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Mittwoch, 9. Mai 2012

Ein Kostenlos-Laden im Keller

Keiner will Gejammer hören oder lesen, also will ich es positiv formulieren: Ich werde einen Kostenlos-Laden in unserem Keller eröffnen. Allerdings nur für Mitglieder, wobei die Mitglieder mein Mann und ich sind. Beim Auspacken der Kisten stellt sich heraus, dass wir von so vielen Sachen zu viel haben, dass ich jeweils die Hälfte der Kaffeepötte, der kleinen Plastikboxen für Lebensmittel und und und in den Keller zu verfrachte. Da sollen sie jedoch nicht in Vergessenheit geraten und Staub ansetzen sondern hübsch aufgestellt und leicht zu finden sein und wieder heraufgeholt werden, wenn sie gebraucht werden. Anstatt dass etwas Neues gekauft wird natürlich.
Auch in den Keller kommen die Spanisch-Bücher, was Wörterbücher und Belletristik (ungelesen), Vokabel-, Lehr- und Arbeitshefte umfasst. Was für eine Erleichterung, die Zeugen des Versagens nicht mehr im Blick zu haben. Dafür aber mehr Platz im Regal!
Bleibt nur noch die Kleidung: Leider bin ich ja aus vielen Sachen herausgewachsen, aber weil ich die Hoffnung bewahre, bald wieder zu schrumpfen, kann ich mich von Vielem nicht trennen. In Peru habe ich weniger zurückgelassen, als ich vorher plante, warum, ist mir nicht so recht klar.
Was mich unangenehmerweise gleich auf den nächsten auf Durchführung wartenden Plan bringt:  Ich schaffe es nicht, täglich zu joggen (oder zu walken) und meist liegt es am Wetter. Ist vielleicht eine blöde Ausrede, aber bei Regen oder akuter Regendrohung komme ich nicht aus dem Haus. Und wenn ich nicht gleich morgens nach dem Aufstehen jogge, mache ich es nicht mehr, weil ich keine Lust auf nochmal duschen habe.
Wenn ich das Geschriebene so lese: Zuviel schöne Sachen gekauft, zu viel gutes Essen gegessen. Das sind Luxusprobleme, es gibt Schlimmeres! (Aber es wäre toll, wenn ich das Zuviel an Körperfett auch nett im Keller aufbewahren könnte für schlechte Zeiten...)

Donnerstag, 3. Mai 2012

Inmitten von Kisten

Heute wurden unsere Umzugskisten gebracht. Der riesige Container war fast beschämend, aber es waren halt auch das kleine Elektroauto drin und das Elektromotorrad meines Mannes. Leider, leider war die Umzugsfirma -aus München, aber mit einem sehr norddeutschen Namen- zu doof oder zu geizig, um einen Außenaufzug zu bestellen und vier Männer mussten unsere Kisten die Treppen in das 1. OG hochschleppen. Eine Halteverbotszone für unsere immer vollgeparkte und nicht allzu breite Straße war auch nicht beantragt worden. Ich hatte noch versucht, beides zu bekommen, aber der Angestellte warf einen Blick auf Google Satellite und befand, es sei alles bestens. Ich wurde wie ein kleines, dummes Frauchen beschwichtig: Ich solle mir keine Sorgen machen, dannn würden die Autofahrer halt andere Straßen benutzen und einen Außenaufzug bräuchte es nicht.
Tja, die Angestellten waren ja auch *nur* drei Albaner und ein Russe, die müssen wohl dankbar sein, dass sie sich in Deutschland den Rücken ruinieren dürfen.


Die Kartons mit Spinnrad und Kardiergerät stehen in meinem Zimmer und auch die gute Nähmaschine ist noch verpackt, aber es gibt höhere Einträge auf der Prioritätenliste. 
Für Juni habe ich mich allerdings für einen Spinnkurs und einen Pflanzenfärbekurs angemeldet und freue mich schon sehr darauf - bis dahin muss das Spinnrad wieder aufgebaut sein. Überhaupt bin ich total happy, wieder in unserer Wohnung zu sein und der geliebten Heimatstadt leben zu dürfen. Das Auspacken werden wir auch noch überstehen.