Posts mit dem Label Färben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Färben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 28. März 2018

Farbverlaufsgarn färben mit Ostereier-Farben im Slow Cooker

Beim Stöbern auf Pinterest und Youtube bin ich letzte Woche auf das Färben mit Ostereierfarben im Kochtopf gestossen. Bestechend, dass das Lebensmittelfarben sind, frau also nicht erst im Keller die Färbe-Ausrüstung zusammensuchen muss!
Bin gleich in den Drogeriemarkt gegangen und habe Farben besorgt.

 
Bei der oberen Express-Sorte gefiel mir, dass es Pflanzenfarben sind, das schien zu meiner naturfarbenen, selbst gesponnen Texel-Wolle zu passen und das Ergebnis sehr naturverbunden werden zu lassen. Zwei fette Cakes hatte ich noch und habe einen in Apfelessig beizen lassen und dann in den Slow Cooker gesetzt.

Der umgekehrte Deckel soll sanft runterdrücken


In die Mitte des Cakes kamen ein paar blaue Farbtabletten von den Kaltfarben unten im Foto, nördlich und südlich davon je eine rote und westlich und östlich je eine gelbe.

Leider, leider verlief es danach nicht mehr nach Plan. Hauptsächlich, weil ich mittendrin dachte, ich sollte mal auf den Cake drücken, damit er sich auch wirklich ganz vollsaugt. Das hat aber leider die blaue Farbe aus der Mitte rausgespotzt und die Farbe wurde ein fast durchgehendes fahles Grün. Trotz Kaltfarbe habe ich natürlich den Cooker ein Stunde warm laufen lassen, so dass sich die Farben auch schön miteinander vermischen konnten....

Enttäuscht und entmutigt habe ich dann den zweiten, auch gebeizten Cake mit dem Blau, dem Gelb und dem Grün aus den Express-Pflanzenfarben gefärbt. Die Farbe kommt flüssig in einer kleinen Kammer, damit hätte ein Farbverlauf eh nicht richtig funktioniert. Diese Färbung ist viel leuchtender geworden, aber auch nicht tragbarer für mich.

Im Vordergrund die Kaltfarben, im Hintergrund die Express-Farben
Probiere ich das nochmal? Erstmal nicht. Und was mache ich jetzt aus der Wolle? Im Zweifelsfall wieder ein einfaches Dreiecktuch aus abwechselnd eine Reihe leuchtend, eine Reihe fahl. Und das gebe ich dann an die Kleiderstube.

Die Färberei macht Spaß, aber die Ergebnisse überzeugen selten so wirklich, finde ich. Und das habe ich schon bei den Youtube-Videos gedacht. Jetzt verstehe ich auch, warum da hauptsächlich Sockengarn gefärbt wird: Schliesslich muss das Ergebnis nicht perfekt oder auch nur halbwegs schön sein. Sieht eh niemand in den Schuhen. Nur doof, dass ich nicht so unglaublich gerne Socken stricke. Aber vielleicht aus diesem Garn Socken und doch kein Tuch? Auf jeden Fall würden Socken schnell fertig und sehr warm.

À propos: Das erste gesprenkelte Tuch ist fast fertig und ich finde es perfekt! Nichts mit Kleiderstube!
Vier Knäuel Rico Fashion Colour Pop à € 2,49 - was will frau mehr?  Der Katze gefällt es auch


Freitag, 13. Januar 2017

So ein Grrrrr

Als ich eben das Foto unten machte, habe ich zum ersten Mal gesehen, dass ein Streifen helleres Garn in der Jacke verstrickt ist! Eine andere Partienummer und ich habe es die ganze Zeit nicht gemerkt - bin fassungslos. (Ja, ja, es gibt Schlimmeres). Heisst für mich, dass dringend stärkere Glühbirnen in diese Wohnung müssen. Was mir schon länger klar war.
Und was mache ich jetzt?
Ich habe gerade eine etwas zu enge schwarze Skinny-Jeans an den Nähten ausgelassen und mit Simplicol Back-to-Black-Farbe überfärbt, deshalb kann ich mit Sicherheit sagen, dass die typischen Ungleichmäßigkeiten nur abgemildert werden, aber nicht verschwinden. Mit der Jacke wäre es genauso. Bleibt nur Aufribbeln?

Göttin sei Dank habe ich noch genug Garn
 Ich glaube sogar, da sind noch mehr Streifen drin als dieser eine breite. Wenn das stimmt, muss ich die ganze Jacke aufribbeln und mit abwechselnden Knäuelen neu stricken. Seufz. Und dabei war ich so stolz und begeistert. Ich glaub, ich färb doch erst drüber und entscheide dann weiter. Die Perlmutterknöpfe nehmen Farbe auch an, habe ich mal gelesen.

Ansonsten versuche ich den Rückstand am Temperature Blanket aufzuarbeiten: Morgens und abends eine Reihe mit 230 Maschen. Klappt auch nicht jeden Tag. Aber begeistert mich weiterhin:

Das sind Anfang September bis Mitte Dezember 2016 - fast ein Drittel der Decke

Inzwischen habe ich hellgrüne und dunkelgrüne Wolle nachbestellt. Hoffe, die Partien passen halbwegs.

Ich möchte auch gerne mal wieder was nähen und habe bei der letzten Zwei-Euro-Aktion bei Makerist fünf Hosenschnitte bestellt. Einer toller als der Andere. Ich möchte mal eine Jersey-Hose in Jeans-Optik nähen. Bequem und kleidsam, hihi.


Montag, 23. Mai 2016

Vom rechten Weg abgekommen

Der rechte Weg wäre zielbewusstes Stricken oder Nähen. Tja, für mich bedeutet ein Hobby zu haben, etwas auszuprobieren. Und das Ziel nur so grob anzuvisieren.

Letztes Wochenende habe ich also Fasern gefärbt. Die Ergebnisse sehen leider nach ungeplanter Panscherei aus:

Fasern von Frau Wolle

Die braun-grünen Fasern sind aus drei Päckchen Simplicol Blau und einem Päckchen Dylon Grün entstanden. Ich hatte mich nach dieser Anleitung gerichtet, sorgfältig die Stränge ausgelegt und die benötigte Menge an Farblösung ausgerechnet, mit 100ml-Blasenspritzen die Stränge förmlich mit Farbe geimpft und diese Katastrophe kam dabei heraus.





Das hat mich nur herausgefordert, es am nächsten Abend nochmal zu versuchen. Diesmal habe ich die mit Essigwasser vollgesogenen Stränge in einer Schnecke in die Form gelegt, drei verschiedene Rottöne aus dem Vorrat angerührt und hingebungsvoll an drei Stellen in die Form laufen lassen. Entstanden ist dieses fast völlig gleichförmige Pink.

Ich glaube, ich habe die zu lange im Ofen gelassen. Evtl auch mit zuwenig Wasser: Oben rechts sieht es schon fast angebrannt aus.


Angestoßen wurde das Experiment durch den Kurs von Chantimanou in zwei Wochen: Farben spinnen. Ich überlege, mich anzumelden, habe aber kein passendes Material. Und was liegt näher, als es selbst herzustellen? Für den Kurs Spinne dein Garn habe ich jetzt jedenfalls Material genug zum rumspielen!

Gleichzeitig wollte ich ausprobieren, ob ich mit den Simplicol-Farben die Schafwoll-Pflanzenfasern-Mischungen färben kann, die ich vor ein paar Wochen in England bestellt habe. Diese Farben sind nämlich für alle Fasern bis auf reine Synthetiks geeignet.
Und diese Überlegung war richtig; Die mitgefärbten Pröbchen haben die Farbe wunderbar satt angenommen:
Superwash + Flachs

Samstag, 28. Juni 2014

Nutze was du hast oder Im Häkelrausch

Ich wollte schon früher schreiben, aber einige Tage lang habe ich jede Minute am PC bei Ravelry verbracht und überlegt, was ich aus der Rowan Purelife Schafwolle stricke.
Nebenbei: Wäre gut gewesen, wenn ich schon meine gesammelten Bücher und Strickhefte in der Library hätte - ein Projekt für die nächsten Regentage.
In die Endauswahl kamen der tea leaves cardigan , der schon seit 2010 in der Queue wartet und der #06 V-Neck Cardigan .
Die Purelife-Wolle habe ich in ein kühles, modernes, etwas unregelmäßiges Blau-Violett gefärbt, was gut zum Tea Leaves Cardigan, aber nicht zum klassichen V-Neck Cardigan passt. Und auch nicht zu einer Anleitung von Rowan für diese Wolle, wie ich auch überlegt hatte.

Nach dem Motto "Nutze was du hast", wollte ich schließlich eine schon gekaufte Anleitung benutzen, möglicherweise leicht verändert.
Letztendlich habe ich die beiden Ravelry-Anleitungen gekauft und werde den V-Neck Cardigan aus der klassisch-roten Cotton-Merino-Mischung von Drops stricken, die ich erst kürzlich gekauft habe.:

Aber: Tatsächlich habe ich -wie geplant- erst angefangen, die Ärmel der weißen Häkeljacke mit Trompetenärmeln einzunähen. Wenn ich gewußt hätte, wie einfach und schnell das geht, hätte ich das nicht so lange vor mir hergeschoben! Wo eh ein Fadenende unter den Ärmeln hingen, habe ich diesen gespalten und damit mit Vernähen angefangen. Es gefällt mir nämlich, wenn nicht alle zu vernähenden Enden an einer Stelle kumulieren. Dann habe ich mit Jeansnähgarn weitergemacht.
Blöd bloß, dass der zweite Ärmel irgendwie verschwunden ist. Es gibt ihn jedoch, wie das Foto im vorletzten Post beweist!
Trotz dieser guten Ausrede habe ich nicht, wie frau denken könnte, mit einem neuen Projekt angefangen. Nein, ich habe eine gute Idee für die Häkeljacke im Muschelmuster gehabt (beim Einschlafen) und gleich umgesetzt: Die (schon begonnenen) Ärmel werden nicht auch im Muster gehäkelt sondern in unregelmäßigen Ringeln und von oben angestrickt. Damit umschiffe ich elegant die komplizierten Häkelabnahmen und das Einnähen des dicken Häkelstoffes. Außerdem ist das ganze Teil schon so seeehr warm.
Naja, und jetzt häkele ich in jeder freien Minute am Leib und bin auch schon recht weit.
Das letzte WE war ich wieder auf einem Geburtstag und hatte sogar das Strickzeug plus Wolle dabei, ein großes Paket, das über die Hälfte des Platzes in meinem Rucksack beanspruchte.  Aber wie an den Wochenendreisen davor hatten die Züge so viel Verspätung, dass ich nicht die innere Ruhe hatte, zu häkeln. Schaff ich jetzt meinen Anschluss oder nicht? Und was, wenn nicht? Hektisches Rumtippen auf der Handyapp.
Die Fahrgäste um mich rum versprühten in voller Lautstärke Sarkasmus und schlechte Laune, was auch nicht zu einer entspannten Atmosphäre im Abteil beitrug. Bin froh, dass in nächster Zeit keine Zugreise ansteht.


Donnerstag, 21. Juni 2012

Der kleine Fasern-Färbe-Baukasten

Bei meinem Spinnradkauf bei Wollinchen habe ich noch ungefärbte Schafwolle für eine Jacke besorgt und von Frau Wolle kürzlich ja auch.
Aber Schafswolle pur ist mir zu warm; ich sehe zwar ein, dass Erdöl gespart werden muss, mag aber nicht an den Händen frieren. Also werden Räüme im Winter angenehm geheizt und die Schurwolle muss mit einer kühlen Pflanzenfaser gemischt werden, um das perfekte Material zu erhalten. Aber welche Pflanzenfaser? Zwischen den exotischen Verlockungen von Mais-, Bananen oder Bambusfasern und den traditionellen mitteleuropäischen Arten Hanf und Leinen hin- und hergerissen, kann ich mich nicht entscheiden. Erstmal habe ich mir vom Wollschaf eine Probepackung mit Pflanzenfasern bestellt. Echt toll, was da alles drin ist. Die oben Aufgeführten plus Seacell, Milchfasern, Ramie und Baumwolle. Bis auf Bambus alles in natur, sprich hellbeige. Anziehen kann ich das so nicht und auch zum Verspinnen und Verstricken ist es mir zu langweilig.
Also habe ich zwei Päckchen dunkelgrüne Stofffarbe vom bekanntesten Anbieter besorgt, eine nur für Pflanzenfarben, eine auch für Wolle und Seide und den Färbetopf aus dem Keller geholt.

Die Faserpröbchen sind in beschriftete Papiertütchen verpackt, aber wie weiss ich nach dem Färben noch, was was ist? Ich packe die Pröbchen einzeln in Wäschenetze, habe ich mir überlegt und schreibe mir auf, in welchem Netz welche Faser ist.





Die Pröbchen, die nach dem Viscose-Verfahren (Seacell, Banane, Mais, Bambus, Milch) hergestellt sind, fühlen sich sehr ähnlich an, ein wenig quietschig und künstlich. Leinen ist leicht rauh, wie es aus der Pflanze kommt. Hanf ist feiner und Ramie ist so fein, dass es auch mit dem Viscose-Verfahren hergestellt sein muss. Am besten gefällt mir der Hanf.

Im Einmachtopf: Textilfarbe, Fixierer, Salz , Wasser und Fasern in Wäschenetzen

Nach dem Färben der ersten Tranche:
In der Waschmaschine gespült sind die Pröbchen nun nicht mehr so seidig sondern ziemlich zerzaust.
Der Bambus war schon vor dem Färben schwarz und hat sich vorhersehbarerweise kaum verändert.
Die ersten fünf Pröbchen liegen zum Trocknen aus; von li nach re: Bananenfasern, Ramie, Hanf, Bambus, Leinen
Die zweiten Fünf; von oben: Mais. Seacell, BW, Soja, Milchfasern
Lernfähig wie ich bin, habe ich die zweite Tranche von Hand gespült und mit der alten Salatschleuder ausgeschleudert, sie sind nicht ganz so zerzaust worden.
Diese Tranche hat für Überraschungen gesorgt: Die Maisfasern haben die Farbe überhaupt nicht angenommen, das Seacell dafür umso mehr. Die Baumwolle unregelmäßig und das ungefärbte Soja, das im Naturzustand schon einen Gelbstich hatte, hat ein gelbliches Grün produziert. Bei den Milchfasern war ich sehr gespannt, aber sie sind ganz unspektakulär grün geworden.

Beide Wäscheständer sind nun voll, mit dem Färben der Schafwolle muss ich also bis morgen warten.
Kann es kaum abwarten!

Sonntag, 3. Juni 2012

Einen Samstag lang Wolle färben mit Pflanzenfarben

Wieder habe ich mich zu einem kleinen Kurs in Sachen Weiterbildung Wolle aufgemacht und den Samstag beim Kurs Wolle färben mit Pflanzenfarben in der Schwarzwälder Spinnstube zugebracht. Ich hatte mich auf einen Tag anstrengende, schmutzige Arbeit eingestellt und eine beschichtete Schürze und Gummihandschuhe mitgebracht, aber das war überflüssig: Roswitha hat fast die ganze Arbeit gemacht und wir Teilnehmerinnen haben nur beim Abseihen geholfen und von ihrem Wissen profitiert. Am Tag zuvor hatte sie schon eine schlichte, feine Nudelsoße vorbereitet und einen leckeren Pflaumenkuchen für uns gebacken, was wir im schönen Garten genossen.
Sie hat es geschafft, das Färben mit Pflanzen auf das Wichtigste zu reduzieren und uns gleichzeitig zu verklickern, dass Pflanzenfärben ein fast unendliches Feld ist, das zu viel, viel Ausprobieren einlädt.
Eingeweichter Sauerampfer

Mit Indigo überfärbte blaue Kaufwolle, in der Schale die Ausgangswolle

Mit Birkenblättern gefärbt

Mit Krappwurzel gefärbte Dochtwolle

Birkenfärbung im Topf

Meine Färbepröbchen
In zwei Wochen habe ich Spinnkurs dort - freue mich schon sehr darauf!

Mittwoch, 8. Februar 2012

Färben und spinnen

 Der Aufenthalt in Peru sollten die reinsten Handarbeitsferien werden,  deshalb habe ich Zubehör für alles mitgenommen, was ich schon immer lernen oder tun wollte: Zu den schon vorhandenen Hobbies Nähen, Stricken und Häkeln sollten noch dazu kommen: Fasern färben und spinnen und glamouröse Stoffpuppen basteln. Weiterhin wollte ich hier eine naturmedizinische Ausbildung machen und/oder einen längeren Kurs an einem deutschen Fernlerninstitut. Ausserdem natürlich fliessend Spanisch sprechen lernen, so dass ich karitativ arbeiten kann. Und zusätzlich wollte ich noch endlich regelmäßig kochen und zwar möglichst kalorienarm und gesund, so dass ich endlich mal von meinem Übergewicht runter komm. An drei Tagen der Woche wollte ich in's Fitness-Studio und an den sonstigen Tagen der Woche walken. Ich muss lachen, wenn ich das lese! Ich hatte mir wohl soviel vorgenommen, weil ich -zu Recht- glaubte, dass ich mit Einsamkeit und Langeweile würde kämpfen müssen.
Auf jeden Fall habe ich neben rohen Fasern einen großen Einkochautomat zum Färben mitgenommen und Pflanzenfarben plus Beize und einen Handkarder und auch benutzt:



Da ich mindestens genug Wolle für einen Bolero brauche, wurde noch eine anderes Rot gefärbt und ein paar Probefasern beim Kardieren hinzu gefügt. Hier ist noch das meiste unkardiert.

So knallig wie auf diesem Foto sind die fertigen Fasern nicht, erher so wie unten:

Mehr ist noch nicht passiert, denn nach diesem halben Meter habe ich entnervt aufgegeben. Ich glaube nicht, dass es allein an meiner mangelnden Übung und Erfahrung liegt, sondern daran, dass ich beim Färben zu viel gerührt habe und die Fasern verfilzt sind. Gerade gucke ich Spinn-Videos auf Youtube an und lese in meinen Büchern nach und demnächst mache ich einen neuen Versuch mit jungfräulichen Fasern - JA!!