sockenwolle sind auch noch im Vorrat.

Der Drift-Cardigan ist auch on hold: Den Ärmel habe ich gleich nach dem letzten Post aufgezogen (ohne zu Heulen) und ich bin schon wieder genauso weit mit einem viel besseren Ärmel, der auch schöner eingestrickt ist. Bloß habe ich den Cardigan mal übergezogen und er kam mir so klein und eng vor... Da muss eine richtig fette Blende im Perlmuster an Saum und Ausschnittkanten!

Beim Stöbern in der Buchhandlung habe ich übrigens einige hilfreiche Bemerkungen zu  den ständigen Unschlüssigkeiten und Unzufriedenheiten mit den eigenen Werken gefunden. U.a., dass frau sich nicht so in den Perfektionismus verbeißen sollte. Leider sind sie in einem 25 €-teuren Buch Wohlfühlmode aus Jersey von Tilly Walnes enthalten. Tolle Schnittmuster habe ich genug und deshalb bin ich unschlüssig, ob ich für Psycho-Tipps so viel Geld ausgeben will.... Ich glaube, ich mache einen Anschaffungsvorschlag bei der Stadtbibliothek.

Sonntag, 26. August 2018

Sind die Farben Zufall?

Eher nicht! Ich mag Rosa und seine Anverwandten sehr gern, obwohl ich schon eine Weile aus dem Mädchenalter draußen bin.
Richtig genäht habe ich nicht viel, eher Anpassungen durchgeführt.






Die Hose ist von einem italienischen Hersteller und hatte eine so niedrige Leibhöhe, dass sie nur knapp über die Hüftknochen reichte und sich ein Muffin-Top abzeichnete. Ich habe die nutzlosen Gürtelschlaufen abgetrennt und einen superbreites Gummiband angenäht. Jetzt passt sie prima, sitzt gut und unter einem T-.Shirt sieht man vom Gummi nichts. Die Vorderseite der Hose ist nach dem Fertigstellen als Ganzes bedruckt, deshalb bleiben rosa Flecke, wo Gürtelschlaufen waren. Ach ja, da ist natürlich kein RV, das ist eine Schlupfhose. Wird zusammen mit einem kurzärmeligen grauen Nicky-Hoodie und Ballerinas getragen.


Drift-Cardigan die x-te. Bekomme den Föhn. Sieht gut aus, oder? Der linke Armausschnitt sieht etwas zu groß aus und der rechte Ärmel ganz gut, stimmt's? Stimmt nicht! Der Ärmel und die Schulter sind zu eng. Weil beim Büro-Cardigan die Ärmelöffnung zu lappig und tief geworden ist, habe ich es hier mit geschicktem Zusammenstricken kleiner gezurrt und am Schluss auch entsprechend weniger Maschen für den Ärmel (Jedoch noch mehr, als die Anleitung vorgibt). Aber glatt rechts in Runden hat eine stärkere Spannung als das lappige Rechts-Links-Muster des Büro-Cardigans. Ich könnte heulen. Ich würde den so gerne noch diesen Sommer tragen. UND ich würde gerne etwas Neues anschlagen, anstatt mich mit dem alten Kram rumzuärgern. Die Ärmelmaschen gleichmäßig aus den Rändern aufzunehmen ist auch eine Herausforderung.

Donnerstag, 16. August 2018

Wieder da - oder noch?

Im Mai habe ich den Blog abgestellt, weil Google keinen Hinweis auf die neue Datenschutzgrundverordnung anbot. Inzwischen hat es das nachgeholt und ich freue mich, wieder schreiben zu können - es hat mir doch sehr gefehlt!
Wie immer kann ich nun nicht behaupten, dass sich seit Mai unglaublich viel getan hätte, aber hier sind ein paar Fotos:

Sommertuch aus einem Baumwoll-Bobbel von Wolle-Rödel. Sieht hier groß aus, knuddelt aber sehr zusammen und sieht dann um den Hals klein und schäbig aus. Muss also den ganzen Knäuel verstricken, damit es nach was aussieht.




Chanel-Jacke: Die Fotos sind auch schon wieder zwei Wochen alt; inzwischen ist der rückwärtige Ausschnitt höher  und die Schultern gleich lang gehäkelt worden. Ich bin am ersten Ärmel, aber der wird gerade zu eng, hat sich heute herausgestellt. Das Ausrechnen mit der Software hat leider nicht so richtig geklappt und ich bin ziemlich genervt. Eigentlich würde ich den auch gerne direkt anhäkeln, finde aber keine Anleitung dafür. Und vielleicht sieht es auch nicht gut aus?
 



 Drift-Cardigan: Der Leib ist fast fertig, bis auf den Fehler mit der falsch geneigten Schulterschräge beim rechten Vorderteil. GöttinseiDank nur ein kleines Problem. Danach werden die Schulternähte geschlossen und nach Barbara G. Walkers Methode aus Knitting from the Top die Ärmel angestrickt. Freue mich schon darauf!


Sonntag, 29. April 2018

Chanel-Häkeljacke und Upcycling

Zur Zeit häkele ich hauptsächlich an der weißen Chanel-Jacke aus Cotton-Merino.
Leider musste ich die bisherige Arbeit wieder aufziehen, da Mottenfraß dran war. In den letzen Monaten war ich nicht so pflichtbewusst beim Austauschen der Anti-Mottensäckchen, das rächte sich leider.
Ich habe das Garn auf eine Kreuzhaspel gewickelt, mit dem Wollshampoo von Unicorn (ohne Ausspülen) gewaschen, trocknen lassen und mit dem Garnwickler wieder zu schönen Cakes gewickelt. Vor dem Aufribbeln habe ich das Stück auf den Kopierer gelegt, so dass ich eine große Maschenprobe habe.



Der Neuanfang gab mir die Möglichkeit für Verbesserungen, z.B. die deutlich sichtbaren Abnahmen genau an die Körperseiten zu legen und die Jacke etwas größer auszurechnen.
Entgegen dem üblichen Chanel-Jackenschnitt bekommt mein Exemplar eine ausgeprägt Taillierung, sonst sieht mir das zu fassmäßig aus.

Bitter, dass ich schonmal viel weiter war
Ansonsten habe ich endlich mal wieder an der Nähmaschine gesessen, auch wenn es nur für eine Kleinigkeit war:
Lunch gibt es gerade von der Bäckerei in der Nähe der Schule und ich hatte die knistrigen, schnell durchweichenden Papiertüten satt, vom Umweltaspekt mal abgesehen. Schon vor Wochen hatte ich mir im Unverpacktladen zwei Stoffsäckchen gekauft, in einem Projekt von Frauen aus alten Bettlaken genäht.

Niedlich, oder?

 Aber selbst das Größere ist für belegte Brötchen zu klein und so habe ich aus dem Stoff, in dem mein Geschenk von einer japanischstämmigen Bekannten eingepackt wurde, ein größeres Säckchen genäht nach diesem Vorbild. Nix Besonderes, aber es ist nett und erinnert mich öfter an diese reizende Person.

Hat sich schon bewährt und wurde gewaschen.

Ich fand mich super professionell, weil ich zum Nähen dieses einfachen Teils drei verschiedene Füßchen benutzt habe :-)

Sonntag, 8. April 2018

Weiter geht's!

Immer mal wieder bin ich beschämt, dass ich so ewig für eine Jacke brauche. Aber es ist, wie es ist, mein Haupthobby ist nun mal Lesen und schließlich sollte frau auch nicht die Tücher vergessen, die ich so zwischendrin stricke. Für ein Tuch werden 200 Gramm Garn verstrickt, also entsprechen 2,5 Tücher einer Jacke!

Auf jeden Fall werden jetzt weiter UFOs beendet, die schon länger rumliegen. Kriterium ist dabei nicht, ob das fertige Teil passen wird oder nicht, sondern wie weit es schon ist.

Diese Bändchenjacke qualifiziert sich zum Weitermachen, obwohl sie nur bis zur Maschenprobe gediehen ist, denn sie wird ein prima Mitnahme-Projekt. Wenn ich Vorder- und Rückenteil in Einem stricke und bis die Armausschnitte erreicht sind, heißt das.

Olive Jacke mit aufgesetzten Taschen von Woll-Inspiration über Makerist, Garn Rico Fashion Summer.

Beim TV gucken habe ich die Anschlagkante dieses Jäckchens aufgezogen, denn es ist noch genug Garn übrig um die Ärmel lang zu stricken:

RVU mit dem Strickrechner ausgerechnet, Garn Cotton-Merino von Lanade, Knöpfe von Buttinette

Weiterhin vernähe ich die Fäden von der Schwester-Jacke:

RVO mit dem Strickrechner erstellt, Cotton-Merino-Garn von Lanade, Knöpfe von Buttinette

Diese Fleißarbeit ist auch schon lange fällig: Ein gehäkelte Chanel-Jacke, mit dem Strickrechner ausgerechnet und aus dem Lieblingsgarn Cotton-Merino von Lanade.

Ziemlich schmuddelig und deshalb gerade in der Waschmaschine

Ich verspreche, die nächsten Bilder werden besser.

Sonntag, 1. April 2018

Ta-daaa!

Der Lucy in the Sky-Cardigan mit meinem Projektnamen Lignite ist gerade fertig geworden:



Bin total stolz, denn er ist genau so geworden, wie ich ihn mir vorgestellt habe! Drunter werden weiße Tops getragen und dazu Jeans oder Jeansröcke.

Das zweite, zu der gekauften Strickjacke passende Dreieckstuch ist auch fast fertig - der Frühling kann (soll bitte, bitte) kommen!

Sonntag, 11. März 2018

Geht so, würde ich sagen,

... wenn mich jetzt jemand fragt, wie es mir geht.
Bin nämlich gerade richtig sauer, weil die xte teure Holznadel mit quadratischem Querschnitt abgebrochen ist. Habe es vor einer Minute gesehen und keine Ahnung, wie es passiert ist und wo die Spitze ist. Inzwischen habe ich eine ganze Sammlung von halben Rundstricknadeln...





Drauf ist das Dreiecktuch mit sanftem Farbverlauf aus der Rico Cotton degradé. Ich schlepp das immer mit in einer vollen Schultasche mit herum, wo noch nie etwas abgebrochen war (was wirklich erstaunlich ist), aber hier auf dem Schreibtisch passiert es...

Ansonsten habe ich diese Woche die Knopfleiste vom Bürojäckchen mit unsichtbarem, dünnem Dekofaden von der Innen- und der Außenseite fixiert, so dass sich die Knöpfchen nicht mehr aus dem Gestrick lösen und ich unversehens  nur noch halb angezogen bin. Die Jacke habe ich dann auch gleich wieder stolz getragen. Ist wirklich perfekt für nicht mehr so überheizte Räume, wo dauernd das Fenster aufgemacht wird.

Von innen sieht man fast nichts


Und von außen auch nicht


Beim Lucy-in-the-Sky-Cardigan stricke ich gerade den linken Ärmel vom rechten weg. Vielleicht noch 10 Runden, dann habe ich das. Dann noch die Achselnähte schließen und er kann angezogen werden. Meine Laune bessert sich bei dieser Aussicht!!



Zur Zeit hole ich mir mittags immer ein warmes belegtes Brötchen vom Bäcker. Zum größeren Genuss musste noch eine Sandwich Bag genäht werden, die nicht so schlimm raschelt wie die Papiertüten, schicker aussieht und länger warm hält. Habe lange bei Youtube gesucht und mich für den ersten Versuch für das einfachste Exemplar entschieden. Außen Baumwolle, in der Mitte Isolation von einer Vorderscheibenabdeckung für Autos und nach innen Wachstuch. Alles aus dem Vorrat:
Hotelkissenverschluss


Bin gespannt, wie sich das morgen bewährt!