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Mittwoch, 23. Oktober 2019

Dritter Anlauf

Seit ich ein kleines Amazon-Tablet habe, benutze ich kaum mehr am Tisch an einem Rechner mit Tastatur. Deshalb schreibe ich hier noch seltener. Am Tablet zu  schreiben ist zu umständlich.
Handarbeitsmäßig tut sich aber durchaus etwas:
Gerade bin ich am dritten Anlauf der Chanel-Jacke nach Jean Frosts Custom fit Knit Jackets, Casual to Couture. Ich hoffe, dabei bleibt es.

Das Garn ist eine Restkone mit Alpaka aus Peru und dazu passend bestellte Pimabaumwolle (auch auf Kone) von der Hamburger Wollfabrik

Das Obige allerdings der vorige Versuch: Das rosa Glitzergarn zum Mitstricken finde ich weiterhin gut, aber der gedoppelte Saum wirkt doch zu grob. Das Muster selbst, ein abgewandelter Leinenstich, ist nämlich doch nicht so fest, wie es scheint. Im Moment bin ich etwa gleich weit wie auf dem Foto.

Richtig peinlich ist der Fortschritt bei der weißen, gehäkelten Cotton-Merino-Jacke. Ich bin parallel an beiden Armkugeln und eigentlich sollte ich mal nachzählen, ob sie halbwegs übereinstimmen. Weil ich aber ein ganz doofes Gefühl habe, ist das Häkelzeug in einem hübschen Korb außer Sicht versorgt.

Zur geschickten Gewissensberuhigung habe ich ein Dreiecktuch nach bekanntem Schema für die Stiefmutter in Arbeit:
Natürlich in natura nicht ganz so knallig. Irgendwann muss ich das mit dem Weißabgleich mal lernen.

Und letztes Wochenende habe ich einen Rock für mich angefangen. Mir kommt es vor, als hätte ich seit Jahren kein Kleidungsstück mehr genäht. Es macht riesen Spaß und ich habe bisher noch keinen schlimmen Fehler gemacht. Zuschneiden ging mir fast automatisch von der Hand:


Bin wie früher auf dem Boden herum gekrochen, anstatt meine Zuschneideplatte zu benutzen. Hat Spaß gemacht.









































Ich mache Abbildung C mit dem eingezogenen Gummiband hinten.. Mir gefällt dieser historisierende Look. Ein paar passende schwarze Spitzen-Oberteile habe ich schon zur Ansicht bestellt, denn ich will in diesem Aufzug mal wieder großartig ins Theater gehen. Einfach so.
Foto folgt.









Sonntag, 15. September 2019

Tschüß, Sommer - komm' bald wieder! Wickel-Bikinioberteil häkeln

Nachdem ich so happy mit meiner Strandmatte bin, hatte ich in den letzten Tagen des Sommers noch mehr Lust und Inspiration für Schwimmbad-Sachen: Tatsächlich habe ich noch angefangen, ein Bikini-Oberteil zu häkeln und aus einem dünnen Indien-Baumwoll-Tuch so ein einfaches Wickelkleid zu basteln. Beim Wickelkleid ist noch nicht viel passiert, aber das Bikini-Oberteil macht sich:

Bikini-Schalen, fast fertig


Beim Häkeln bin ich übrigens so was von schlecht, wirklich schlimm. Ich muss jeden Stich mitzählen. Kein Wunder, dass es bei der unsäglichen Cotton-Merino-Häkeljacke so lange dauert: Gerade bin ich beim schlimmsten Schritt von allen: Den Armkugeln. Ich habe mir was aus mehreren Anleitungen, z.B. in Ann Budds Book of Sweater Patterns und der Strick-Rechner-Software ausgerechnet, aber es ist richtig schwer, das genau hinzukriegen. Das liegt zur Hälfte an mir, zur Hälfte am versetzten Muster, wo über jedem Stich in der nächsten Reihe eine Luftmasche ist, die also Stich zu rechnen ist.Die Abnahmen für die Kugel müssen also genau geplant und umgesetzt werden. Schon jetzt ist abzusehen, dass ich das wieder mehrfach machen muss.

Der erste Ärmel ist schon vor der Armkugel nicht schön geworden, aber ich folge jetzt der Egal, ich lass' das jetzt so-Philosophie und bin nur froh, wenn ich mit dieser Jacke in diesem Leben noch fertig werde.

Schlimmer Ärmel
Schöner Ärmel
Ansonsten habe ich tatsächlich keine Jacke in Arbeit und damit das Recht, nein die Pflicht, tagelang in Ravelry in den Vorräten und der Planung zu stöbern. Die einzige Bedingung ist, dass gestrickt wird, nicht gehäkelt!

Sonntag, 9. Dezember 2018

License to Craft

Das Geschenk-Tuch ist endlich abgegeben und nun kann es weitergehen mit neuen Untaten. Wie immer fühlt es sich zugleich sehr frei und ein wenig beängstingend an, aus der Pflicht entlassen zu sein und machen zu können, was ich will: Was anfangen mit dieser License to Craft?
Zuerst habe ich das UFO Kragen für ein Abendkleid endlich fertig gestrickt:

Perfekt für die Silvester-Party! (Wenn es fertig ist, natürlich.)

 Beim Ärmel einhäkeln gibt es nichts Neues, denn ich habe viel Zeit damit verbracht, über Stoffpuppen und das Repainten von Barbies und BJDs zu recherchieren. Ich sammle schon seit über einem Dutzend Jahren Schnittmuster für Puppenkleidung und Stoffpuppen. Zwar habe ich auch ein paar Vorlagen für Baby-Puppen und sogar mal einer normalen Baby Born einen Weichkörper genäht, den ich aus mehreren Schnitten zusammengebastelt habe, aber mein eigentliches Interesse gilt erwachsenen Persönlichkeiten.



Hier fehlt mir jedoch die License to Craft. Ich habe sie mir vor 15 Jahren, als mein Interesse zum ersten Mal aufflackerte nicht gegeben, weil ???? Und jetzt finde ich mich weiterhin ein wenig merkwürdig. Zwar hat die Nachbarstochter mal einen Waldorf-Puppen-Kurs gemacht und eine süße Puppe produziert, aber sonst kenne ich niemanden, der sich dafür interessiert. Will ich noch so ein skurriles Hobby anfangen? Andererseits ist da mein Widerwille, mir eine Puppe als Modell zu kaufen, ich bin weiterhin entschlossen, mir eine zu basteln.

Was mich noch bremst: Beim Umräumen bin ich auf Reste von UFOs gestoßen:

Ausgedacht, angefangen, aber nicht fertig gestellt  ..... failed Craft!

 Echt schade um den schönen Stoff! Ich will mich mit einem neuen Hobby nicht verzetteln, unter Druck setzen, Geld und Zeit verschwenden. Obwohl ich es genieße, Sachen zu planen.

So wie eine Jacke nach dem Buch von Jean Frost: Custom fit knit Jackets. Sie beschreibt ganz ausgefeilt, wie frau sich eine perfekte Jacke im Chanel-Stil strickt. Sogar mit Probemodell aus Stoff, verschiedenen Abschlüssen, unterschiedlichen Strickmustern, evtl. Abnähern und so weiter. Wirklich toll!
Eine Maschenprobe habe ich gerade gemacht:


Ein Tweed-Stich aus dem besten aller Muster-Bücher: Das große Strickmusterlexikon. Das Garn ist eine Mischung aus einem Rest Alpaka auf Kone aus Peru und einem passenden Baumwollfaden, auch auf Kone, von der Hamburger Wollfabrik. Dort hatte ich ein Pröbchen hingeschickt, bekam dann einige Pröbchen zur Auswahl zurück und habe dann den passenden Farbton bestellt. Das Muster und die Mischung sind fast unsichtbar und so ist es auch gedacht.




Donnerstag, 16. August 2018

Wieder da - oder noch?

Im Mai habe ich den Blog abgestellt, weil Google keinen Hinweis auf die neue Datenschutzgrundverordnung anbot. Inzwischen hat es das nachgeholt und ich freue mich, wieder schreiben zu können - es hat mir doch sehr gefehlt!
Wie immer kann ich nun nicht behaupten, dass sich seit Mai unglaublich viel getan hätte, aber hier sind ein paar Fotos:

Sommertuch aus einem Baumwoll-Bobbel von Wolle-Rödel. Sieht hier groß aus, knuddelt aber sehr zusammen und sieht dann um den Hals klein und schäbig aus. Muss also den ganzen Knäuel verstricken, damit es nach was aussieht.




Chanel-Jacke: Die Fotos sind auch schon wieder zwei Wochen alt; inzwischen ist der rückwärtige Ausschnitt höher  und die Schultern gleich lang gehäkelt worden. Ich bin am ersten Ärmel, aber der wird gerade zu eng, hat sich heute herausgestellt. Das Ausrechnen mit der Software hat leider nicht so richtig geklappt und ich bin ziemlich genervt. Eigentlich würde ich den auch gerne direkt anhäkeln, finde aber keine Anleitung dafür. Und vielleicht sieht es auch nicht gut aus?
 



 Drift-Cardigan: Der Leib ist fast fertig, bis auf den Fehler mit der falsch geneigten Schulterschräge beim rechten Vorderteil. GöttinseiDank nur ein kleines Problem. Danach werden die Schulternähte geschlossen und nach Barbara G. Walkers Methode aus Knitting from the Top die Ärmel angestrickt. Freue mich schon darauf!