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Sonntag, 16. Oktober 2022

Urlaub war (Enthält Werbung, für die ich aber keinen Gegenwert bekomme)

 Der Urlaub ist bereits vier Wochen her, also praktisch schon Historie. Die nächsten Ferien sind für nach Weihnachten geplant und als besonderes Schmankerl wird am 31. Oktober von meinem Arbeitgeber ein Zwangsurlaubstag zum Energiesparen angeordnet - ich kann nicht sagen, dass ich traurig bin :-). Mehr Zeit und Muße zum Stricken, Nähen und Rumbasteln.

Im Urlaub wurde am Strand gestrickt, wie üblich ein unkompliziertes Dreiecktuch. Weil ich inzwischen zuviele habe, wird es auf dem nächsten Flohmarkt verkauft, wie auch ein paar seiner Brüder. Das hat mich allerdings in Bologna nicht davon abgehalten, einen neuen Bobbel für ein weiteres Tuch als Andenken zu erstehen:

Das Wollgeschäft ist übrigens einen langen Besuch wert. Geführt wird es von einer sehr, sehr alten, sachkundigen Dame, deren ähnlich betagte Freundinnen sie dort zum Quatschen besuchen. Im Laden ist ein mit Garn dekorierter Pfau aus Metallgestänge, sehr schön und pfiffig gemacht. Das Foto von ihm ist leider weg.

Ansonsten bin ich beim Fitted Jacket aus dem Malabrigo Rios, Farbe Ravelry Red wieder am Verzweifeln. Nachdem ich das erste Vorderteil fast fertig habe, ist mir immer noch nicht klar, wie das mit dem Kragen gemeint ist. Zuwenig Garn habe ich auch und da ich die Kragenkonstruktion nicht verstehe, kommt das mit der zweiten Farbe auch nicht so hin, wie ich dachte....

Weil es demnächst wirklich kälter wird (#strickenwegenPutin) habe ich zum Trost einen Raglan von oben-Pulli angefangen aus einem Garn, das ich schon vor zehn Jahren bei einer alternativen Pflanzenfärberei in Peru gekauft hatte. Raglan von oben, weil es die garnsparenste Technik ist, Pulli aus dem gleichen Grund. Ich richte mich dabei nach Ann Budds The Knitters Handy Book of Top-down Sweaters. Macht großen Spaß, denn es ist ganz samtiges Dochtgarn, unregelmäßig gesponnen - das wird sicher super warm.

Dazwischen mache ich noch Kleinkram, der mir so nebenbei einfällt (Verband für ausfransendes Veloschloss):

"Verband" für ein ausfransendes Veloschloss


Habe ich eigentlich schon erzählt, dass ich den nächsten Schritt gegangen bin und nach mir nach über vierzig Jahren Näherfahrung die erste Overlockmaschine gekauft habe? Ist ein Einsteigermodell, das ich über einen Handarbeitsversender erstanden habe. Ich dachte, die müssten ja wissen, was etwas taugt. Naja, leider kommt das Modell ohne Auffangschale und frau kann sie auch nicht nachbestellen. Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden.

Ich habe sie gekauft, um passende T-Shirts und Bodys zum Tanzen zu nähen und weil bei der Geburtstags-Jogginghose für den Liebsten die zickzack genähten Nähte aufgingen.
Den ersten Probe-Body habe ich aus einem Probe-T-Shirt und einem Probe-Slip zusammengeschustert und er passt überraschend gut und sieht gut aus. Die nächsten Exemplare werden jedoch mit einem richtigen Schnitt und aus speziell bestelltem Stoff entstehen.

Sonntag, 21. Juli 2019

Tücher wie Engelsflügel

Eine Minute, nachdem ich beim letzten Posting Veröffentlichen geklickt hatte, habe ich endlich die beiden Tücher fertig gestellt. Und am nächsten Tag den Henkel für die Badematte genäht.



Garn aus einem Wollgeschäft vor Ort, das den Charme von Aladins Schatzkammer besitzt; einige Fäden Baumwolle, einige Wolle. Perfekt für jede Gelegenheit, Sonnenschutz oder Windschutz und ein bisschen Wärme - auf jeden Fall schön!



 Aus einem Knäuel Cotton degradé von Rico. Passt zu meiner weißen Lederjacke und zur Jeansjacke und zu weißen Oberteilen und macht sportliche Oberteile weiblicher. Einfach super.
Beide Tücher sind riesig, haben aber praktisch kein Volumen und wenig Gewicht.



Henkel für die Badematte. Damit lässt sie sich wie ein Pfeileköcher schräg über dem Rücken tragen und verstopft nicht die ohnehin volle Badetasche - was ich immer mit mir rumtrage.....

Und was mache ich jetzt? Tugendhaft häkle ich am ersten Ärmel der schon einige Male wieder neu angefangenen Jacke aus weißem Cotton-Merino weiter.
Weiterhin gibt es ein weiteres Dreiecktuch aus blauem, getüpfeltem Baumwollgarn - passend für dunkelblaue Baumwolljacken.
Und eins aus den Resten des Andengarns, aus dem ich eine bunte Jacke gemacht hatte, die ohne Tragen direkt bei der Kleiderkammer landete.

Montag, 18. Februar 2019

Weiterhin Schals und Tücher und gute Pläne

Weiterhin tut sich hier nicht viel.
Über das Wochenende habe ich dicke Wollsocken gestopft, bevor es endgültig zu warm für sie wird und ich sie in den Müll gebe.
Ansonsten stricke ich ein weißes Dreieckstuch aus der speziell zusammengestellten Baumwoll-/Wollmischung vom Wollgeschäft am Theater. Schal für meinen Vater ist ja fertig.
Für das Frühjahr könnte ich gut noch eine Jacke fertig nähen, die ich schon vor Jahren angefangen habe. Da mein Gewicht weiter nach unten geht, wird sie demnächst vermutlich perfekt sitzen.
Wobei fertig ein dehnbarer Begriff ist. Ich habe nämlich ein Ärmelteil seitenverkehrt zugeschnitten und nicht mehr genug Stoff, um es ohne Naht aus den Resten heraus zu bekommen. An dem Punkt hatte ich vor Jahren alles sorgfältig verpackt und zur Seite gelegt. Nun habe ich Lust, die Jacke fertig zu machen.
Vor dem Futter graust es mir ein wenig, das habe ich in meiner gesamten Nähkarriere bisher umgangen. Vorher werde ich mir ungefähr zehn analoge und digitale Anleitungen ansehen, dann klappt das schon!
Die UFO-Strick-Jacken aus der letzten Zeit habe ich auch gestern rausgekramt und zur Beurteilung ausgelegt. Da wird demnächst auch einiges abgeschlossen. Fotos folgen. Vielleicht.


Dienstag, 5. Februar 2019

Kurz vor Frühling und ich bei Schals und Tüchern

Kürzlich hatte ich einen unangenehmen grippalen Infekt und hing ziemlich durch, deshalb die lange Pause.
Inzwischen habe ich die Stirnbänder vom letzten Mal noch verbessert. Sie lotterten nämlich, rutschten runter und hielten null warm. Kommentar meines Strick-Guru (=Leiterin des Wolle Rödel in Freiburg): "Häkeln ist halt nicht so elastisch wie Stricken". Gut, dass fast neben dem Rödel ein Stoffgeschäft ist, dort habe ich mir eine kleine Menge Fleece gekauft und die Bänder damit passgenau gefüttert. Nun sitzen sie perfekt und sind kuschlig warm.

Ansonsten habe ich einen Schal für meinen Vater angefangen. Grau hat er sich gewünscht und im Wollgeschäft in Bad Krozingen gab es eine wunderbare Qualität von Katia. Glatt wie Seide und aus Poly, das nicht filzen wird, wenn er den Schal auch unrasiert und zum Schlafen trägt.
Ganz konventionell habe ich ihn mit Vollpatent angefangen, aber die blockigen Abschnitte des Farbverlaufgarns erschienen mir zu spießig und ich habe umgeswitcht und stricke jetzt quer.
Als ich es Vater und Stiefmutter zeigte war klar, dass ihnen die erste Ausführung besser gefallen hat....

Erste Ausführung (fraß Garn wie verrückt)
Macht mehr Spaß
Danach ist ein Tuch für die Stiefmutter fällig und leider, leider bin ich heute bei diesem wunderbaren Wollgeschäft am Freiburger Stadttheater vorbei gekommen und habe die selbst gewickelten Farbverlaufsgarne angeschmachtet. Dieser Laden macht das schon seit 20 Jahren (hat der Inhaber gesagt), lange bevor die Farbverlaufsgarne so in Mode kamen. Prompt habe ich einen melierten Knäuel in verschiedenen Weiß-Tönen für ein Frühjahrstuch für mich bestellt. Freue mich schon!

Freitag, 4. Januar 2019

Neues Jahr - nicht so viel Neues

Inzwischen habe ich nicht nur einen Schal für meinen Vater in der Schlange, sondern auch noch ein Dreiecktuch für meine Stiefmutter - die übrigens selbst stricken kann. Meine eigenen Projekte kann ich erst mal hinten anstellen. Naja, ich bin dankbar, dass es sie gibt und sie sich um meinen Vater kümmert. Jedenfalls bin ich beim vierten und letzten Knäuel des Tuchs für die spanische Freundin und es ist erstaunlich, wie sich eine liebe Tätigkeit bald wie Pflicht anfühlt, wenn ich erst beim zweiten von vier Schals für Andere bin.

An der Nähmaschine habe ich Sachen angefangen, aber noch nichts fertig gebracht: An der Haube für die Maschine weitergemacht, sie wird auch aus dem Kissenstoff.
Und eine weite Yoga-Hose angefangen, enger zu nähen und Bündchen an die Knöchel. Ich wollte auch jeden Zentimeter nutzen und habe die Overlock-Naht am Saum aufgetrennt - ein elendes Gepfriemel!

Vor Weihnachten habe ich mit einer Abnehm-App angefangen, meine Mahlzeiten etc. zu tracken und da lassen sich auch die Körpermaße eingeben. Weil ich mich also eh vermessen wollte habe ich mir die Golden-Pattern-Schnitte, die ich besitze, mal wieder angeschaut und mir überlegt, eine 42cm-Stoffpuppe mit meinen Maßen zu nähen. Dafür habe ich mir noch den Bodysuit-Schnitt von golden-pattern.de gekauft.
Das erfordert erstmal ein  wenig Geduld und Ausprobieren und ich frage mich, warum ich nicht mit einer einfachen Stoffpuppe nach dem schon vorhanden Vogue-Schnittmuster anfange. Nee, ist nicht, ich will schnell das Endprodukt, keine Probemodelle!
Ich mich also sorgfältig vermessen (die Filzstift-Marker habe ich weiterhin auf der Haut), alles auf eine Körpergröße von 42,5 cm umgerechnet, eingetragen und mal ausgedruckt:


Links ist die Vorlage für die Körperrückseite, rechts für die Vorderseite und die Raute ist für einen Zwickel im Schritt gedacht. Die Paddel unten sind die Füße.
Beim Bodysuit-Schnitt lässt sich einstellen, wieviel Elastik der Stoff haben wird und ich habe 50% genommen. Dadurch ist der Schnitt viel zu gestaucht geraten, ich habe im Verhältnis längere Beine und einen kürzeren Oberkörper. Oder ich habe mich beim eintragen vertan... Echt spannend, den eigenen Körper aus dieser Perspektive zu sehen.
Fortsetzung folgt.

Samstag, 15. Dezember 2018

Neues Dreieck-Tuch angefangen (augenroll)

Eine liebe Bekannte hat mir als Weihnachtsgeschenk selbst hergestellten Schmuck angekündigt, so dass ich schwupp vier Knäuel Glitzergarn gekauft und ein weiteres Dreieck-Tuch als Geschenk für sie angefangen habe.
Ich könnte die in einem fort stricken....

Vor Weihnachten wird das nicht fertig. Gut, dass in Spanien Bescherung traditionell an Drei-Könige ist.

Ansonsten habe ich mir ja beigen Stoff für einen Puppenkörper bestellt, aber will die kleine Puppenjacke vor allem fertig häkeln, um das Ärmel einhäkeln auszuprobieren.

Ach ja, und die Kissen habe ich fertig gemacht. Mit purem Azeton ließ sich der Textilkleber einigermaßen lösen, so dass die RVs funktionierten. Ich gucke nicht so genau auf den ruinierten Stoff, denn eigentlich bin ich von den Farben doch enttäuscht und werde mir den Traum-Stoff noch kaufen, wenn er mir begegnet. Dann gebe ich mir mehr Mühe und nähe auch Kedern ein.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Textilkleber hat eine fadenähnliche Struktur, wenn .....

.... ein Reißverschluss verklebt wird.
Ich hatte endlich mit den Kissen aus dem Gobelin-Stoff angefangen und für die Reißverschlüsse eine schon oft bewährte Technik genutzt: Mit weiten Stichen die Naht nähen, die der RV mal verschließen soll und die Nahtzugaben auseinander bügeln. Die Nahtzugaben mit Klebstoff einstreichen und den RV mit den Zähnchen nach unten drauf kleben. Beschweren, trocknen lassen und RV einnähen. Hilfsnaht auftrennen und sich freuen.
Blöd nur, dass ich diesmal nicht den Papier-Klebestift genommen habe sondern den Textilkleber, auf dem stand, dass er sich auswaschen lässt. Stimmt vermutlich, aber ich habe wohl zu großzügig aufgetragen und jetzt sind die Reißverschlüsse ziemlich verklebt:
Habe die Stücke natürlich erstmal gewaschen. Hat keinen Unterschied gemacht. In den Haushaltsportalen steht, dass der Kleber sich mit Azeton löst. Ich also ein kleines Fläschen Nagellackentferner mit Azeton gekauft und mit einer feinen Spritze drauf getan. Dran rumgeprokelt und wieder gewaschen. Heiß diesmal.


So sieht eins der Kissen aus, an das andere habe ich mich noch nicht dran getraut. Aber von Auflösen ist weiterhin nichts in Sicht. Vielleicht probiere ich es noch mit purem Azeton, bevor ich den Stoff völlig zerstöre.

Wenigstens habe ich das Tuch für meine Sachbearbeiterin heute fertig bekommen. Jetzt darf ich wieder am Probe-Cardigan in Puppengröße weitermachen und an einem chicen Schulterwärmer, den ich an Silvester tragen möchte. Großartig!


Sonntag, 28. Oktober 2018

Nichts Großes, aber immerhin

Hier ist das Rad der Jahreszeiten in zwei Wochen über den Herbst hinweg gerollt und im Winter gelandet. Übergangsjacke und Baumwolltücher hatte ich kurz an und nun sind sie schon wieder zu kalt.
Plötzlich stand es an, zumindest eine der angefangenen Mützen fertig zu machen. Die hier geht am schnellsten:

Set von Rico über Wolle Rödel
Mache ich gleich fertig und freue mich schon! Aber ob ich die Steinchen wirklich annähe??


Beim Tuch für die nette Sachbearbeiterin geht es auch voran, aber ich weiß, dass es später immer zäher wird:


Nach langer Zeit habe ich mir mal wieder einen Stoff gekauft. Eigentlich war ja geplant, bis zum Holländischen Stoffmarkt nächstes Wochenende zu warten, aber das klappte doch nicht. Ich kann ja -ganz unverbindlich- trotzdem hingehen...





Daraus werden Hüllen für fette Rückenkissen, die aus einem Bett ein Sofa machen. Der Stoff ist ein Schnäppchen von Amazon und ich bin nicht sicher, ob die Bestellung ein Fehler war, denn der Stoff war schon gewaschen und roch durchdringend nach Waschmittel und ein wenig nach Industrieöl. Nach einem Waschgang hier ist der Ölgeruch nicht verschwunden, nur dass es jetzt nach meinem Waschmittel riecht. Naja, anscheinend ist Glasreiniger mit seinem hohen Alkoholgehalt eine gute Möglichkeit, alte Gerüche zu entfernen. Das probiere ich als nächstes und ansonsten ignoriere ich den Geruch.




Donnerstag, 16. August 2018

Wieder da - oder noch?

Im Mai habe ich den Blog abgestellt, weil Google keinen Hinweis auf die neue Datenschutzgrundverordnung anbot. Inzwischen hat es das nachgeholt und ich freue mich, wieder schreiben zu können - es hat mir doch sehr gefehlt!
Wie immer kann ich nun nicht behaupten, dass sich seit Mai unglaublich viel getan hätte, aber hier sind ein paar Fotos:

Sommertuch aus einem Baumwoll-Bobbel von Wolle-Rödel. Sieht hier groß aus, knuddelt aber sehr zusammen und sieht dann um den Hals klein und schäbig aus. Muss also den ganzen Knäuel verstricken, damit es nach was aussieht.




Chanel-Jacke: Die Fotos sind auch schon wieder zwei Wochen alt; inzwischen ist der rückwärtige Ausschnitt höher  und die Schultern gleich lang gehäkelt worden. Ich bin am ersten Ärmel, aber der wird gerade zu eng, hat sich heute herausgestellt. Das Ausrechnen mit der Software hat leider nicht so richtig geklappt und ich bin ziemlich genervt. Eigentlich würde ich den auch gerne direkt anhäkeln, finde aber keine Anleitung dafür. Und vielleicht sieht es auch nicht gut aus?
 



 Drift-Cardigan: Der Leib ist fast fertig, bis auf den Fehler mit der falsch geneigten Schulterschräge beim rechten Vorderteil. GöttinseiDank nur ein kleines Problem. Danach werden die Schulternähte geschlossen und nach Barbara G. Walkers Methode aus Knitting from the Top die Ärmel angestrickt. Freue mich schon darauf!


Mittwoch, 28. März 2018

Farbverlaufsgarn färben mit Ostereier-Farben im Slow Cooker

Beim Stöbern auf Pinterest und Youtube bin ich letzte Woche auf das Färben mit Ostereierfarben im Kochtopf gestossen. Bestechend, dass das Lebensmittelfarben sind, frau also nicht erst im Keller die Färbe-Ausrüstung zusammensuchen muss!
Bin gleich in den Drogeriemarkt gegangen und habe Farben besorgt.

 
Bei der oberen Express-Sorte gefiel mir, dass es Pflanzenfarben sind, das schien zu meiner naturfarbenen, selbst gesponnen Texel-Wolle zu passen und das Ergebnis sehr naturverbunden werden zu lassen. Zwei fette Cakes hatte ich noch und habe einen in Apfelessig beizen lassen und dann in den Slow Cooker gesetzt.

Der umgekehrte Deckel soll sanft runterdrücken


In die Mitte des Cakes kamen ein paar blaue Farbtabletten von den Kaltfarben unten im Foto, nördlich und südlich davon je eine rote und westlich und östlich je eine gelbe.

Leider, leider verlief es danach nicht mehr nach Plan. Hauptsächlich, weil ich mittendrin dachte, ich sollte mal auf den Cake drücken, damit er sich auch wirklich ganz vollsaugt. Das hat aber leider die blaue Farbe aus der Mitte rausgespotzt und die Farbe wurde ein fast durchgehendes fahles Grün. Trotz Kaltfarbe habe ich natürlich den Cooker ein Stunde warm laufen lassen, so dass sich die Farben auch schön miteinander vermischen konnten....

Enttäuscht und entmutigt habe ich dann den zweiten, auch gebeizten Cake mit dem Blau, dem Gelb und dem Grün aus den Express-Pflanzenfarben gefärbt. Die Farbe kommt flüssig in einer kleinen Kammer, damit hätte ein Farbverlauf eh nicht richtig funktioniert. Diese Färbung ist viel leuchtender geworden, aber auch nicht tragbarer für mich.

Im Vordergrund die Kaltfarben, im Hintergrund die Express-Farben
Probiere ich das nochmal? Erstmal nicht. Und was mache ich jetzt aus der Wolle? Im Zweifelsfall wieder ein einfaches Dreiecktuch aus abwechselnd eine Reihe leuchtend, eine Reihe fahl. Und das gebe ich dann an die Kleiderstube.

Die Färberei macht Spaß, aber die Ergebnisse überzeugen selten so wirklich, finde ich. Und das habe ich schon bei den Youtube-Videos gedacht. Jetzt verstehe ich auch, warum da hauptsächlich Sockengarn gefärbt wird: Schliesslich muss das Ergebnis nicht perfekt oder auch nur halbwegs schön sein. Sieht eh niemand in den Schuhen. Nur doof, dass ich nicht so unglaublich gerne Socken stricke. Aber vielleicht aus diesem Garn Socken und doch kein Tuch? Auf jeden Fall würden Socken schnell fertig und sehr warm.

À propos: Das erste gesprenkelte Tuch ist fast fertig und ich finde es perfekt! Nichts mit Kleiderstube!
Vier Knäuel Rico Fashion Colour Pop à € 2,49 - was will frau mehr?  Der Katze gefällt es auch


Sonntag, 18. März 2018

Der Zauber bunter Farben....

.... läßt mich meistens völlig kalt: Wenn ich bei Ravelry mit Farbverlaufsgarn umgesetzte Projekte sehe, gefallen sie mir seltenst besser als die unifarbenen Projekte.
Aber diese Woche hat es mich mal wieder die Faszination gepackt: Für drei neu gekaufte Baumwolljäckchen in Frühlingsfarben braucht es passende Tücher und im Wollgeschäft meines Vertrauens empfahl Elena mir die Rico Fashion Colour Pop - seitdem stricke ich wie besessen.


Und weil das Garn von 3,69 auf 2,50 reduziert ist, durften noch ein paar Knäuel passend zur hellgelben Jacke gekauft werden:

Beides werden meine Standard-Dreieckstücher - Nr. 4 und Nr. 5 - in kraus rechts mit Zacken, die aus den Zunahmen entstehen.

Und sonst: Das Sandwich Bag mit dem Hotelkissen-Verschluss ist ein völliger Reinfall. Fettige Inhalte fetten beim Benutzen auch die äußere Baumwolle ein. Was eigentlich vorauszusehen war....

Ansonsten machen die fast fertigen Baumwoll-Jäckchen wegen fehlender Motivation keine Fortschritte, denn hier ist der Winter zurückgekehrt:



Samstag, 10. Februar 2018

Mehr Basteln als Nähen

Schon vor mehreren Tagen habe ich ein Foto vom Fortschritt des Lucy in the Sky-Cardigans gemacht und wollte über das Temperature Blanket schreiben, aber ich musste für vier Tests lernen und hatte keinen Kopf für Hobbies. Dann wurde helles Blau gebraucht für Temperaturen unter vier Grad und aus unerfindlichen Gründen waren keine Knäule mehr da und ich musste auf die Nachbestellung warten. Jetzt geht es endlich weiter:

Sorry, Foto war vorher falsch

Inzwischen bin ich mir sicher, dass ich das Teil bis zu einer schönen Größe mit einem passenden Verhältnis von Breite zu Länge häkeln werde und das könnte länger als ein Jahr werden. Egal! Ich möchte mich zukünftig viel bunter einrichten und dazu passt diese Decke ganz wunderbar.

Das alte Bild des Lucy in the Sky-Cardigans ist verschwunden, aber ich bin mittlerweile dabei, schon den zweiten Ärmel vom Ellenbogen zum Handgelenk hin runter zu stricken. Lange kann es nicht mehr dauern. Dann noch die Naht unter den Achseln und fertig. Weil die Knöpfe mit eingestrickt sind, ist dann nichts mehr zu tun. Foto folgt.

Beim rosa Schal hat sich nichts mehr getan, aber das wird auch wieder besser; spätestens wenn es wärmer wird.


Heute saß ich an der Nähmaschine und habe überlegt, warum ich so viel Mühe darauf verwende, eine Jeggings von Tchibo passend zu machen: Von der Konfektionsgrüße her sollte sie mir eigentlich zu weit sein, aber da ich größer bin als die Norm, zwickt mir der Saum an den Waden und die Weite in den Oberschenkeln passt einfach nicht. Taille und Hüfte sind eher zu weit.
Das zweite Exemplar hatte ich durch Auftrennen der Ziernähte schon etwas weiter in den Beinen gemacht und bei diesem will ich einen Seitenstreifen aus Kunstleder von der Taille bis zu den Hosensäumen einfügen. Beide Ideen kommen von Pinterest, wo ich Stunden mit dem Finden guter Ideen verbringen kann. (Kein Wunder, dass die Zeit für die Umsetzung manchmal fehlt...)
Und warum nehme ich nicht ein Stöffchen aus dem Vorrat und nähe mir von Grund auf und nach den Videokursen von Makerist eine passende Hose??? Weil ich zu sparsam bin, meine kostbaren Stoffe für ein großes Experiment einzusetzen. Die 18 Euro für die Tchibo-Hose wiederum sind schon abgeschrieben und wenn nichts Tolles draus wird, ist es nicht so schlimm. Es kann ja auch nur besser werden.


Hier wird das aufgetrennte Hosenbein mit Baumwollband verlängert und später an der untersten Knicklinie gefaltet. Auf die nächste Knicklinie kommt die Saumnaht und auf die alte Saumnaht mit den Stichlöchern eine Ziernaht. Sieht dann ziemlich akzeptabel aus und schenkt mir dringend benötigte 2,5 Zentimeter.

Samstag, 20. Januar 2018

Mindless knitting

Der Frühling kommt demnächst und zwei Wolle-Baumwolle-Jäckchen, die für die Übergangszeit perfekt wären, sind zu 80% fertig. Beim Büro-Cardigan aus demselben Material rutschen die Knöpfchen immer aus dem Gestrick, so dass ich die Knopfleiste auf der linken Seite zunähen möchte. Beim Lucy in the Sky-Cardigan, auch aus Wolle-Baumwolle-Mischung habe ich die Knopfleisten-Naht schon zweimal neu gemacht und bin jetzt beim dritten Mal. Ich müsste mir also vier Sachen vornehmen, dann hätte ich die perfekte Frühjahrsgarderobe. Tue ich es? Nö. Stattdessen habe ich mir einen Bobbel Creative Cotton Dégradé von Rico geholt und stricke das x-te Dreiecktuch:


Mindless knitting ohne Frust. Nebenbei quatschen, Hörbuch hören, Dozentin zuhören, Film streamen. Einfach perfekt. Und das vorherige Tuch trage ich die ganze Zeit. Passt nämlich zu allem, genau wie das Stricken von diesem!

Montag, 1. Januar 2018

Übergänge

 Frohes Neues Jahr!!!

Nachdem Ende September mein ganzes Leben umgewirbelt wurde, hatte ich eine Weile keinen Nerv zum Handarbeiten und habe mich in Büchern vergraben. Durch den Einfluss einer häkelnden Mitschülerin (danke, Sandra) habe aber doch zumindest eine Mütze gehäkelt und und inzwischen ein paar Projekte fertig gestellt oder weiter gemacht:

Mit einem Fleece-Streifen gefüttert, Bommel fehlt noch -
sieht auf meinem Kopf besser aus :-)


Tuch zur Mütze; vielleicht kommt noch ein Bommel an die Spitze

Schon ewig fertig, bloß die Knöpfe fehlten noch.
Damals hatte ich die noch nicht gleich mit eingestrickt.


Corinne: Leider super empfindliches Garn, das nirgends hängen bleiben darf.
Auch hier fehlten nur noch die Knöpfe.



Frau Pauli: Wird demnächst gespendet: Trägt auf, Strich ist vorne
und hinten unterschiedlich, ist einfach unkleidsam.


Hatte schon geahnt, dass das nichts wird und die Bündchen eines zu klein gewaschenen
Cardigans recycelt, anstatt Geld auszugeben.

Noch eine Mütze, hier aus dem seidigen Big 100 von Rico. Bommel fehlt noch.
Innen mit eingehäkeltem Hutgummi rutschfest gemacht - oder es zumindest versucht....



Temperature Blanket. Noch ein paar Reihen mit Temperaturen vom Januar
und Februar 2017, dann schließe ich es ab. Quer ist groß und schwer genug.


Lucy in the Sky. Bündchen im Nacken muss noch mal neu gemacht werden
und die Ärmel mit dem restlichen Garn runtergestrickt werden.


Montag, 6. Februar 2017

Kleiner Kurswechsel

Bei dem Temperature Blanket hätte ich nur noch eine Woche je morgens und abends eine Reihe häkeln müssen, dann hätte ich den über die Weihnachtszeit aufgestauten Rückstand aufgearbeitet gehabt. Bei mehr als zwei Reihen à 230 Maschen am Tag droht mein rechter Arm mit Tennisarm, schneller war also nicht möglich. Aber eines Morgens war plötzlich komplett die Luft raus und das ganze Projekt war mir völlig gleichgültig. Der Ablauf der Farben gefällt mir und fasziniert mich weiterhin, aber ich muss gestehen, dass das Teil für eine Decke schon ziemlich schwer werden wird und eher für einen Wandbehang an der kältesten Außenwand der Wohnung geeignet ist.

Ich war dann ziemlich ratlos und habe am grünen Tuch weiter gestrickt, was durch die sich ständig ändernde Wolle endlos faszinierend ist. Im Moment bin ich allerdings bei den letzten Metern und bereits ein Stückchen weiter als auf diesem Foto:




Es gibt einige viele abzuschließende Projekte, aber nichts, was wirklich benötigt würde (was sagt das über mich als Handarbeitende aus??), bis auf..... ein Geburtstagsgeschenk für den Lieben Mann!
Und da er Ende März Geburtstag hat, wird es schon langsam eng. Ich also gestern die Strickvorlagenbücher gestapelt und durchgesehen. Aber er möchte das gleiche Muster wie seine gekauften Strickjacken haben und mein Geschenk vom letzten Jahr: Breite Rippen, von denen jede zweite Rippe locker gezopft ist. Diesmal ein Pulli, keine Jacke - hurra.
Mit der Schnäppchenwolle von La Gomera habe ich eine Maschenprobe gemacht und leider, leider, ist sie tatsächlich ziemlich von Motten angefressen:

Rückseite: Soviele Unterbrechungen nur in der Maschenprobe


Von vorne. Natürlich nicht farbgerecht

Motten sind keine mehr drin; wie berichtet, habe ich die Knäuel ja einzeln in Stricksocken getan, sich im Waschbecken vollsaugen lassen und dann im Wollwaschgang der Waschmaschine gewaschen.
Aber ich schrecke schon ein wenig vor dem Anschlagen der 280 Maschen für das Bündchen zurück, denn ich werde vorher ein genügend langes Stück Garn ohne Fehler abwickeln müssen und befürchte, dass ich dann komplett desillusioniert werde und den Kauf bereue.
Habe aber  mit dem großartigen Strickrechner von www.fully-fashioned.net die Anleitung ausgerechnet und werde mutig anfangen, sobald ich hier den Button Veröffentlichen gedrückt habe!

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Nur Kleinkram


Letzte Woche erzählte mir eine Kollegin aus der Fußpflegepraxis, wo ich meine Ausbildung mache, wie sie am WE genäht hat und ich habe mich gefragt,wie sie das macht: Sie arbeitet Teilzeit als Angestellte, hat eine eigene kleine Praxis, plus Mann, Schulkind und zwei Katzen. Trotzdem schafft sie es, sich an die Nähmaschine zu setzen. Aber vielleicht macht sie auch nur Kleinkram? Am WE? Naja, ich habe vorletztes WE einen Sugaring-Workshop gemacht und letztes WE einen Lehrgang Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure. Und im Moment lerne ich Chemie. Da bleibt keine Zeit für große Projekte.... Hier die Kleinen:

Gumi in Kaufjeans gezogen. Nützt nix, brauche trotzdem Gürtel.


Hülle für Ersatz-TP-Rolle in unserem Bad aus altem Hemd des Lieben Mannes



Temperature Blanket: Grün für 10-16 Grad Celsius zur Zeit

Eigentlich war geplant, das Tuch unten mit dem farblich passenden Gewand zu STAGES im September in Staufen anzuziehen. Leider habe ich verpeilt, das Gewand fertig zu machen; die Schnürung fehlt noch. Jetzt ruht es auf dem To-Do-Stapel, der mir ungefähr zu den Oberschenkeln geht. War übrigens wieder total nett in Staufen, u.a. weil zwei Spinnerinnen aus Villingen-Schwenningen Vorführungen machten und ihre pflanzengefärbten Garnen zeigten. So leuchtende Farben haben die beiden hinbekommen, total schön! Mir haben sie das Spinnen mit Stöckchen gezeigt. Ich frage mich, wie unsere Vorfahrinnen wohl auf dieses Prinzip gekommen sind:



Kleines Dreiecktuch aus der ersten selbst gefärbten und gesponnenen Wolle, als ich noch keine Ahnung hatte






           

Samstag, 30. April 2016

Der Charme des Unschönen

Das Garn -mein erstes selbst gefärbtes und gesponnenes- gefiel mir nämlich nicht, viel zu herbstlich, ich bin aber "ein Sommer-Typ". Aber ich wollte schon immer einen einfachen Garter Stitch Wrap als Ergänzung zu meiner Mittelalter-Ausstattung haben und dazu passt er perfekt.
Dazu kommt, dass es mindless knitting ist und trotzdem spannend, wie sich das Gestrick entwickelt. Und wenn die Wolle zu Ende geht, ist das Umlegetuch fertig!


Natürlich musste ich auch eine Änderung vornehmen: Die ausgefransten Ränder gefielen mir nicht und so habe ich die letzte Masche jeweils als nette kleine Randmasche rechts abgestrickt und die erste der neuen Reihe stets links. Sieht viel ordentlicher aus!