Posts mit dem Label Peru werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Peru werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 4. März 2018

Zum an die Wand hängen...

...aber nicht, weil es so schön wäre. Sondern weil es zum Tragen zu seltsam ist:


Das Garn ist pflanzengefärbt von einer Wollkooperative in einem kleinen Ort in den Anden von Peru und es ist entsprechend unregelmäßig gesponnen und gefärbt. Von einer Farbe gab es nicht genug für eine Jacke und so wurde dies daraus. Das gehäkelte Muschelmuster wollte ich schon immer mal probieren. Leib und Ärmel waren schon ewig fertig, aber ich hatte nie das Sitzfleisch, die Nähte zu schließen. Nun habe ich es mit feiner, transparenter Dekoschnur in Rückstichen gemacht und damit auch die Knöpfe angenäht. Ehrlich gesagt macht sie mir beim Anschauen gute Laune, aber damit in's Büro??
Zeigt mal wieder, dass ich eher prozess- als projektorientiert bin und immer bereit, etwas Besonderes auszuprobieren. Erstmal bleibt sie an der Puppe, dann sehe ich weiter. Vielleicht spende ich sie oder ich schneide in Höhe des Ausschnitts alles ab und mache ein Kissen draus.  Es müsste große Bilderrahmen mit mehr Tiefe geben - zu einem akzeptablem Preis - dann würde ich sie mir tatsächlich an die Wand hängen.

A propos Abschneiden: Ich hatte eine ganze Schublade voll mit weißen T-Shirts, die zum Tragen nicht mehr schön genug waren und habe nun endlich jeweils den Leib unterhalb der Ärmel abgeschnitten und behalten. Daraus wird mal T-Shirt-Garn für einen gehäkelten Badezimmerteppich:

Ein wilder Haufen 


Ein fast ordentlicher Stapel



Beim Lucy-in-the-Sky-Cardigan habe ich gleich die andere Färbung aufgeribbelt und stricke jetzt vom Restknäuel des anderen Ärmels bis beide gleich lang sind.

Dienstag, 2. Juni 2015

Dienstagsfrage - Stricken im Urlaub

Das Wollschaf hat -alle Jahre wieder- diese Frage gestellt:

Nimmst Du Dein Strickzeug mit in den Urlaub?
Wenn ja, lieber kleine handliche Projekte oder ein großes Projekt?
Wo strickst Du? Auf der Fahrt, am Strand, im Hotel oder …?
Hast Du vielleicht schon mal an einem besonders exotischen Ort gestrickt?


Das Strickzeug kommt natürlich mit in den Urlaub. Wenn es irgendwie geht auch das große Projekt, aber vielleicht nicht unbedingt die fast fertige Raglan-von-oben-Jacke. Aus Platzgründen, aber vor allem, seit mir vor zwei Jahren meine Tasche mitsamt Strickzeug aus dem Mietauto geklaut wurde.
Seit ich mal auf einer Autoreise durch die Extremadura in jedem kleinen Kaff verzweifelt nach anständiger Wolle fahndete, weil ich mich im Auto so langweilte, gehört Strickzeug zu meinem Gepäck. Damals musste ich schließlich mit Jackennadeln und einer Polymischung Beinwärmer stricken - das passiert mir nicht nochmal!

Ich stricke gerne im Auto, aber auch am Strand, weil es sich gut anfühlt, die Zeit so nett zu nutzen. Als ich noch täglich mit dem Zug nach Basel pendelte, habe ich meist ein Hörbuch gehört und dabei gestrickt. Das war großartig!
Der exotischste Ort war wohl auf einer Reise durch Nord-Peru, wo wir den Regenwald streiften. Aber für die Bewohner dort war ich sehr exotisch: Wir standen in einem Stau vor einer Straßenbaustelle, als sich Kinder um das Auto sammelten und unter Gelächter und erstaunten Ausrufen auf mich mit meinem Strickzeug zeigten. Sie hatten wohl noch nie eine Ausländerin stricken gesehen und gedacht, das könnten nur ihre Familienmitglieder.
Wir waren im (peruanischen) Sommer auch öfter an einem Strand südlich von Lima, wo ich stets mein Strickzeug dabei hatte.




Dienstag, 28. Mai 2013

Die verstrickte Dienstagsfrage 22/2013 - dekorative Aufbewahrung von Wolle

Das Wollschaf hat wieder interessante Frage weitergegeben:

Wie bewahrt ihr eure Wolle auf? Ich bin auf der Suche nach einer praktischen und auch gleichzeitig optisch tollen Idee, meine Wolle hübsch in Szene zu setzen. Denn ich finde die schöne Wolle gehört nicht hinter Schranktüren oder in Boxen versteckt, man darf sie ruhig sehen, auch Wollknäule sind dekorativ. Wie habt ihr das gelöst?
Vielen Dank an Andrea für die heutige Frage!

Ich würde nach CD-Regalen suchen, weil diese weniger tief sind als Bücherregale, aber mehr Unterteilungen haben und die Knäule darin liebevoll aufbauen. Eine erste, schnelle Suche über Google hat auch ein paar ergeben, die ich mir vorstellen könnte. Dieses hier z.B. hat mir sofort gefallen. Meine gesamten Vorräte wie Bücher aufzustellen, würde ich nicht, hauptsächlich weil ich Bedenken hätte, dass die Farben ausbleichen.

Weitere Plastikkisten kommen mir nicht in's Haus. Und offen präsentieren würde ich die schon garnicht.
Vor zwei Jahren habe ich für den Peru-Aufenthalt Wollvorräte angelegt, weil ich irrtümlicherweise annahm, dass es in Peru keine schöne Wolle zu kaufen gibt.
Dafür habe ich dann ein Set von drei Holzkisten gekauft. Die Qualität ist O.K., halt Made in China, aber sie sehen gut aus, waren überhaupt nicht teuer und zumindest in die Größte passt einiges hinein:
Im Korb links sind die UFOs, alles riecht heftig nach Lavendel
 Drei übereinander sehen gewollt aus, also stehen die beiden Kleineren im Schlafzimmer:

Weiterhin gibt es noch graue Archivboxen unter dem Schreibtisch des Lieben Mannes (früher und bald wieder mein Hobbyzimmer):
Hier sind Garne drin, die ich schon lange habe.
Einiges ist in Ziploc-Tüten, aber nicht alles.
Zu Peru: Naja, es gibt dort auch wirklich hauptsächlich buntes Plastik oder Alpaca in verschiedenen Qualitäten. Und davon habe ich welche gekauft. Und als wir dann in Argentinien, dem Nachbarland von Uruguay, jenem Land, aus dem Manos del Uruguay und Malabrigo-Garne kommen, im Urlaub waren und die Garne dort so viel günstiger waren als in Deutschland, ist der Vorrat noch mehr gewachsen. Also gibt es im Keller (trocken,warm) noch eine große Plastiktasche mit günstigem Alpaca-Garn. Nur gut, dass es schon diese Holzkisten gab!
Habe ich schon erwähnt, dass ich einen Garn-Kauf-Bann über mich verhängt habe? Nachdem das kürzlich probegestrickte Garn für den  Portulaca-Cardigan überhaupt nicht gepasst hat, komme ich sogar von der Idee ab, der Cardigan müsse unbedingt grün sein und werde das erwähnte Alpaca-Garn aus dem Lager verstricken.
Auch das selbstgesponnene Garn passte nicht und aus dieser groben Maschenprobe ist ein prima Deckchen für die Katzen geworden:


Samstag, 31. März 2012

Letzte Tage in Peru

An einem Kopierladen in Mala, südlich von Lima: "Dieser Ort ist katholisch, wir akzeptieren weder Werbung von Protestanten noch von anderen Sekten. Es lebe Christus der König! Es lebe die Jungfrau Mutter Gottes! Gemeinde Unsere Herrin von ..."
Sonnenuntergang südlich von Lima



Playa Puerto Viejo

Schrein zwischen den Strandrestaurants von Puerto Viejo

Unser Leihwagen vor dem Strandhaus unserer Freundin in der Strandsiedlung Las Lagunas, südlich von Lima
Diese zwei Tage waren wirklich noch ein schöner Abschluss! Wir haben im wilden, kalten Pazifik gebadet und nochmal leckeren Fisch gegessen.
Gestrickt habe ich allerdings nicht, obwohl ich die 600g Banana-Silk überall hin mitgenommen habe. Ich war zu angespannt und hatte ziemlich Bammel vor dem Flug, vor allem, ob mit den Papieren für den Kater alles in Ordnung ist.
Am Check-in haben sie sich aber null für seinen europäischen Heimtierausweis und die peruanischen Impfbestätigungen interessiert sondern nur gemeint, dass sie Tiere grundsätzlich nur von Mo-Do transportieren, nicht an einem Freitag. Nach einer Stunde nervenzermürbenden Wartens, während der sie sich noch mit der Anschluss-Fluggesellschaft in Verbindung gesetzt und die Anmeldung des Katers für diesen geprüft haben, nahmen sie uns doch mit. Nicht ohne uns nochmal für den Transport des Katers zahlen zu lassen: Der schon bezahlte Betrag würde nur für den Anschlussflug gelten....
In Frankfurt wiederum, wo ich heute morgen ankam, hat sich kein Mensch für den Kater interessiert! Und ich hatte mich so sorgfältig informiert und alle Formulare besorgt und ausgefüllt. Geimpft, entwurmt, entfloht etc. .
Egal, der Kater hat den Flug ganz gut überstanden und könnte wieder in seinen Garten. Dass er lieber auf dem Sessel liegt und sich von den Anstrengungen der letzten Wochen erholt, kann ich gut verstehen!

Sonntag, 25. März 2012

Machu Picchu

Vorgestern, am Donnerstag, sind wir von Cusco nach Aguas Calientes gefahren. Morgens halb fünf aufgestanden, dann zwei Stunden mit dem Bus, anderthalb Stunden mit dem Zug. In Aguas Calientes war mein Mann kurz in den heissen Quellen und ich im Hostal am Internet - was nicht lief.
Und gestern genossen wir den Höhepunkt der Reise: Das legendäre, magische Machu Picchu!


Es gibt viele und tollere Bilder als meine im Web, deshalb hier nur eines. Ich war ja nicht so wild auf diese Reise, will ja eigentlich nur schnell nach Hause und die nächsten Jahre nur Urlaub in Europa machen, aber es war tatsächlich ganz besonders und ich bin froh, dass ich es gesehen habe. Ich habe einige (viele) Semester Archäologie studiert, bis ich dann zur Vernunft gekommen bin und zu Bibliothekswesen gewechselt habe, also ist es eigentlich kein Wunder, dass ich es toll fand.
Aguas Calientes besteht nur aus Hostales, Andenkenläden und Restaurants und ist vollgestopft mit Touristen aus aller Welt. Heute morgen haben wir noch das zu Machu Picchu gehörende Museum angesehen. Nur gut, dass wir das nicht verpasst haben! Dort sind endlich die Funde zu sehen, Keramiken und feine Metall- und Steinarbeiten, unter anderem Spinnwirteln. Allerdings ohne ein durchgehendes Loch, nur mit einer Einkerbung für den Stab. Kann mir garnicht vorstellen, dass das gehalten hat?!
Heute sind wir wieder in einem Hotel mit Internet in Cusco angekommen und gleich wird das Netz über Nacht abgeschaltet...

Donnerstag, 22. März 2012

In Cusco

Cusco wird als die Hauptstadt der Archäologie Amerikas bezeichnet und tatsächlich stehen hier unzählige Kolonialbauten auf und neben Inka-Mauern. Leider gibt es aber genauso viele nervige Andenkenverkäufer und der Stadtkern besteht nur aus Alpacakleidung- oder Bildergeschäften. Und natürlich Andenkenläden.
Gemischte Gefühle lösen die vielen Traveller bei mir aus. Zwar ist es nett, mal wieder deutsche Sprache zu hören (und was ich toll finde: Viele junge Deutsche sprechen sehr gut Englisch) und nicht mehr eine große, weisse Exotin unter lauter kleineren, dunkleren Menschen zu sein, aber die vielen Touristen und die für sie geschaffene Infrastruktur lassen es nicht zu, die Magie, die Cusco eigentlich ausstrahlen sollte zu fühlen.

Heute waren wir den ganzen Tag mit drei Reiseführern in der Tasche unterwegs und haben circa zwei Drittel der in ihnen beschriebenene Sehenswürdigkeiten Cuscos gesehen. Und als wichtigste Tat des Tages sind wir abends noch in den Mercado de Artesanias (eigentlich die üblichen Andenkenstände unter einem Dach vereint) und haben unversponnene Alpaca-Fasern bestellt. Morgen fahren wir für zwei Tage nach Aguas Calientes/Machu Picchu und am Sonntag bringt uns die Standinhaberin hoffentlich die Fasern ins Hotel.
Steinernes Tor der Inka-Kultstätte Sacsayhuaman
Am Ausgang von Sacsayhuaman; hinter dem Lama: Ein Esel! Es gibt nicht nur Woll-Tiere in Peru

Qorikancha: Inka-Tempel, über den eine katholische Kirche gebaut wurde
Genug von Cusco - ich habe so viele Fotos, dass ich mich nicht mehr entscheiden kann!

Dienstag, 20. März 2012

Von Puno nach Cusco - fast zehn Stunden im Bus

Heute hieß es wieder früh aufstehen, weil wir um sieben am Busbahnhof von Puno sein mussten für die Fahrt nach Cusco. Beim Frühstück hatten wir nochmal einen schönen Blick auf den See:

Von ferne ist die Stadt viel hübscher als von innen. Die braunen Tierchen vor den Blumen sind Meerschweinchen, die in Peru als Nationalgericht gegessen werden

 Die Fahrt ist für Touristen konzipiert, d.h. der Bus ist in untadeligem Zustand und hält mehrmals an touristischen Attraktionen und zum Mittagessen.

Archäologische Stätte Kalasaya aus Prä-Inka-Zeiten
Zum Tour-Restaurant gehörenden Alpacas


Alpaca in den Inka-Ruinen von Raqshi

Auf dem Bergkamm um Raqshi steht noch die Mauer, die von den Inkas gebaut wurde

 Schon gestern habe ich die weißen Socken für mich fertiggestellt und habe sie heute an. Das nächte Paar Socken -für meinen Mann- ist begonnen. Nach ein paar Stunden Stricken tut mir der Nacken weh von der nach vorne gebeugten Haltung.

Montag, 19. März 2012

Am Titicaca-See

Da wir gestern nach den Kondoren schon weiter nach Puno am Titicaca-See gefahren waren,

Bei einer Fahrpause in der Nähe der Andenkenläden getroffen: Alpaca-Lämmchen

Blick vom Andenkenladen-Parkplatz aus

 konnten wir es heute etwas ruhiger angehen lassen und erst um halb sieben aufstehen :-) Wir wollten auf die Taquile-Insel, die für ihre kunstvollen Handarbeiten bekannt ist: Die Männer stricken, vor allem feinmaschige, langzipfelige Mützen, deren Farbkombination ihren Status zeigt: Rot-weiss = ledig; rot mit blauen Streifen = verheiratet. Wird bei den Unverheirateten der Bommel auf der rechten Schulter getragen, bedeutet es: Ich bin auf der Suche nach der Frau für's Leben. Wird er links getragen, heisst es: Ich suche ein Abenteuer.
Die Frauen weben so eine Art Kummerbund für ihre Männer, sehr fein und schön gemustert. Zusammen mit den schwarzen Hosen, weissen Hemden und schwarzen Westen sehen die Männer recht fesch damit aus!

Das Schiff legt an einer Seite der Insel an, man macht einen Spaziergang zwischen Andenkenständen hindurch bis zum Dorfplatz, guckt dort den Andenkenladen der Dorfkooperative an und geht dann in ein familiengeführtes Restaurant. In welches Restaurant welche Gruppe geht, wird nach einem revolvierenden System entschieden, so dass die Reichtümer gerecht verteilt werden. Das Essen war lecker!

Weg vom Anleger zum Dorfplatz; nichts für Leute, die leicht die Höhenkrankheit bekommen, der Titicaca-See liegt über 3800 Meter hoch

Glockenturm beim Dorfplatz
Straßen gibt es auf Taquile nicht, nur Wege zwischen Feldern und Gärten
Aber auch das moderne Leben bietet tolle Bilder:

Laden am Hafen von Puno

Sonntag, 18. März 2012

Colca-Canyon mit wenigen Kondoren und vielen Andenkenständen

Heute frühmorgens wurden wir wieder vom Kleinbus abgeholt und fuhren drei Stunden lang zum Colca-Canyon um Kondore zu sehen.

Blick in das Colca-Tal
 Als wir die Reise buchten, dachte ich an einen windigen Ort im Nirgendwo, aber das war völlig naiv von mir. Der Bus hielt an an einer schönen Kirche


und unterhalb von Grabstätten einer prä-Inka-Zivilisation:

Schmaler Einschub im Fels, vermauert und rot markiert
Dann liefen wir noch ein kurzes Stück am Canyon entlang bis zu den Aussichtsplattformen. Gegenüber ist eine Wand ohne Pfad, an der immer mal wieder Touristen verunfallen. Letztes Jahr auch ein junger Peruaner, der mit einer Kommilitonin, aber ohne Wanderführer unterwegs war. Seinen Körper hat man nach sechs Monaten gefunden, seine Schuhe fehlten und seine Freundin -die nach wenigen Tagen lebend gefunden wurde- konnte auch nur erklären, dass sie sich verstiegen hätten und er alleine nach dem Weg gesucht habe. Die traurige Geschichte wird immer wieder von der Presse aufgegriffen, vor allem, da der Vater des Jungen behauptet, die junge Frau hätte etwas mit seinem Tod zu tun.

Seht ihr, wo der Pfad endet? Links davon wurde die junge Frau gefunden

Hier das Prachtbild eines Kondors:


Aber ich dachte, da würden ganze Schwärme zirkeln. Der Führer sagte, es sei nicht die optimale Jahreszeit, aber ich vermute, die vielen Touristen, die Busse und die Andenkenstände, die ihr euch ü-ber-all dazudenken müsst, haben die Tiere vertrieben.

Straße, Toilettenhäuschen, Andenkenverkäuferinnen in schöner Tracht

Im Bus gestrickt: Zwei Reihen

Heute sind wir mit einem kleinen Bus von Arequipa zur Colca-Schlucht gefahren. Hier ist Ende des Sommers, d.h. die Flüsse sind voll Gletscherwasser und es ist noch kühl, regnerisch und bedeckt. Aber das satte Grün und die Kühle sind nach dem Staub und der feuchten Hitze von Lima eine Erholung. Bloß die Haut will wieder Lippenpflegestifte und eingecremt werden.

Lamas auf der Pampa; endlich habe ich mal verstanden, wie man Lamas und Alpakas unterscheidet

In Lima gibt es nur chice Zierblumen, nicht gemeines Wachstum wie hier

Letzer Stopp vor dem Colca-Canyon und eine weitere Möglichkeit, günstige und bunte Andenken zu erwerben

Einfaches Haus in Chivay; der Straßenname ist mit Kreide aufgemalt. Der Pfeil bedeutet: In beide Richtungen befahrbar

Grauer Himmel, viel Grün - wie in Dtld halt :-)
 Bei den vielen Stunden im Bus hätte frau eigentlich Fortschritte bei den Socken machen können, aber nichts da, habe nur zwei Reihen gestrickt. Ich glaube, mir passen die Stahlnadeln nicht, Bambus fühlt sich schöner an.



Warum ich mit Michell gestern nicht zufrieden war, ist mir jetzt klar geworden: Ich dachte, ich könnte dort ein super Schnäppchen machen und dem war nicht so.


Samstag, 17. März 2012

Michell-Haus in Arequipa

Michell ist einer der großen Alpaca-Produzenten Perus mit mehreren Marken. Das Hauptgeschäft ist wohl die Belieferung von Kleidungsproduzenten in Europa und den Vereinigten Staaten mit Garnen auf Konen. Die Firma hat aber auch eine Reihe von Läden für eigene Kleidermarken jeweils in den edlen Einkaufszentren Limas, stellt auch Strickgarne her und unterhält das Projekt Mirasol, das die Ausbildung der Kinder der Alpaca-Bauern unterstützt.

Schönes Haus im Kolonial-Stil
Dieses Projekt wird im Michell-Haus nicht präsentiert. In ihm ist ein Geschäft mit edler Alpaca-Mode und ein wenig Garn; z.B. 50g Alpaca Silk für 25 Soles, das sind im Moment ca 7,12 Euro.
Hinter dem Haus sind eine kleine Weide mit Tieren, eine Schauwerkstatt mit drei Arbeiterinnen, die Wolle sortieren und weben, ein Café mit Garten und eine Ausstellung von historischen Alpaca-Verarbeitungsmaschinen.

In den Schälchen im Vordergrund ist das, was von Hand aus den Vliesen sortiert wird: längere Haar, Pflanzenstückchen und Erde

Pflanzliche Farben und ihr Ergebnis

Gesponnene und gefärbte Wolle


Maschinenhalle
Wir waren die einzigen Besucher und eigentlich war es sehr interessant, aber vor Begeisterung übersprudeln kann ich doch nicht.
Ich habe tatsächlich kein Garn gekauft (mein Mann hat jedoch einen tollen Schal bekommen) und Fasern gab es leider nicht zu kaufen. Das Interessanteste, was ich gelernt habe ist, dass ich ungewaschene, unkardierte Wolle eklig finde, ich wollte die nicht anfassen. Wahrscheinlich werde ich nie jemand, der von der Locke spinnt. Ist doch auch eine Erkenntnis, oder?

Freitag, 16. März 2012

Nähfragezeichen Nr. 32 fragt nach (Knoten-)Kleidern

Meike von crafteln fragt heute
Warum ausgerechnet (Knoten-)kleider?
Beim MMM ist es nicht zu übersehen. Hobbyschneiderinnen lieben es, Kleider zu nähen. Warum eigentlich? Was ist dran am Kleid (im Allgemeinen) und (im Speziellen) am Knotenkleid?

Wenn ich die tollen Kleider sehe, die beim MMM erscheinen, will ich sofort auch eins nähen. Sie sehen so weiblich und sophisticated aus. Aber ich habe noch nie ein einteiliges Kleid genäht, höchstens Röcke mit passenden Oberteilen. Aus praktischen Gründen glaube ich, denn ein Kleid kann ich nur einmal anziehen, dann ist schon wieder waschen und bügeln angesagt. Meine Kaufkleider hängen oft monatelang ungetragen im Schrank. Für dieses Jahr habe ich mir jedoch vorgenommen, von den einfachen Röcken zum chicen Kleid fortzuschreiten.

Wir haben heute unser Haus in Lima dem Vermieter übergeben und sind nach Arequipa, die Wollhauptstadt Perus geflogen. Morgen besuchen wir das kleine Museum der Firma Michell. Ich will keine Wolle kaufen, aber falls es Fasern zum Spinnen gibt, werde ich zuschlagen!

Das Frühlingsjäckchen ist nicht dabei, der kleine Koffer war schon voll. Aber das Sockenstrickzeug musste mit; eine guter Entschluss, denn hier ist es zwar tagsüber sonnig und warm, aber nachts eisig kalt und ich bin bei einem Paar Toe-up-Socken schon am Schaft. Ich stricke beide parallel, damit sie gleichzeitig fertig werden :-).

Sonntag, 29. Januar 2012

Ohne Wolle aus dem September-Urlaub zurück (erst im Januar veröffentlicht)

Wir hatten vom hiesigen Winter genug und wollten noch mehr von Peru sehen, so dass wir für knapp drei Wochen eine Rundreise mit Flieger, Leihauto und Überlandbus in den Norden Perus unternommen haben.
Wir waren in allen drei Landesteilen, die jedes Schulkind nennen können muss: Costa (Küste), Sierra (Hochland) und Selva (Amazonas-Urwald). Woll-Verarbeitung gibt es nur im Hochland. Ich habe mehrere
Frauen gesehen, die Gehen mit einer Fussspindel spannen, bzw. gekauftes Garn stärker verzwirnten.
Ich nehme an, zum Häkeln oder Weben, denn ich sah kaum jemanden stricken, aber viele Frauen (nie Männer) allein oder zu mehreren am Straßenrand sitzen und häkeln. Meist fröhliche, bunte Kissenbezüge oder Schals.
Aus dem Auto heraus fotografiert

Der vordere Teil des Webstuhls ist am zweiten Hausbalken eingehängt

Verkaufstheke für Handarbeiten in einem Restaurant - Gehäkeltes verziert auch den Sitz des Stuhls
 Ich hätte gerne etwas gekauft, denn die Armut war stets fühlbar. Aber ich konnte mich auch nicht überwinden, etwas zu erstehen, was mir eigentlich nicht gefällt. Wir haben nach Spinnfasern gefragt, aber es gab keine zu verkaufen.