Freitag, 12. Oktober 2018

Wenig Neues unter der Sonne

Inzwischen habe ich einen hässlichen Häkelschal, den meine Mitbewohnerin für ihren Freund angefangen hatte fertig gestellt. Fotos folgen.
Und der erste Ärmel des Drift-Cardigans ist fast fertig. Zu meinem großen Frust ist er etwas zu weit.
Geht aber gerade noch so und ich ziehe ihn auf keinen Fall wieder auf!
Wie immer blockiert die Unzufriedenheit alles. Und ich fürchte mich vor den Ärmeln des Chanel-Jäckchens.... Wenn die auch x-mal nicht richtig passen? Ich muss nochmal genau messen!
Ich habe mich immer gefragt, wie manche ihre komplette Freizeit vor dem Fernseher oder PC verbraten können. Ist mir inzwischen völlig klar: Wer nichts macht, kann auch nichts falsch machen.

Sonntag, 16. September 2018

Wenn frau weiß, was sie will, ist es gut...

Ich weiß es mal wieder nicht, deshalb wird nicht weiter gemacht und auch nicht gebloggt. Und ich verstehe jede, die lieber Blogs über sonnig vollendete und perfekte Projekte liest. Hier wird mehr dramatisiert. A propos: Eine Bekannte meinte: "Ist auch eine Frage der Haltung" - was für ein blöder Spruch!! Meine Haltung ist jedenfalls unschlüssig:
Soll das Chanel-Jäckchen lieber gehäkelte Ärmel wie der Leib bekommen oder lieber dünnere, gestrickte, die nicht so auftragen und direkt angestrickt werden können?


Original-Häkelmuster

Oder:

Gestrickter Leinenstich
Um der Frage auzuweichen, habe ich angefangen, ein Paar Socken zu häkeln. Eigentlich wollte ich stricken, aber ich stricke so locker, dass 48 Maschen für die anvisierte Größe 42/43 gereicht hätten und die Strümpfe nicht schön geworden wären. Mit dünneren Nadeln wäre es nur eine gelenkebelastende Quälerei geworden, also habe ich mich auf die Alternative besonnen und das Ergebnis gefällt mir ganz gut. Wirkt auf dem Foto etwas plump, sitzt aber nett am Fuß. Anleitung aus Gehäkelte Trend-Socken von Bärbel Born.

Ferse wird nachträglich eingehäkelt, evtl. in Uni-Blau

Jetzt habe ich wieder richtig Lust auf Socken! Einige Knäuel schöne Sockenwolle sind auch noch im Vorrat.

Der Drift-Cardigan ist auch on hold: Den Ärmel habe ich gleich nach dem letzten Post aufgezogen (ohne zu Heulen) und ich bin schon wieder genauso weit mit einem viel besseren Ärmel, der auch schöner eingestrickt ist. Bloß habe ich den Cardigan mal übergezogen und er kam mir so klein und eng vor... Da muss eine richtig fette Blende im Perlmuster an Saum und Ausschnittkanten!

Beim Stöbern in der Buchhandlung habe ich übrigens einige hilfreiche Bemerkungen zu  den ständigen Unschlüssigkeiten und Unzufriedenheiten mit den eigenen Werken gefunden. U.a., dass frau sich nicht so in den Perfektionismus verbeißen sollte. Leider sind sie in einem 25 €-teuren Buch Wohlfühlmode aus Jersey von Tilly Walnes enthalten. Tolle Schnittmuster habe ich genug und deshalb bin ich unschlüssig, ob ich für Psycho-Tipps so viel Geld ausgeben will.... Ich glaube, ich mache einen Anschaffungsvorschlag bei der Stadtbibliothek.

Sonntag, 26. August 2018

Sind die Farben Zufall?

Eher nicht! Ich mag Rosa und seine Anverwandten sehr gern, obwohl ich schon eine Weile aus dem Mädchenalter draußen bin.
Richtig genäht habe ich nicht viel, eher Anpassungen durchgeführt.






Die Hose ist von einem italienischen Hersteller und hatte eine so niedrige Leibhöhe, dass sie nur knapp über die Hüftknochen reichte und sich ein Muffin-Top abzeichnete. Ich habe die nutzlosen Gürtelschlaufen abgetrennt und einen superbreites Gummiband angenäht. Jetzt passt sie prima, sitzt gut und unter einem T-.Shirt sieht man vom Gummi nichts. Die Vorderseite der Hose ist nach dem Fertigstellen als Ganzes bedruckt, deshalb bleiben rosa Flecke, wo Gürtelschlaufen waren. Ach ja, da ist natürlich kein RV, das ist eine Schlupfhose. Wird zusammen mit einem kurzärmeligen grauen Nicky-Hoodie und Ballerinas getragen.


Drift-Cardigan die x-te. Bekomme den Föhn. Sieht gut aus, oder? Der linke Armausschnitt sieht etwas zu groß aus und der rechte Ärmel ganz gut, stimmt's? Stimmt nicht! Der Ärmel und die Schulter sind zu eng. Weil beim Büro-Cardigan die Ärmelöffnung zu lappig und tief geworden ist, habe ich es hier mit geschicktem Zusammenstricken kleiner gezurrt und am Schluss auch entsprechend weniger Maschen für den Ärmel (Jedoch noch mehr, als die Anleitung vorgibt). Aber glatt rechts in Runden hat eine stärkere Spannung als das lappige Rechts-Links-Muster des Büro-Cardigans. Ich könnte heulen. Ich würde den so gerne noch diesen Sommer tragen. UND ich würde gerne etwas Neues anschlagen, anstatt mich mit dem alten Kram rumzuärgern. Die Ärmelmaschen gleichmäßig aus den Rändern aufzunehmen ist auch eine Herausforderung.

Donnerstag, 16. August 2018

Wieder da - oder noch?

Im Mai habe ich den Blog abgestellt, weil Google keinen Hinweis auf die neue Datenschutzgrundverordnung anbot. Inzwischen hat es das nachgeholt und ich freue mich, wieder schreiben zu können - es hat mir doch sehr gefehlt!
Wie immer kann ich nun nicht behaupten, dass sich seit Mai unglaublich viel getan hätte, aber hier sind ein paar Fotos:

Sommertuch aus einem Baumwoll-Bobbel von Wolle-Rödel. Sieht hier groß aus, knuddelt aber sehr zusammen und sieht dann um den Hals klein und schäbig aus. Muss also den ganzen Knäuel verstricken, damit es nach was aussieht.




Chanel-Jacke: Die Fotos sind auch schon wieder zwei Wochen alt; inzwischen ist der rückwärtige Ausschnitt höher  und die Schultern gleich lang gehäkelt worden. Ich bin am ersten Ärmel, aber der wird gerade zu eng, hat sich heute herausgestellt. Das Ausrechnen mit der Software hat leider nicht so richtig geklappt und ich bin ziemlich genervt. Eigentlich würde ich den auch gerne direkt anhäkeln, finde aber keine Anleitung dafür. Und vielleicht sieht es auch nicht gut aus?
 



 Drift-Cardigan: Der Leib ist fast fertig, bis auf den Fehler mit der falsch geneigten Schulterschräge beim rechten Vorderteil. GöttinseiDank nur ein kleines Problem. Danach werden die Schulternähte geschlossen und nach Barbara G. Walkers Methode aus Knitting from the Top die Ärmel angestrickt. Freue mich schon darauf!


Sonntag, 29. April 2018

Chanel-Häkeljacke und Upcycling

Zur Zeit häkele ich hauptsächlich an der weißen Chanel-Jacke aus Cotton-Merino.
Leider musste ich die bisherige Arbeit wieder aufziehen, da Mottenfraß dran war. In den letzen Monaten war ich nicht so pflichtbewusst beim Austauschen der Anti-Mottensäckchen, das rächte sich leider.
Ich habe das Garn auf eine Kreuzhaspel gewickelt, mit dem Wollshampoo von Unicorn (ohne Ausspülen) gewaschen, trocknen lassen und mit dem Garnwickler wieder zu schönen Cakes gewickelt. Vor dem Aufribbeln habe ich das Stück auf den Kopierer gelegt, so dass ich eine große Maschenprobe habe.



Der Neuanfang gab mir die Möglichkeit für Verbesserungen, z.B. die deutlich sichtbaren Abnahmen genau an die Körperseiten zu legen und die Jacke etwas größer auszurechnen.
Entgegen dem üblichen Chanel-Jackenschnitt bekommt mein Exemplar eine ausgeprägt Taillierung, sonst sieht mir das zu fassmäßig aus.

Bitter, dass ich schonmal viel weiter war
Ansonsten habe ich endlich mal wieder an der Nähmaschine gesessen, auch wenn es nur für eine Kleinigkeit war:
Lunch gibt es gerade von der Bäckerei in der Nähe der Schule und ich hatte die knistrigen, schnell durchweichenden Papiertüten satt, vom Umweltaspekt mal abgesehen. Schon vor Wochen hatte ich mir im Unverpacktladen zwei Stoffsäckchen gekauft, in einem Projekt von Frauen aus alten Bettlaken genäht.

Niedlich, oder?

 Aber selbst das Größere ist für belegte Brötchen zu klein und so habe ich aus dem Stoff, in dem mein Geschenk von einer japanischstämmigen Bekannten eingepackt wurde, ein größeres Säckchen genäht nach diesem Vorbild. Nix Besonderes, aber es ist nett und erinnert mich öfter an diese reizende Person.

Hat sich schon bewährt und wurde gewaschen.

Ich fand mich super professionell, weil ich zum Nähen dieses einfachen Teils drei verschiedene Füßchen benutzt habe :-)

Sonntag, 8. April 2018

Weiter geht's!

Immer mal wieder bin ich beschämt, dass ich so ewig für eine Jacke brauche. Aber es ist, wie es ist, mein Haupthobby ist nun mal Lesen und schließlich sollte frau auch nicht die Tücher vergessen, die ich so zwischendrin stricke. Für ein Tuch werden 200 Gramm Garn verstrickt, also entsprechen 2,5 Tücher einer Jacke!

Auf jeden Fall werden jetzt weiter UFOs beendet, die schon länger rumliegen. Kriterium ist dabei nicht, ob das fertige Teil passen wird oder nicht, sondern wie weit es schon ist.

Diese Bändchenjacke qualifiziert sich zum Weitermachen, obwohl sie nur bis zur Maschenprobe gediehen ist, denn sie wird ein prima Mitnahme-Projekt. Wenn ich Vorder- und Rückenteil in Einem stricke und bis die Armausschnitte erreicht sind, heißt das.

Olive Jacke mit aufgesetzten Taschen von Woll-Inspiration über Makerist, Garn Rico Fashion Summer.

Beim TV gucken habe ich die Anschlagkante dieses Jäckchens aufgezogen, denn es ist noch genug Garn übrig um die Ärmel lang zu stricken:

RVU mit dem Strickrechner ausgerechnet, Garn Cotton-Merino von Lanade, Knöpfe von Buttinette

Weiterhin vernähe ich die Fäden von der Schwester-Jacke:

RVO mit dem Strickrechner erstellt, Cotton-Merino-Garn von Lanade, Knöpfe von Buttinette

Diese Fleißarbeit ist auch schon lange fällig: Ein gehäkelte Chanel-Jacke, mit dem Strickrechner ausgerechnet und aus dem Lieblingsgarn Cotton-Merino von Lanade.

Ziemlich schmuddelig und deshalb gerade in der Waschmaschine

Ich verspreche, die nächsten Bilder werden besser.

Sonntag, 1. April 2018

Ta-daaa!

Der Lucy in the Sky-Cardigan mit meinem Projektnamen Lignite ist gerade fertig geworden:



Bin total stolz, denn er ist genau so geworden, wie ich ihn mir vorgestellt habe! Drunter werden weiße Tops getragen und dazu Jeans oder Jeansröcke.

Das zweite, zu der gekauften Strickjacke passende Dreieckstuch ist auch fast fertig - der Frühling kann (soll bitte, bitte) kommen!