Sonntag, 27. März 2022

Warmes Jäckchen wegen Putin - zweiter Termin (FJKA)

 Das Stricken dieser Jacke im Rahmen des FJKA macht richtig Spaß und ich bin andauernd dran. Das Muster ist genau richtig: Verleiht etwas Struktur, fordert aber nicht konzentrierte Aufmerksamkeit. Dass das Garn so schmusig weich ist, hatte ich nicht mehr im Kopf.


Inzwischen bin ich schon ein wenig weiter als auf dem Bild: Der erste rote Perlmuttknopf plus Knopfloch sind in die Blende eingestrickt. Die Raglanlinien werden im Moment in jeder 3. Reihe bedient, so dass die Länge im Verhältnis etwas schneller wächst als die Breite und die Ärmel nicht unter den Achseln spannen.
In zehn Reihen sollte ich mit der Passe fertig sein und die Ärmel vom Leib getrennt werden. Dabei habe ich mir vorgenommen, komplett parallel zu stricken, so dass das Garn, ich habe 6 Stränge à 100 Gramm, genau gleichzeitig ausläuft. Wenn Leib und Ärmel dann zu kurz sein sollten, werde ich mit einem anderen Garn und anderen Muster weitermachen.

Sonntag, 13. März 2022

Stricken wegen Putin - deshalb eher ein warmes Jäckchen (FJKA)


 Ich wohne in einem schlecht gedämmten Altbau mit hohen Decken und Gasheizung im Keller. Schöne Kachelöfen sind schon vor langer Zeit rausgerissen worden - sehr schade. Die steigenden Energiepreise machen mir Sorgen und so habe ich die letzten Tage in meinem Notizbuch bei Ravelry nach warmen Projekten für den nächsten Herbst/Winter gesucht. Vorgabe war, ein vorhandenes Garn zu nutzen und idealerweise nicht mal Nadeln oder Anleitung kaufen zu müssen. Bei meiner Geschwindigkeit ist eine Wolljacke für nächsten Winter realistischer als eine aus Baumwolle für den Sommer oder gar den Frühling und schließlich geht es diesmal ums Warmhalten.

Am ehesten hat mich der Shapely Boyfriend von Stefanie Japel überzeugt, jedoch gibt es mehrere Argumente dagegen. Aber ich besitze einige Bücher zum Thema Modell selbst entwickeln und habe mich schnell für das schon lange markierte Tupfenmuster in meinem Lieblingsmusterbuch von Weltbild entschieden.

Gerade stricke ich die Maschenprobe, dann geht es ans Ausrechnen. Ich plane einen klassischen Raglan von oben als Cardigan nach der entzückenden Anleitung von Barbara Walker in Knitting from the Top. Mal sehen, wie weit ich mit dem Garn komme. Ich plane für meine aktuelle Figur und falls mir die Jacke nächsten Winter zu groß sein sollte, freue ich mich und ziehe was Warmes drunter.

 

Dienstag, 1. März 2022

Immer noch bei kleinen Projekten

 Der Fall für den Vater wurde pünktlich zu Weihnachten geschenkt, alle Mützen sind fertig und werden getragen und einige Paar Socken sind inzwischen auch entstanden.

Was nicht entsteht, sind größere Projekte. Weil ich nicht weiß, in welche Richtung sich mein Körper entwickeln wird. Schaffe ich es, die vor allem durch den stressigen Job angefutterten Kilos wieder loszuwerden? Wann? Ist bald wieder mehr Sport, vor allem Tanzen möglich?

Die besten Projekte für diesen unsicheren Zustand scheinen mir Wickelröcke oder A-Linien-Röcke mit kleinem Zugband im Bund zu sein. Kann ich dann auch zum Tanzen (bald, bald....) gut gebrauchen.

Im Oktober habe ich ein Oberteil und einen Ballrock für den Winterball im November angefangen. Er war fast fertig, als der Ball wegen der steigenden Inzidenz abgesagt wurde. Ich bin immer noch traurig.

 



Samstag, 18. September 2021

Durchaus noch da mit schwangeren Regenwürmern

 Ja, es gibt mich noch. Und ich handarbeite weiterhin. Leider neige ich aber auch weiterhin dazu, mich zu verzetteln: Im Moment stricke ich einen Schal für meinen Vater, eine Mütze für die Mutter meines Freundes und eine Mütze für mich. Von all den halbfertigen Projekten aus diesem Blog mal ganz abgesehen.

Ich würde mir ja wünschen, dass selbstgemachter MNS wieder erlaubt ist - diese kleine Projekte waren genau meins. Und Ekzeme habe ich von denen nicht bekommen - von gekauften OP-Masken schon.

Heute hat es mich sogar  gepackt und ich habe das Spinnrad aus der Ecke geholt. Leider bin ich so schlecht wie eh und je. Allerdings habe ich es gerade geschafft, einen neuen Drucker mit dem
WLAN und einen alten Bildschirm mit dem modernen Notebook zu verbinden, deshalb bin ich gerade sehr ermutigt, diese schwierig zu durchschauende Technik mal wieder anzugehen.

Naja, das ist noch nicht so überzeugend - aber ich bleibe dran.


Mittwoch, 29. April 2020

Aus gegebenem Anlass

Aus verschiedenen Gründen habe ich schon lange, lange nicht mehr geschrieben. Und handarbeitsmäßig lief auch nicht soo unglaublich viel. Ich habe zwar als Weihnachtsgeschenk einen schönen Männerschal gestrickt, aber z.B.das schon lange versprochene Dreiecktuch habe ich der Stiefmutter gestern geschickt: Es ist immer noch nicht fertig und da ihr Garten inzwischen tipp-topp ist, hat sie Zeit und Lust, es selbst fertig zu machen.

Aus Verliebt, verstrickt, verheiratet. Faltet sich beim Tragen dekorativ zusammen. Alpacagarn von Online, glaube ich

Ansonsten habe ich den Rock aus dem letzten Post tatsächlich in der Oper angehabt. Für einen Weihnachtsball habe ich mir einen weiten Rock mit Kellerfalten aus moosgrünem Taft genäht. Er ist erst zur Eröffnungsuhrzeit des Balls fertig geworden, so dass wir etwas zu spät kamen.... Auch dazu trug ich ein gekauftes Oberteil aus Spitze und hatte sogar ein zweites zum Wechseln dabei.
Im November ging dann noch meine geliebte Brother-Nähmaschine unrettbar kaputt und ich musste mich sortieren und eine neue bestellen.
Im Januar und Februar hat sich nicht viel getan, aber Mitte März habe ich schon mit dem Nähen der ersten Masken für mich und die Lieben angefangen und sie auch getragen. Damals gab es noch keine deutsche Anleitung außer der der Essener Feuerwehr und ich habe ein koreanisches Schnittmuster über Youtube benutzt. Diese erste hellrosa Probe-Maske oder ihren Zwilling, mit Slots zum Einsetzen eines Hepa-Filters, trage ich immer noch am liebsten.
Inzwischen sind noch Strick-und Häkelmodelle, gefüttert oder ungefüttert dazu gekommen. Teils nach englischen, teils nach deutschen Anleitung.



Weil mich das langweilt hatte, habe ich ein Paar Tabi-Socken toe-up nach Maß begonnen. Ohne Fuß darin sehen sie total skurril aus, aber sie passen tatsächlich wie angegossen. Leider reichen in dieser Größe 100 Gramm nicht mehr und das Stricken artet auch in Arbeit aus.

Linke Socke: Oben links das Teil für den großen Zeh, darunter das für die restlichen Zehen. Für mehr Schaft gab es kein Garn, aber die Socken sind zum Tragen in Flip-Flops gedacht, also eher sommerlich leger.

Ende März-Anfang April war in der Hamburger Wollfabrik Sonderverkauf und ich habe die Gelegenheit genutzt, für zwei Bikinihosen (eine gekauft, die andere noch in Stoffform) passendes Garn zu bestellen Und zwar Garn, das farblich zu beiden Hosen passt. Schon letzten August hatte ich zwei Stoffpröbchen hingeschickt und diese Garnproben zurück bekommen.



Letzte Woche ist das Garn eingetroffen und ich habe angefangen, den Sport and Evening Bra von Lori Monaco aus The Urban Knitter zu stricken.
Fotos folgen!

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Dritter Anlauf

Seit ich ein kleines Amazon-Tablet habe, benutze ich kaum mehr am Tisch an einem Rechner mit Tastatur. Deshalb schreibe ich hier noch seltener. Am Tablet zu  schreiben ist zu umständlich.
Handarbeitsmäßig tut sich aber durchaus etwas:
Gerade bin ich am dritten Anlauf der Chanel-Jacke nach Jean Frosts Custom fit Knit Jackets, Casual to Couture. Ich hoffe, dabei bleibt es.

Das Garn ist eine Restkone mit Alpaka aus Peru und dazu passend bestellte Pimabaumwolle (auch auf Kone) von der Hamburger Wollfabrik

Das Obige allerdings der vorige Versuch: Das rosa Glitzergarn zum Mitstricken finde ich weiterhin gut, aber der gedoppelte Saum wirkt doch zu grob. Das Muster selbst, ein abgewandelter Leinenstich, ist nämlich doch nicht so fest, wie es scheint. Im Moment bin ich etwa gleich weit wie auf dem Foto.

Richtig peinlich ist der Fortschritt bei der weißen, gehäkelten Cotton-Merino-Jacke. Ich bin parallel an beiden Armkugeln und eigentlich sollte ich mal nachzählen, ob sie halbwegs übereinstimmen. Weil ich aber ein ganz doofes Gefühl habe, ist das Häkelzeug in einem hübschen Korb außer Sicht versorgt.

Zur geschickten Gewissensberuhigung habe ich ein Dreiecktuch nach bekanntem Schema für die Stiefmutter in Arbeit:
Natürlich in natura nicht ganz so knallig. Irgendwann muss ich das mit dem Weißabgleich mal lernen.

Und letztes Wochenende habe ich einen Rock für mich angefangen. Mir kommt es vor, als hätte ich seit Jahren kein Kleidungsstück mehr genäht. Es macht riesen Spaß und ich habe bisher noch keinen schlimmen Fehler gemacht. Zuschneiden ging mir fast automatisch von der Hand:


Bin wie früher auf dem Boden herum gekrochen, anstatt meine Zuschneideplatte zu benutzen. Hat Spaß gemacht.









































Ich mache Abbildung C mit dem eingezogenen Gummiband hinten.. Mir gefällt dieser historisierende Look. Ein paar passende schwarze Spitzen-Oberteile habe ich schon zur Ansicht bestellt, denn ich will in diesem Aufzug mal wieder großartig ins Theater gehen. Einfach so.
Foto folgt.









Sonntag, 15. September 2019

Tschüß, Sommer - komm' bald wieder! Wickel-Bikinioberteil häkeln

Nachdem ich so happy mit meiner Strandmatte bin, hatte ich in den letzten Tagen des Sommers noch mehr Lust und Inspiration für Schwimmbad-Sachen: Tatsächlich habe ich noch angefangen, ein Bikini-Oberteil zu häkeln und aus einem dünnen Indien-Baumwoll-Tuch so ein einfaches Wickelkleid zu basteln. Beim Wickelkleid ist noch nicht viel passiert, aber das Bikini-Oberteil macht sich:

Bikini-Schalen, fast fertig


Beim Häkeln bin ich übrigens so was von schlecht, wirklich schlimm. Ich muss jeden Stich mitzählen. Kein Wunder, dass es bei der unsäglichen Cotton-Merino-Häkeljacke so lange dauert: Gerade bin ich beim schlimmsten Schritt von allen: Den Armkugeln. Ich habe mir was aus mehreren Anleitungen, z.B. in Ann Budds Book of Sweater Patterns und der Strick-Rechner-Software ausgerechnet, aber es ist richtig schwer, das genau hinzukriegen. Das liegt zur Hälfte an mir, zur Hälfte am versetzten Muster, wo über jedem Stich in der nächsten Reihe eine Luftmasche ist, die also Stich zu rechnen ist.Die Abnahmen für die Kugel müssen also genau geplant und umgesetzt werden. Schon jetzt ist abzusehen, dass ich das wieder mehrfach machen muss.

Der erste Ärmel ist schon vor der Armkugel nicht schön geworden, aber ich folge jetzt der Egal, ich lass' das jetzt so-Philosophie und bin nur froh, wenn ich mit dieser Jacke in diesem Leben noch fertig werde.

Schlimmer Ärmel
Schöner Ärmel
Ansonsten habe ich tatsächlich keine Jacke in Arbeit und damit das Recht, nein die Pflicht, tagelang in Ravelry in den Vorräten und der Planung zu stöbern. Die einzige Bedingung ist, dass gestrickt wird, nicht gehäkelt!