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Sonntag, 16. Oktober 2022

Urlaub war (Enthält Werbung, für die ich aber keinen Gegenwert bekomme)

 Der Urlaub ist bereits vier Wochen her, also praktisch schon Historie. Die nächsten Ferien sind für nach Weihnachten geplant und als besonderes Schmankerl wird am 31. Oktober von meinem Arbeitgeber ein Zwangsurlaubstag zum Energiesparen angeordnet - ich kann nicht sagen, dass ich traurig bin :-). Mehr Zeit und Muße zum Stricken, Nähen und Rumbasteln.

Im Urlaub wurde am Strand gestrickt, wie üblich ein unkompliziertes Dreiecktuch. Weil ich inzwischen zuviele habe, wird es auf dem nächsten Flohmarkt verkauft, wie auch ein paar seiner Brüder. Das hat mich allerdings in Bologna nicht davon abgehalten, einen neuen Bobbel für ein weiteres Tuch als Andenken zu erstehen:

Das Wollgeschäft ist übrigens einen langen Besuch wert. Geführt wird es von einer sehr, sehr alten, sachkundigen Dame, deren ähnlich betagte Freundinnen sie dort zum Quatschen besuchen. Im Laden ist ein mit Garn dekorierter Pfau aus Metallgestänge, sehr schön und pfiffig gemacht. Das Foto von ihm ist leider weg.

Ansonsten bin ich beim Fitted Jacket aus dem Malabrigo Rios, Farbe Ravelry Red wieder am Verzweifeln. Nachdem ich das erste Vorderteil fast fertig habe, ist mir immer noch nicht klar, wie das mit dem Kragen gemeint ist. Zuwenig Garn habe ich auch und da ich die Kragenkonstruktion nicht verstehe, kommt das mit der zweiten Farbe auch nicht so hin, wie ich dachte....

Weil es demnächst wirklich kälter wird (#strickenwegenPutin) habe ich zum Trost einen Raglan von oben-Pulli angefangen aus einem Garn, das ich schon vor zehn Jahren bei einer alternativen Pflanzenfärberei in Peru gekauft hatte. Raglan von oben, weil es die garnsparenste Technik ist, Pulli aus dem gleichen Grund. Ich richte mich dabei nach Ann Budds The Knitters Handy Book of Top-down Sweaters. Macht großen Spaß, denn es ist ganz samtiges Dochtgarn, unregelmäßig gesponnen - das wird sicher super warm.

Dazwischen mache ich noch Kleinkram, der mir so nebenbei einfällt (Verband für ausfransendes Veloschloss):

"Verband" für ein ausfransendes Veloschloss


Habe ich eigentlich schon erzählt, dass ich den nächsten Schritt gegangen bin und nach mir nach über vierzig Jahren Näherfahrung die erste Overlockmaschine gekauft habe? Ist ein Einsteigermodell, das ich über einen Handarbeitsversender erstanden habe. Ich dachte, die müssten ja wissen, was etwas taugt. Naja, leider kommt das Modell ohne Auffangschale und frau kann sie auch nicht nachbestellen. Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden.

Ich habe sie gekauft, um passende T-Shirts und Bodys zum Tanzen zu nähen und weil bei der Geburtstags-Jogginghose für den Liebsten die zickzack genähten Nähte aufgingen.
Den ersten Probe-Body habe ich aus einem Probe-T-Shirt und einem Probe-Slip zusammengeschustert und er passt überraschend gut und sieht gut aus. Die nächsten Exemplare werden jedoch mit einem richtigen Schnitt und aus speziell bestelltem Stoff entstehen.

Sonntag, 3. September 2017

Neuer Schub beim Lucy in the Sky-Cardigan

Ich war nochmal knapp zwei Wochen im Urlaub und habe es tatsächlich geschafft, vorher die Babysöckchen für den kleinen Neffen abzuschicken UND beim Cardigan die falsche Partie aufzuribbeln.

Ich weiß, über mein Ding mit den Babyspiralsöckchen können echte SockenstrickerInnen nur lachen, aber die nette Schwägerin war sehr angetan und hätte gern noch mehr Exemplare. Ich musste erstmal ein neues 1,5er Nadelspiel bestellen, wenn das da ist, geht es weiter.

Richtig zufrieden bin ich mit mir, weil ich dem Problem mit dem Cardigan nicht länger ausgewichen bin, sondern in den sauren Apfel gebissen und geribbelt habe. Das Strickzeug hatte ich im Urlaub dabei und habe tatsächlich auch hier und da mal ein paar Reihen gestrickt.



Natürlich gibt es schon wieder viele neue Ideen, z.B. ein Schal aus dem neuen Rico-Schalgarn mit Farbverlauf. Schon das sehr ähnliche Sommergarn hat mir gut gefallen, aber bei dem Wintergarn wird es kein Halten mehr geben: Puder und Rosé für mich und Schwarz und Natur für den Lieben Mann.

Recht viel Energie geht auch immer wieder in Flicken und Ausbessern von eigener Kleidung. Nicht, dass ich mir nie neue Kleidung kaufen würde, ganz im Gegenteil. Aber das Aufarbeiten macht mir Spaß, weil ich ohne Rücksicht auf Verluste Ideen ausprobieren kann. Häufig finde ich einen Tipp auf Pinterest und freue mich, wenn es klappt. Und wenn es nicht klappt, ist es auch nicht schlimm!

Im Urlaub wolle ich eigentlich auf jeden Fall ein wolliges Souvenir im Garnladen kaufen, aber leider, leider hat er zu gemacht:




Dienstag, 25. Juli 2017

T-Shirts mit den eigenen Haaren flicken

Ich bin schon seit einigen Wochen aus dem langen Urlaub zurück, aber ich komme kaum zum Stricken, Häkeln, Nähen oder darüber zu Schreiben.
In den USA waren wir eher auf dem Land, aber einen tollen Wollladen habe ich gefunden: Desert Thread in Moab, Utah. Wer Arches National Park oder Dead Horse Point State Park in Utah besucht, kommt praktisch dran vorbei. Habe eine Kugel Fasern zum Spinnen als Andenken gekauft. Immer wieder und auch hier habe ich mich über die hohen Preise für Alles gewundert, sonst wäre es sicher mehr geworden.
Günstiger war es im Walmart, wo es eine große Auswahl an Handarbeitszubehör gab: Eine schöne Auswahl an Quiltstoffen und -zubehör, Kleiderstoffe und Simplicity-Schnitte. Die Garne waren leider mehr aus dem Plastik-Bereich von Red Heart und ich habe nur ein Heftchen mit Häkelmützen-Anleitungen mitgenommen.




Strickzeug - Pulli für den Lieben Mann aus der La-Gomera-Wolle - hatte ich übrigens dabei, aber ich musste entweder selbst den Camper fahren oder in die tolle Landschaft gucken, so dass ich nicht zum Stricken gekommen bin.

Aber ich hab was Verrücktes ausprobiert: Ich hatte einige alte T-Shirts dabei, die ich am Ende der Reise zurück lassen wollte, um Platz im Koffer für Souvenirs zu haben. Ihr größter Fehler waren diese kleinen Löcher, die T-Shirts halt bekommen.
Irgendwann habe ich mich aber doch geniert, immer so gammelig auszusehen und mir ist eingefallen, wie meine Tante Inge (geboren 1935) mal erzählt hat, man habe früher feine Sachen mit den eigenen Haaren geflickt. Ich also einige Haare (mittelblond und schulterlang) aus der Bürste gezogen und es mit einer feinen Nadel probiert:

Links ein schon geflicktes Loch, rechts das größte der Ungeflickten



Nachher

 Ehrlich gesagt, es war ein ziemliches Gefummel, vor allem, weil Haar zu steif ist, um willig im Stoff oder im Nadelöhr zu bleiben. Aber das Ergebnis ist doch nicht schlecht, oder?
In der Waschmaschine ist übrigens nur eins der Löcher - es waren fünf oder sechs - wieder aufgegangen.






Mittwoch, 12. April 2017

Weiter mit anderen Prioritäten

Handarbeitsmäßig tut sich hier weiterhin nicht viel: Ich stricke ab und zu an dem furchtbaren Kissenbezug für meine Freundin weiter und bin ansonsten mit Lernen und Planen beschäftigt. Vermutlich wird es bis in den Herbst so gehen.
Manchmal möchte ich so gerne alles beiseite schieben und eine Hose nähen oder zehn Jacken gleichzeitig anschlagen! Ist aber nicht möglich, leider.
Kürzlich habe ich mich an das Spinnrad gesetzt mit einem der Pflanzen-Tierfasern-Gemische von World of Wool. Mir ist zwar eingefallen, dass es Quatsch ist, dass ich noch nie mit Pflanzenfasern gesponnen hätte - das grüne Garn war ja genauso ein Mix, den ich gut hinbekommen habe, aber es lief nicht sooo blendend und da habe ich die Geduld verloren.
Morgen fahren wir in den Urlaub und ich werde den Lernordner und den angefangenen Pulli für den Lieben Mann mitnehmen. Weite Autofahrten sind geplant, da sollte Stricken möglich sein.
Eigentlich wollte ich auch Fasern und die Handspindel einpacken, aber das gibt das Fluggepäck nicht her.

Sonntag, 1. Januar 2017

Frohes Neues - unter erschwerten drei Bedingungen

1. Natürlich habe ich die Jackenstricknadeln gekauft und mich damit durchgekämpft. Vor allem die ersten beiden Reihen, nachdem Leib und beide Ärmel für die Raglanpasse auf den Nadeln waren, strickten sich sehr mühsam. Und sehen reichlich unregelmäßig aus, ehrlich gesagt. In der Raglanabnahme vorne ist auch noch ein fetter Fehler. Ist halt Handarbeit!
Ich glaube, dass sich mit Jackennadeln die Wurftechnik der Briten besser stricken lässt und habe mir sogar kurz überlegt umzulernen. Aber ich denke, dass es noch unregelmäßiger wird, wenn ich mittendrin mit einer anderen Technik beginne. Foto folgt.

2. In der Ferienwohnung tauchten plötzlich Motten auf und woher kamen die? Natürlich von der hier gekauften Wolle! Habe drei kleine Gästeseifen dazu gepackt und hoffe das Beste bis wir am 7. wieder daheim sind. Erst dachte ich, ich spule daheim alles um und wasche dann die Stränge von Hand, um die Eier da raus zu bekommen. Aber dann ist mir eingefallen, dass ich mal irgendwo den Tipp gesehen habe, kratzige Wolle direkt als Knäuel in einem Wäschenetz in der Waschmaschine zu waschen und danach sind sei sie schmusig weich. Werde jeden Knäuel in eine Socke packen und alles möglichst heiß im Wollprogramm waschen und das Weichspülerfach mit Lavendelöl fluten.

3. Bei einer Autofahrt letzten Donnerstag bin ich in Stadtschuhen ausgestiegen, auf steilem, rutschigen Grund gestürzt und habe mir den Knöchel verstaucht, so dass ich jetzt einen Gips und Krücken habe und alle geplanten Wanderungen gestrichen sind. Könnte nicht behaupten, dass ich die Zeit zum Stricken genutzt habe. Mit den Jackennadeln ist es halt doch nicht so spaßig.

Freitag, 23. Dezember 2016

Erst Restbestände ausgeräumt, dann Strickalarm ausgelöst

Ich bin seit ein paar Tagen auf La Gomera im Urlaub und wie immer schaue ich mir das Wollangebot vor Ort genau an.
In der Inselhauptstadt San Sebastian habe ich nichts gefunden, aber das Geschäft, das nach Wolle aussah, hatte entzückende Schäfchen-Hausschuhe für Kinder - auch in Erwachsenengrößen:


1. Vorweihnachtsgeschenk vom Lieben Mann

Aber eine kleine Libreria in Valle Gran Rey, ein paar hundert Meter von der Ferienwohnung entfernt, hat tatsächlich Garn im Angebot:

Was wohl in dem Korb ist?


Und Wolle:

2. Vorweihnachtsgeschenk! Wenn die seit mindestens 2002 im Laden liegen, müssen sie mit Mottenschutz behandelt sein, oder?


Genau die richtige Farbe und Qualität für eine Jacke für den Lieben Mann!
Der Preis ist € 1.75/Knäuel - ich glaube, dieser Preis wurde im 2002 zum Euro-Umstieg ausgerechnet und seitdem nicht angepasst. Auf jeden Fall habe ich alle elf noch vorhandenen Knäuel gekauft.... Bestände ausgeräumt, meinte der Liebe Mann. Vermutlich mache ich eine Raglanjacke mit einem Strukturmuster und einer glatten Passe in einer ergänzenden Farbe daraus.

Am nächsten Tag aber der Strickalarm: Die teure Knitpro Cubics-3.5mm-Rundstricknadel ist gebrochen. Einfach so! Und dabei strickte ich voll Zufriedenheit an der Lucy in the Sky-Jacke weiter. Ich also voller Hoffnung zurück zur Libreria geeilt, aber leider, leider gibt es diese Stärke nur als Jackennadel.Und jetzt?




Samstag, 20. September 2014

Kurze Updates

Ich war ein paar Tage in Hamburg und Berlin und saß ansonsten lieber im Garten als vor dem PC, deshalb heute nur kurz:

Auf dem Bahnhof in Hamburg habe ich diese nette Person gesehen und gleich angequatscht.
Sie meinte, sie könne leider nicht mehr Wandern, aber noch Stricken. Im Moment arbeitet sie an einem klassischen Troyer in Sockenwolle für ihren Enkel - in Größe XL. Ich finde, das ist wahre Liebe!


Ich selbst hatte kleines Gepäck und deshalb nur die aktuellen Socken zum Stricken dabei.

Bei der Jacke für den Schwager habe ich bei www.sewingpatterns.com zwei vom Modell her passende Schnittmuster gekauft. Ich finde diese Website ja genial, frau bekommt tatsächlich noch für wenig Geld Neue Mode-Schnitte und andere Raritäten. Zum Runterladen, Selbst-Ausdrucken und Selbst-Zusammenkleben allerdings.

Das ist eine ziemliche Arbeit und nichts für Kleinmütige. Die einzelnen Blätter sind aus dem Altpapierstapel des Lieben Mannes; inzwischen bin ich schon in der Schicht des Jahres 2007 angelangt.
Leider ist selbst die Größe 46 viel zu groß, und dabei ist der Schwager zwar schlank, aber nicht klein. Ich hätte gedacht, die kleinste Größe käme hin. Aber in den Achtzigern, aus denen der Schnitt stammt, saßen die Sachen halt superweit... Der zweite Schnitt ist auch aus dieser Zeit und ich denke, deshalb steht mir auch noch mehr Arbeit durch Verkleinern bevor.


Donnerstag, 21. August 2014

Gruesse aus Frankreich

Eigentlich wollte ich noch vor dem Urlaub schreiben, aber es war zu hektisch.
Hier aus dem staedtischen Internet-Cafe mit der fremden Tastatur ist es auch kein
Vergnuegen; Deshalb nur zum Beweis, dass mit Nadeln gearbeitet wurde ein paar Bilder:
Sommermuetze fuer den Lieben Mann

Sommermuetze fuer mich

Fuer das Begleitkind

Ein Aermel der aktuellen Strickjacke; der andere ist genauso weit
Fuer Alles ist es natuerlich viel zu heiss!!

Mittwoch, 9. Juli 2014

Me made Mittwoch - Soul Wear

Im heutigen Me Made Mittwoch wird gefragt, was wir in den Urlaub mitnehmen.
Hier ist der Nächste noch nicht mal geplant! Wie gut, dass ich in den Urlaub stets auch so eine Schlummelhose mitnehme, wie ich sie heute anhabe. Während kühler Abendstunden oder Schlechtwetter-Tage in hässlich eingerichteten Unterkünften einfach super; sozusagen Soul Wear.
 
Nach einem Ottobre-Schnitt aus Nicky mit Stretchbündchen
Hier gießt es in Strömen, so dass die Motivation, das Leinenkleid weiterzumachen komplett abgesoffen ist, aber ich denke, dass ich es beim nächsten MMM im Herbst zeigen kann.
Allen Teilnehmerinnen wünsche ich einen tollen Sommer!!

Dienstag, 8. Juli 2014

Verstrickte Dienstagsfrage 28/2014 - Negative Erlebnisse?

Hattet Ihr in Zusammenhang mit Eurem Hobby schon mal ein negatives Erlebnis?
Musstet Ihr Euch vielleicht dumme Sprüche oder abfällige Bemerkungen anhören?
Oder hattet Ihr schon mal Streit mit dem Partner wegen Eurer Wollkäufe oder weil Ihr Euch mehr mit dem Strickzeug als mit ihm beschäftigt?
Wart Ihr womöglich in einen Zickenkrieg unter Wollweibern verwickelt?
Habt Ihr eventuell sogar schon Verletzungen oder andere negative gesundheitliche Folgen -verursacht durch Euer Hobby- erleiden müssen?

Und wenn ja, wie seid Ihr mit der Situation umgegangen?
 
Bei der heutigen Frage des Wollschafs fällt mir nicht soviel ein. Ich glaube, ein Doofmann/eine Dooffrau sagte im Zug mal sehr laut: "Guck mal, die häkelt!!" Sollte mich wohl drauf bringen, dass ich etwas ganz Merkwürdiges tue. Um so merkwürdiger, da ich gerade strickte.
Streit mit Partner - nein. Zickenkrieg - nein. Das Unangenehmste war eine sehr unsympathische Person auf einer Stricknacht vor ein paar Jahren, die jemanden verbal angriff  und schlechte Laune verbreitete. Ich versuche zwar tolerant zu sein, weil ich selbst auch nicht stets lieb und nett bin, aber auf der Stricknacht war ich nicht wieder.
Verletzungen nein, bloß die zu erwartenden Schmerzen bei Überbelastung. Dann habe ich halt eine Pause eingelegt.
Wenn ich drüber nachdenke, ärgere ich mich akut meistens über Technik. Ungeladene Akkus, wenn frau mal kurz ein Foto machen will, fehlende Programme zum Handy-Update oder nicht genügend Speicherplatz auf demselben. An zweiter Stelle der Ärgernisse stehe ich selbst! Irgendeinen Fehler gemacht, eine Fehlentscheidung getroffen, zu bequem gewesen...

Ansonsten arbeite ich weiter an der dreifarbigen Muscheljacke. Um auf jeden Fall mit dem rosa Garn auszukommen, stricke ich noch vor den Ärmeln sämtliche Blenden. Da ich italienisch abkette, ist es soviel Gefrickel, dass ich langsam die Lust verliere. Jetzt heißt es dranbleiben.
Erst mit, dann ohne Blitz fotografiert - die Wahrheit der Farben liegt in der Mitte:



Und eine Idee, aus der (noch) nichts wurde:

Kabelgirlande im Badezimmer


Da war doch noch eine 6er Strickliesel?

Und ein farblich passender Knäuel?


Ist leider viel zu dünn, um die Stecker durch zu bekommen

Hat aber schöne Erinnerungen an den Campingurlaub am Atlantik 1987 geweckt, als ich dieses Garn in einen Pulli für meine Freundin Tanja verstrickt habe. (Angezogen hat sie ihn aber nie.)
Rechts unten das Strickzeug


Mittwoch, 11. Juni 2014

Nur mal so zwischendurch

Es gibt mich noch, klar, aber handarbeitstechnisch läuft gerade nicht viel Zeigbares. Am Kleid bin ich nicht weiter und die Umrandung der Banana-Silk-Jacke mache ich gerade zum vierten Mal. Sehr schwierig, das schön hinzubekommen.
Die letzten beiden Wochenenden war ich unterwegs und kann so zumindest ein schönes Foto des Berliner Wollgeschäfts lalaine (Kantstr. 145) zeigen:


Gut gefallen hat mir nebem dem schön sortierten Angebot auch ein Zettel mit Tipps & Tricks zum Stricken, der zum Mitnehmen ausliegt.

Samstag, 29. März 2014

Suchbild mit Wolle

Inzwischen war ich zu oft in Andalusien, um noch die Hoffnung zu haben, etwas handarbeitsmäßig wirklich Tolles zu entdecken. Und so bin ich letzte Woche völlig entspannt durch Sevilla spaziert und nur mal wieder ein Foto von einem der vielen Läden mit billigem China-Kram gemacht. Ich würde zu gerne wissen, wer dort dieses 100% Acryl-Garn kauft und wofür?




Bei Velasco, dem großen Woll- und Handarbeitsgeschäft in der Altstadt bin ich erst garnicht eingetreten, habe aber ein Vergleichsfoto des Schaufensters geknipst; haben die seit letztem Jahr umdekoriert oder nicht?
Ja, sie haben
Der Laden war übrigens knackvoll, denn Velasco verkauft nicht nur Garne, sondern auch traditionelle Stoffe und Borten für Semana-Santa-Kutten und Flamenco-Stoffe für Feria-Kleider.
Wer für seine männlichen Familienmitglieder eine neue Kutte nähen muss oder seine Freundinnen mit einem chicken, neuen Kleid beeindrucken will, sollte bald mal mit der Planung anfangen.
Auch die Flamenco-Stoff-Bereiche der Stoffgeschäfte waren entsprechend gut besucht und ich bin in Versuchung gekommen, mir zumindest Stoff für einen im Alltag in Deutschland tragbaren Rock zu kaufen. Habe aber widerstanden.

Hier nur ein Schaufenster







Mittwoch, 1. Januar 2014

Ein gutes Neues Jahr!

Zwar habe ich die gesamte Wolle für das Häkeljäckchen dabei, aber es hat sich noch nicht viel getan.
Hauptsächlich, weil ich die Zunahmen der Ärmel nicht richtig hinbekomme. Ich nehme nach Gutdünken am Rand zu und wurstle mich so durch. Wie ich das bei zweiten Ärmel genauso hinbekommen soll, ist mir ein Rätsel!
Fette Wolltasche, Maschenprobe, angefangener Ärmel
Das Muschelmuster besteht aus abwechselnd fünf Stäbchen und einer festen Masche. In all meinen Handarbeitsbüchern steht nicht, wie ich zunehmen soll. Weil ich mir nicht anders zu helfen weiß, nehme ich immer das zu, was gerade dran wäre, aber dann sind es eben rechts und links von der (zukünftigen) Naht mehrere feste Maschen oder Stäbchen, die nicht ins Muster passen. Geht das nicht anders? Während ich das schreibe, kommt mir die Idee, in Freiburgs Handarbeitsläden zu fragen, wenn ich wieder daheim bin.

Hier in Spanien ist in jeder Kirche, jedem Geschäft und jeder Markthalle über Weihnachten (das hier bis zum 6. Januar geht), eine Krippe aufgebaut. Die größte bisher fanden wir in der Markthalle von Jabea, wo nicht nur der Stall selbst, sondern ein kompletter Markt liebevoll und detailreich aufgebaut sind. Am besten hat mir der Stand mit Stoffen gefallen:


Für dieses Jahr habe ich vor, weiterhin wenig Stoff oder Garn zu kaufen und meine angehäuften Schätze zu verarbeiten. Ich bin gespannt, was ihr euch für dieses Jahr vornehmt und wünsche euch Erfolg bei allen Plänen!

Montag, 23. Dezember 2013

Weihnachtsgrüße aus dem Süden

Wie fast jedes Jahr verbringe ich mit dem Lieben Mann Weihnachten da, wo es warm ist. Oder zumindest wärmer als in Deutschland.
Für diesen Urlaub in Spanien hatte ich keinerlei Ehrgeiz mehr, irgendetwas handarbeitstechnisch Interessantes zu finden, nachdem ich in den letzten Spanien-Urlauben immer nur die gleichen Wollqualitäten sah. Aber heute waren wir auf einem kleinen Mittelalter-Weihnachtsmarkt und ein Stand bot u.a. beinerne Häkelnadeln an:


Schön, oder?

Und etwas später kam ich an einem Wollgeschäft vorbei, davon musste ich natürlich auch ein Foto machen. Schade, dass es keine Karte der Wollgeschäfte Europas gibt, dort könnte ich Einiges eintragen.
Lanas y Algodones El Paraiso, Plaza de mercado no. 24, Valencia
Genau gegenüber ist übrigens ein weiteres Wollgeschäft, aber nicht so eine Alibabas Schatzhöhle wie dieses. Und direkt daneben ist ein Korbgeschäft mit sowohl traditionellen als auch moderneren Korbsachen (da muss ich nochmal hin....)
        
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das Neue Jahr!!

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Da gewesen und nichts (für mich) gekauft!

Der Liebe Mann meinte, er müsse nochmal in den Süden, bevor hier der Herbst richtig ernst macht und hatte für das letzte Wochenende den TGV nach Avignon gebucht. Er hätte lieber an's Meer gewollt, aber ich hatte Ruso and the Root of All Evils gelesen, das in der Gegend von Nimes handelt und wollte die römischen Hinterlassenschaften dort ansehen.
Außerdem wollte ich Renaissance Dyeing in den Pyrenäen besuchen und einen Großeinkauf dort machen, aber das ließ sich in vier Tagen nun nicht mehr unterbringen.
Wie gut, dass kurz vor Abfahrt eine Mail von Renaissance Dyeing kam, dass sie bis zum Sonntag mit einem Stand auf dem Markt des "Forum International de la Couleur Vegetal" in Lauris vertreten sein würden.

Wir haben den Garten mit Färbepflanzen besichtigt...

 ... und den Markt. Die Stände von oben:
An einem Stand spann ein alter Mann Flachs, an einem anderen eine junge Frau Wolle. Dort habe ich einen Knäuel graue Wolle für Socken für den Lieben Mann gekauft.
€ 7,50 für 100 Gramm. Macht nicht viel her, aber die Socken werden sicher schön warm

Zwischen all den pastelligen Angeboten hatte Andie von Renaissance Dyeing mit Abstand den schönsten Stand mit den buntesten Farben!
War mir sehr sympathisch: Andie an ihrem Stand
Der Häkelschal rechts auf dem Bild hat mich schon gelockt, aber nachdem ich nun wirklich genug Wolle für die nächsten Jahre habe, konnte ich mich (mühsam) beherrschen und nur der Liebe Mann hat sich einen Strang für Socken ausgesucht. 17 Euro für hundert Gramm Biowolle mit Pflanzen gefärbt - da kann frau nicht meckern. (Was für eine Beize benutzt wurde, weiß ich jedoch nicht.) Wenn wir allerdings das nächste Mal nach Südfrankreich und tatsächlich in die Pyrenäen kommen, werde ich jegliche Zurückhaltung aufgeben!

Sonntag, 22. September 2013

In zwölf Tagen Urlaub nur eine Viertelrunde gestrickt

Donnerstag, 19. September:
Eigentlich sollte ich diesen Blog von Handarbeit auf Bücher umstellen, das würde eher der Realität entsprechen und ich müsste mich nicht mehr schämen, so wenig produktiv zu sein. Ich war sogar mit dem sorgfältig vorbereiteten Strickzeug im Urlaub in Italien, aber eben auch mit drei Büchern und dem Kindle.
Dass ich nicht mehr gestrickt habe, lag daran, dass ich
a) nicht wusste, ob ich den Ärmel schlicht und gerade am Handgelenk enden lassen oder ihn zu einer Art Rüsche erweitern soll. Für mich eine unglaublich mutige Idee, die einige Überlegungen erforderte und mich blockierte. Inzwischen habe ich es getan und bin so zufrieden, dass ich vielleicht sogar eine kurze Rüsche an einer Seite der Knopfleiste anbringen werde.
b) doch nicht durch Außenseiterverhalten auffallen wollte. Ich habe zwar immer behauptet, dass ich natürlich in der Öffentlichkeit stricke, aber ich wollte weder im italienischen Zug noch sonstwo durch nicht konformes Verhalten aus dem Rahmen. (Konformes Verhalten ist auf dem Handy rumtippen.)

Auch in Florenz habe ich ein Wollgeschäft gesehen und die Trends sind anscheinend europaweit die gleichen:

Bunte Mützen,
Spiralschals,

Spaghetti-Garn (Fettucione) und dem Klima angemessen: Kühlende, feine Baumwolle

Das Geschäft ist auf dem Platz der Basilica di San Lorenzo, links vom Portal

Aber auch hier kann man Garn kaufen (Wolle ist es nicht):





Das Strickzeug der Jacke für den Lieben Mann mit seinen vier Knäulen ist zum Reisen nicht geeignet, aber an den letzen zwei Abenden habe ich Hörbuch gehört und Fortschritte an ihr gemacht. Inzwischen sind die Reihen deutlich kürzer und damit schneller gestrickt.
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Die Sandalen sind schon fortgeräumt, die Röcke folgen dieses Wochenende und ich habe einige Winterstoffe (Fotos folgen) aus dem Vorrat gezogen, um jeweils dieses Trägerkleid (Modell A im Hahnentrittmuster) daraus zu nähen. Den Schnitt habe ich im Internet bestellt und sehe erst jetzt, dass ich noch einen Schnitt für ein Futter dazubasteln muss. Zu doof, nun bin ich in meinem Enthusiasmus schon wieder ausgebremst! Auf dem Schnitt ist Schwierigkeitsgrad 1 angegeben, im Internet 2 und durch das Futtergefummel muss ich es als 3 betrachten.

Samstag, 21. September:
Futterstoff und Reißverschlüsse wurden heute gekauft. Aus einem Jeansstoff wird Modell B, das braucht nicht gefüttert zu werden und kann als Probemodell dienen.

Sonntag, 22. September:
Heute waren wir auf einem Historischen Fest und ich hätte euch so gerne ein Foto der Spinnerin mit ihrem Rad und ihren knallbunten, pflanzengefärbten Strängen gezeigt. Aber leider, leider ist schon wieder eine Kamera kaputt. Ich brauche praktisch jedes Jahr eine neue und dabei gehe ich sanft mit ihnen um!

Donnerstag, 29. August 2013

Eine glückliche Frau

Nein, mich meine ich nicht, ich bin zwar ganz happy mit meinem Leben, aber so eine strahlend glückliche Ausstrahlung wie Andrea Ostheide von Andreas Glücksmasche habe ich nicht. Dies ist ein Wollgeschäft in Bad Meinberg, wo ich letzte Woche mit dem Lieben Mann drei Tage verbrachte.
Bad Meinberg ist ein recht verschlafen wirkendes Kurstädtchen, das ich niemals als Standort für ein Geschäft mit eher teuren Garnen eingeschätzt hätte. Sieht man mal, wie man sich irren kann.
Eigentlich hätte ich mich schon bei dieser Skulptur im Kurpark denken sollen, dass dies ein guter Ort für Handarbeiten ist:
Die sozial engagierte Fürstin Pauline zur Lippe mit Strickzeug
 Frau Ostheide hat auf ihre nette, offene Art erzählt, wie ihr Geschäft die Kunden und sie selbst glücklich macht:
1. Die älteren Einwohnerinnen, die früher stricken mussten, gehen mit abschätzigen Bemerkungen am Schaufenster vorbei, aber die Mittleren und Jüngeren sind ernsthaft vom aktuellen Strickhype erfasst, stricken viel und kommen zu den wöchentlichen Strickabenden.


2. Bad Meinberg ist ein Kurort und viele weibliche Kurgäste fangen -oft nach sehr langen Pausen- wieder mit Stricken an, weil sie sich langweilen. Wenn sie dann sehen, dass sie es noch können und erst einen Spiralschal und dann etwas anderes Schönes schaffen, sind sie ganz begeistert und diese Begeisterung macht wiederum Frau Ostheide glücklich.


3. Am Ort ist ein Mutter-und-Kind-Kurheim und eine Mitarbeiterin der Glücksmasche zeigt jeweils in der ersten Kurwoche dort das Häkeln von bunten Mützen. Frau Ostheide erzählt, dass die Frauen oft zwei Tage später mit dem ganzen Kindertrupp in den Laden kommen und jedes Kind darf sich Garn für eine Mütze aussuchen. Und teilweise häkeln die Kinder die Mützen auch selbst.
Im Geschäft gibt es also etwas Mützenhäkelgarn, ein wenig Spiralschalgarn und ansonsten das Sortiment von Zitron, weil Frau Ostheide deren Umwelt-, Sozial- und Produktstandards wichtig sind.
Mich selbst hat der hübsche Laden so begeistert, dass ich mit vier Strängen Lace No. 1 filigran in Blau aus dem Laden kam. Glück zum Kaufen sozusagen. Der schlechte Einfluss von Tina Hees' Artikel über die Rückkehr der feinen Garne in der aktuellen Verena bewirkte das Lacegarn - das dünnste Garn in meinen Vorräten und eines der teuersten.
Und ich habe ernsthaft überlegt, ob ich nicht im nächsten Kurstädtchen mit Mutter-und-Kind-Kuren einen kleinen Laden aufmachen soll....



Samstag, 15. Juni 2013

Wolle in Mailand kaufen?

Der Liebe Mann musste beruflich dorthin und hat mich eingeladen mitzukommen. Zurück bin ich seit Dienstag, aber langes Sitzen im Zug unterbrochen von Koffer schleppen ist das Schlimmste für meinen Rücken und nach dieser Strapaze konnte ich ein paar Tage lang nicht länger am PC sitzen und schreiben. Der Dom von Mailand ist jedoch zauberhaft und ich habe bei einem italienischen Schuhhersteller zwei Paar entzückende Ballerina zu einem super Preis gekauft. Kennt ihr noch die Werbung aus den Achtzigern: 
"Die interessantesten Männer und Frauen stehen auf italienischen Schuhen"? Damals wollte ich auch eine interessante Frau auf italienischen Schuhen werden.

Nach Wolle habe ich auch geschaut und langsam frage ich mich, was für Wunder ich eigentlich erwarte? Supertolle einheimische Wolle zu einem Schnäppchenpreis? Träum weiter! Die Verkäuferin in Fonte della Moda hatte zwar Merinogarn in vielen schönen Farben da und versicherte überzeugend, dass dies ein italienisches Produkt von italienischen Schafen sei, aber der Preis war recht hoch mit 50 Gramm für 5 Euro.

Links die italienische Merinowolle
Das Hauptangebot sind Stoffe:
Nur die Angestellte hat den Durchblick!

Einer der sichtbaren Stoffe: Petrolfarbenes Leinen für € 40/m - zu teuer für mich
Bei Guffanti dachte ich, ich sei falsch:
Unten liegen einige Knöpfe, der Rest ist Wäsche
Das ist ein Foto vom rechten Schaufenster, im linken ist nur Reitsswäsche von der Sorte, die aus schwarzen Bändchen besteht oder Kreisen mit Troddeln dran, die auf die entsprechenden Körperteile geklebt werden.

Innen war jedoch alles so seriös und traditionell, dass ich mir solche Wäsche hier sofort kaufen würde!

Wolle und Zubehör hatten sie nicht, verwiesen aber auf Mani di fata, zweihundert Meter weiter. Diese hatten tatsächlich einen Musterkatalog mit Wollproben und viele Artikel von Prym, wollten mich aber keine Fotos machen lassen.
Also: Keine Wolle gekauft, nur zarte Ballerinas und so den Koffer nicht weiter beschwert!