Am besten von meinen Aufträgen ist die Hose geworden, die mir Senora Ofelia aus einer gut abgelagerten Baumwollmischung geschneidert hat. Kein Zufall, weil sie tatsächlich den Original-Schnitt Butterick 5391D benutzt hat und dass sie auf Hosen spezialisiert ist. (Bild folgt).
Mein Fazit ist: Es war zwar günstig, aber auch nervig, immer wieder zu Anproben durch diese anstrengende Stadt zu fahren. Der Frustfaktor ist hoch, denn die eigenen Vorstellungen lassen sich manchmal nicht 1:1 vermitteln. Ausserdem muss man sich auf Verzögerungen einstellen: Wenn man nicht immer wieder Druck macht, machen den andere Kundinnen - und deren Aufträge werden vorgezogen. Bei der Clinica des Modas ist immer noch das T-Shirt unfertig. Die Mutter der Schneiderin, die für meinen Auftrag zuständig ist, ist erkrankt und ihre Tochter muss sie pflegen. Also kommt sie nur unregelmäßig zur Arbeit. Ausserdem ist eine der Maschinen kaputt. Klar, dass mein Auftrag nicht fertig wird.
Nachtrag: Das T-Shirt ist viiiel zu groß geworden und sieht entsetzlich aus. Es ist in Deutschland ohne Umwege in die Altkleidersammlung gewandert.
Posts mit dem Label Lima werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lima werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 15. März 2012
Freitag, 9. März 2012
Ecotintes - Färben mit Pflanzenstoffen
Letztes Jahr schon habe ich im Wollgeschäft in Miraflores einen Strang zartrosa Baumwolle gekauft - ein echter Exot in diesem Land von grellem Acryl und buntem Alpaka; obwohl Peru Pima-Baumwolle anbaut, spielt Alpaca die erste Geige.
Der Strang kam von der kleinen Firma Ecotintes, ca 80 km nördlich von Lima an der Panamericana. Am Dienstag haben wir es endlich geschafft, ein Auto zu mieten und mit Freunden Ecotintes und Caral, eine Ausgrabungsstätte der ältesten Kultur Amerikas zu besuchen. Von Ecotintes war ich völlig begeistern:
Sie recherchieren und forschen über pflanzliche Färbemethoden und den Anbau von Färbepflanzen, haben eine professionelle Ausstattung mit kleinem Labor und arbeiten mit modernen Methoden, bauen Färbepflanzen und Baumwolle an mit ökologischen Methoden, bauen Spinnräder und geben sie an die Bewohner eines nahegelegenen Dorfes, wo Schafwolle und Alpaca für Ecotintes damit versponnen werden. Daniella Calmet, die Tochter des Inhabers Ricardo, hat uns alles gezeigt:
Natürlich habe ich Wolle für Jacken für meinen Mann und mich bestellt, Alpaca in Blau und Grün. Der Freundin, die nicht mitkonnte, habe ich zwei Knäuel Schafwolle in ihrer Lieblingsfarbe Fuchsia mitgebracht. Sie möchte noch mehr, um sich einen Pulli für den kommenden Winter zu stricken. Und die Freundin, die dabei war, bedauert es, dass sie nichts gekauft hat. Wundert mich nicht, das Material ist bestechend schön!
Danach sind wir noch weiter nach Norden, nach Caral, den Resten einer fast 5000 Jahre alten, stadtähnlichen Siedlung. Immer wieder erstaunlich, was man im völlig abgelegenen Gegenden Perus noch für archäologische Schätze entdeckt. Caral wurde erst Mitte der 1990er-Jahre entdeckt und ist inzwischen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.
Der Strang kam von der kleinen Firma Ecotintes, ca 80 km nördlich von Lima an der Panamericana. Am Dienstag haben wir es endlich geschafft, ein Auto zu mieten und mit Freunden Ecotintes und Caral, eine Ausgrabungsstätte der ältesten Kultur Amerikas zu besuchen. Von Ecotintes war ich völlig begeistern:
Sie recherchieren und forschen über pflanzliche Färbemethoden und den Anbau von Färbepflanzen, haben eine professionelle Ausstattung mit kleinem Labor und arbeiten mit modernen Methoden, bauen Färbepflanzen und Baumwolle an mit ökologischen Methoden, bauen Spinnräder und geben sie an die Bewohner eines nahegelegenen Dorfes, wo Schafwolle und Alpaca für Ecotintes damit versponnen werden. Daniella Calmet, die Tochter des Inhabers Ricardo, hat uns alles gezeigt:
| Färbebecken mit Indigo, die Stränge werden von einer passenden Aufhängung in die Lösung getaucht. Die Pflanzenreste, mit denen die Farbe angesetzt worden war, werden kompostiert. |
| Umgebaute Haushaltswaschmaschinen zum Spülen der Stränge; das Abwasser wird zum Gießen benutzt, denn giftig sind weder Beize noch Färbemittel |
| Färbepflanzenanbau im Garten |
| Peruanischer Nackthund, Schmusetier und Nachtwächter |
| Cochenille - Rohstoff aus Kermesläusen für die Farbe Karminrot |
| Arbeitsraum und Lager; alle Wände des Hauses sind in unterschiedlichen Farben bunt gestrichen |
| Wolle und Baumwolle. Motten und anderes Ungeziefer gehen übrigens nur an ungefärbte Wolle |
| Stränge zwischen Färben und Aufwickeln |
| Selbstgebauter E-Spinner im Arbeitsraum |
| Anzucht von Färbepflanzen |
|
Natürlich habe ich Wolle für Jacken für meinen Mann und mich bestellt, Alpaca in Blau und Grün. Der Freundin, die nicht mitkonnte, habe ich zwei Knäuel Schafwolle in ihrer Lieblingsfarbe Fuchsia mitgebracht. Sie möchte noch mehr, um sich einen Pulli für den kommenden Winter zu stricken. Und die Freundin, die dabei war, bedauert es, dass sie nichts gekauft hat. Wundert mich nicht, das Material ist bestechend schön!
Danach sind wir noch weiter nach Norden, nach Caral, den Resten einer fast 5000 Jahre alten, stadtähnlichen Siedlung. Immer wieder erstaunlich, was man im völlig abgelegenen Gegenden Perus noch für archäologische Schätze entdeckt. Caral wurde erst Mitte der 1990er-Jahre entdeckt und ist inzwischen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.
Standort:
Barranca, Peru
Montag, 5. März 2012
Nähen lassen, 1. Teil
Bevor wir zum Schnuppern nach Lima kamen, hatte ich schon in Blogs gelesen, dass frau sich hier günstig und gut Kleidung nach Maß schneidern lassen kann.
Mein erster Versuch war jedoch ein völliger Reinfall, ich war einfach bei einem klassischen Herrenschneider zur Tür reinspaziert, ein sehr, sehr alter Herr, der mir einen Jeansrock in A-Form nähen sollte. Bei der ersten Anprobe war er viel zu weit und am Schluss immer noch schrecklich. Mit Bleiche habe ich noch versucht, ihn auf modern zu trimmen, aber für diese Katastrophe war alles zu spät. Aus dem Rock ist dies geworden:
Als ich dann hier wohnte, bin ich nur noch zu Schneiderinnen, die mir empfohlen worden waren: Sra Lucy hat mir eine Tunika nach Schnittquelle Belfort genäht und ein Kostüm nach Burdastyle.
Die Clinica de Modas hatte einen Großauftrag: Ein Kleid nach Patrones, ein Shirt nach einem Bild von Hobbyschneiderin, zwei Tankinis, einen Rock nach Burda ??? (finde den Schnitt weder im Haus noch online).
Üblicherweise bringt frau der SchneiderIn ein Bild oder ein Foto des Modelles oder ein zu kopierendes Original oder macht eine kleine Skizze. Dass jemand einen Schnitt mitbringt, ist völlig unüblich, denn hier gibt es keine Schnitte zu kaufen. Die SchneiderIn fertigt aus alten Zeitungen den Schnitt selbst an. Von Sra Lucy und den Schneiderinnen der Clinica de Modas wurden meine mitgebrachten Schnitte verschmäht. "Ich verlasse mich nur auf mein Maßband", bekam ich auf meine Frage warum zu hören. Ich musste gut aufpassen, dass sie sich an das Modell hielten. Beim grünen Kleid hat es nicht geklappt:
Wenn frau Stoff hat, bringt sie ihn mit, sonst besorgt ihn die Schneiderin. Auch hier gilt, dass es sich empfiehlt, möglichst genaue Vorgaben zu machen.
Alle haben einen Hang dazu, etwas zu eng abzustecken. Auch meine beiden peruanischen Freundinnen waren trotz ihrer Erfahrung und der gleichen Sprache nicht vor Enttäuschungen gefeit: Mehrmals waren Sachen zu eng (trotz Zwischenanproben) oder Röcke von Kleidern wiederum zu weit. Beide haben mehrmals geschworen, zu dieser oder jener Schneiderin nie mehr zu gehen. Katia hat sich für die Hochzeit ihres Stiefsohns drei Kleider anfertigen lassen und war nur mit dem Dritten völlig zufrieden. Obwohl sie eine perfekte, ganz schlanke Figur hat.
Mein erster Versuch war jedoch ein völliger Reinfall, ich war einfach bei einem klassischen Herrenschneider zur Tür reinspaziert, ein sehr, sehr alter Herr, der mir einen Jeansrock in A-Form nähen sollte. Bei der ersten Anprobe war er viel zu weit und am Schluss immer noch schrecklich. Mit Bleiche habe ich noch versucht, ihn auf modern zu trimmen, aber für diese Katastrophe war alles zu spät. Aus dem Rock ist dies geworden:
| Der linke Buchumschlag; noch mit Bleichspuren |
Als ich dann hier wohnte, bin ich nur noch zu Schneiderinnen, die mir empfohlen worden waren: Sra Lucy hat mir eine Tunika nach Schnittquelle Belfort genäht und ein Kostüm nach Burdastyle.
| Ist an mir auch zu eng. Aber besser gebügelt. |
Die Clinica de Modas hatte einen Großauftrag: Ein Kleid nach Patrones, ein Shirt nach einem Bild von Hobbyschneiderin, zwei Tankinis, einen Rock nach Burda ??? (finde den Schnitt weder im Haus noch online).
Üblicherweise bringt frau der SchneiderIn ein Bild oder ein Foto des Modelles oder ein zu kopierendes Original oder macht eine kleine Skizze. Dass jemand einen Schnitt mitbringt, ist völlig unüblich, denn hier gibt es keine Schnitte zu kaufen. Die SchneiderIn fertigt aus alten Zeitungen den Schnitt selbst an. Von Sra Lucy und den Schneiderinnen der Clinica de Modas wurden meine mitgebrachten Schnitte verschmäht. "Ich verlasse mich nur auf mein Maßband", bekam ich auf meine Frage warum zu hören. Ich musste gut aufpassen, dass sie sich an das Modell hielten. Beim grünen Kleid hat es nicht geklappt:
| Leider längst nicht so chic geworden wie die Vorlage. Vermutlich war auch der Stoff ein Fehlgriff. |
| Der Kragen ist hinten leider nicht perfekt |
| Burda ??? von Clinica de Modas genäht; nicht nach Schnittmuster |
| Von mir nach Schnittmuster genäht, auch verbesserungsfähig |
Wenn frau Stoff hat, bringt sie ihn mit, sonst besorgt ihn die Schneiderin. Auch hier gilt, dass es sich empfiehlt, möglichst genaue Vorgaben zu machen.
Alle haben einen Hang dazu, etwas zu eng abzustecken. Auch meine beiden peruanischen Freundinnen waren trotz ihrer Erfahrung und der gleichen Sprache nicht vor Enttäuschungen gefeit: Mehrmals waren Sachen zu eng (trotz Zwischenanproben) oder Röcke von Kleidern wiederum zu weit. Beide haben mehrmals geschworen, zu dieser oder jener Schneiderin nie mehr zu gehen. Katia hat sich für die Hochzeit ihres Stiefsohns drei Kleider anfertigen lassen und war nur mit dem Dritten völlig zufrieden. Obwohl sie eine perfekte, ganz schlanke Figur hat.
Samstag, 11. Februar 2012
Wolle-Großeinkauf in Gamarra
Vorgestern war ich mit meinen beiden Nachbarinnen Katia und Ruth wieder im Textildistrikt Gamarra. Nach 15 Jahren Pause hat Katia wieder mit Nähen angefangen (mein Einfluss) und brauchte Stoff und Zubehör. Ruth brauchte Stoff, um Abdeckungen nähen zu lassen für Tische und Stühle im Innenhof ihres Hauses, wo die Vögel ihre Kleckse hinterlassen.
Da dies vermutlich mein letzter Gamarra-Tripp werden würde, hatte ich mich sorgfältig vorbereitet. Schon beim letzten Mal habe ich dem Wollhändler eine Farbkarte der günstigen Haku Alpaca abgeschwatzt, eingescannt, an meine beiden strickenden Freundinnen in Deutschland gemailt und die Bestellungen in eine Liste übertragen.
Mit meinem Kauf habe ich zwei Händler sehr glücklich gemacht. Für sie ist vermutlich der Monatsumsatz erreicht.
Der linke Bon weist 202.50 Soles aus, das sind ca 57 Euro; der Rechte 209 Soles, ca 59 Euro. Das macht für einen 100g-Knäuel 4.20 Soles, also ca 1,18 Euro. Ist das nicht irgendwie obszön?
Übrigens lagen auch ein paar Pakete von der Drop Baby Alpaca Silk herum, was darauf hindeutet, dass sie in Peru hergestellt wird. Da mich die luschigen Farben nicht ansprachen, habe ich nicht nach dem Preis gefragt.
Beim Nachzählen gerade habe ich entdeckt, dass ein Knäuel violett fehlt, so ein Pech. Und das trotz meiner tollen Liste! Andrerseits hat Katia schon gemeint, dass sie nicht alles, was sie braucht gefunden hat und nächste Woche nocheinmal nach Gamarra fahren will, so dass ich noch eine Chance habe, den Knäuel nachzukaufen.
Ausserdem hat sie ein Kräuselfüßchen für ihre Nähmaschine gesucht und gefunden, dass ich noch nie gesehen habe und auch ausprobieren möchte. Habe auch zwei Kräuselfüße, mit denen ich (noch) nicht klarkomme. Vielleicht ist ihres ja die wunderbare Lösung. Ich hätte so gerne eine Broomstick skirt, schrecke aber vor dem nervigen Kräuseln zurück.
Ruth wird uns wohl nicht begleiten: Ihre Einkaufstasche wurde in Gamarra unbemerkt aufgeschlitzt und nur durch großes Glück waren Geldbeutel, Handy und Schlüssel noch da. Trotz aller Geschichten über Kriminalität in Lima und vor allem in Gamarra, die sie selbst erzählt, war sie völlig schockiert. Ich selbst hatte aufgepasst wie ein Luchs und immer einen Arm um meine Tasche geschlungen. Handy hatte ich daheim gelassen und Kreditkarte und Schlüssel im Auto gelassen. Ganz wie Ruth immer empfohlen hat!
Da dies vermutlich mein letzter Gamarra-Tripp werden würde, hatte ich mich sorgfältig vorbereitet. Schon beim letzten Mal habe ich dem Wollhändler eine Farbkarte der günstigen Haku Alpaca abgeschwatzt, eingescannt, an meine beiden strickenden Freundinnen in Deutschland gemailt und die Bestellungen in eine Liste übertragen.
| Dies sind fast 10 kg |
Der linke Bon weist 202.50 Soles aus, das sind ca 57 Euro; der Rechte 209 Soles, ca 59 Euro. Das macht für einen 100g-Knäuel 4.20 Soles, also ca 1,18 Euro. Ist das nicht irgendwie obszön?
Übrigens lagen auch ein paar Pakete von der Drop Baby Alpaca Silk herum, was darauf hindeutet, dass sie in Peru hergestellt wird. Da mich die luschigen Farben nicht ansprachen, habe ich nicht nach dem Preis gefragt.
Beim Nachzählen gerade habe ich entdeckt, dass ein Knäuel violett fehlt, so ein Pech. Und das trotz meiner tollen Liste! Andrerseits hat Katia schon gemeint, dass sie nicht alles, was sie braucht gefunden hat und nächste Woche nocheinmal nach Gamarra fahren will, so dass ich noch eine Chance habe, den Knäuel nachzukaufen.
Ausserdem hat sie ein Kräuselfüßchen für ihre Nähmaschine gesucht und gefunden, dass ich noch nie gesehen habe und auch ausprobieren möchte. Habe auch zwei Kräuselfüße, mit denen ich (noch) nicht klarkomme. Vielleicht ist ihres ja die wunderbare Lösung. Ich hätte so gerne eine Broomstick skirt, schrecke aber vor dem nervigen Kräuseln zurück.
Ruth wird uns wohl nicht begleiten: Ihre Einkaufstasche wurde in Gamarra unbemerkt aufgeschlitzt und nur durch großes Glück waren Geldbeutel, Handy und Schlüssel noch da. Trotz aller Geschichten über Kriminalität in Lima und vor allem in Gamarra, die sie selbst erzählt, war sie völlig schockiert. Ich selbst hatte aufgepasst wie ein Luchs und immer einen Arm um meine Tasche geschlungen. Handy hatte ich daheim gelassen und Kreditkarte und Schlüssel im Auto gelassen. Ganz wie Ruth immer empfohlen hat!
Mittwoch, 3. August 2011
Parallel-Projekt (eines von mehreren...)
Hier ist es kühl und regnerisch. Unsere Kleidung wird ohne Wäschetrockner erst gar nicht trocken und ist nach wenigen Stunden auf dem Bügel schon wieder klamm und muffig. Leder fängt an zu schimmeln. Wie kein Haus hier hat auch unseres keine Zentralheizung und wir bewegen zwei kleine Gasöfen auf Rädern und einen kleinen Heizlüfter immer dorthin, wo wir es gerade warm haben wollen. Ich weiss, dass das Wetter in Deutschland die letzten Wochen auch nicht schön war, aber der graue Himmel hier verstärkt Heimweh und Einsamkeit so sehr, dass ich keine Energie zum Schreiben hatte. Ich surfe viel im Internet, vergrabe mich in Büchern oder höre ein Hörbuch und stricke dabei. Im Moment gerne diese Jacke hier:
Merino-Wolle vom Italienischen Markt in Nürnberg letztes Jahr (10 oder 20 Euro für 500g) und das Muster ist von Elizzas Webseite. Sie nennt es "Sanfte Wellen" und ich finde genial, wie durch Zu- und Abnahmen das schlichte Glatt-rechts subtil zu einem interessanteren Muster verändert wird.
Wieder habe ich erst eine Maschenprobe gestrickt und mir danach die Anleitung durch den Strickrechner ausrechnen lassen. Ich habe mehrmals die Arbeit wieder aufziehen müssen, weil mir die Struktur abwechselnd zu lappig und zu steif vorkam, bis ich dann zur Nadelstärke 3,5 fand. Vermutlich wird die Wollmenge nicht ausreichen und deshalb stricke ich von oben nach unten, so dass ich einfach aufhören kann, wenn die Wolle zu Ende ist. Die Blenden und Bündchen werden dann mit einer passenden, feinen Merinowolle in Violett von Lana-Grossa ergänzt, vermutlich glatt links.
Die Ärmel sind nach Barbara Walkers Anleitung direkt eingestrickt und man sieht, dass der obere Arm bequem weit ist. Nichts schlimmeres, als wenn der Oberarm spannt, finde ich. Es wird möglichst wenig Fäden zum Vernähen geben, denn die drei Fäden, die von oben kommen (von 2 Vorderteilen und einem Rückenteil) werden direkt für das Einstricken der Ärmel und den Leib weiterverwendet.
Ansonsten habe ich einen Römö-Schnitt für mich angepasst und hoffe, dass ich damit demnächst mal anfange.
Wieder habe ich erst eine Maschenprobe gestrickt und mir danach die Anleitung durch den Strickrechner ausrechnen lassen. Ich habe mehrmals die Arbeit wieder aufziehen müssen, weil mir die Struktur abwechselnd zu lappig und zu steif vorkam, bis ich dann zur Nadelstärke 3,5 fand. Vermutlich wird die Wollmenge nicht ausreichen und deshalb stricke ich von oben nach unten, so dass ich einfach aufhören kann, wenn die Wolle zu Ende ist. Die Blenden und Bündchen werden dann mit einer passenden, feinen Merinowolle in Violett von Lana-Grossa ergänzt, vermutlich glatt links.
Die Ärmel sind nach Barbara Walkers Anleitung direkt eingestrickt und man sieht, dass der obere Arm bequem weit ist. Nichts schlimmeres, als wenn der Oberarm spannt, finde ich. Es wird möglichst wenig Fäden zum Vernähen geben, denn die drei Fäden, die von oben kommen (von 2 Vorderteilen und einem Rückenteil) werden direkt für das Einstricken der Ärmel und den Leib weiterverwendet.
Ansonsten habe ich einen Römö-Schnitt für mich angepasst und hoffe, dass ich damit demnächst mal anfange.
Montag, 11. Juli 2011
Zum ersten Mal raus aus der Großstadt!
Gestern haben wir zum ersten Mal einen Ausflug zu einem der beiden "Naherholungsgebiete" von Lima
gemacht, in das Örtchen Cieneguilla. Dort gibt es einige Landgasthöfe, die die Bedürfnisse von asphaltüberdrüssigen Großstadtbewohnern befriedigen: In netter Umgebung unter blauem Himmel sitzen, mit Freunden oder Familie plaudern und fein essen. Da unter kleines Auto noch im Zoll festhängt, sind wir mit einem Leihwagen gefahren.
Es gibt einen Pool und eine große Liegewiese, Live-Musik und Tänzer. Bewundernswert, wie diese Tänzerin es schaffte, in dem warmen Kostüm Freude am Tanz auszustrahlen.
Hibiskus und etwas mir Unbekanntes. In von Menschen gepflegter Umgebung und in diesem schmalen Flusstal wächst üppiges Grün...
... und es fühlte sich wie Deutschland an.
Auf der Rückfahrt allerdings machten wir einen Umweg durch ein Seitental und dort holte uns die peruanische Wirklichkeit wieder ein: Arme Hüttchen in einer kargen, trockenen Landschaft.
gemacht, in das Örtchen Cieneguilla. Dort gibt es einige Landgasthöfe, die die Bedürfnisse von asphaltüberdrüssigen Großstadtbewohnern befriedigen: In netter Umgebung unter blauem Himmel sitzen, mit Freunden oder Familie plaudern und fein essen. Da unter kleines Auto noch im Zoll festhängt, sind wir mit einem Leihwagen gefahren.
Es gibt einen Pool und eine große Liegewiese, Live-Musik und Tänzer. Bewundernswert, wie diese Tänzerin es schaffte, in dem warmen Kostüm Freude am Tanz auszustrahlen.
Hibiskus und etwas mir Unbekanntes. In von Menschen gepflegter Umgebung und in diesem schmalen Flusstal wächst üppiges Grün...
... und es fühlte sich wie Deutschland an.
Auf der Rückfahrt allerdings machten wir einen Umweg durch ein Seitental und dort holte uns die peruanische Wirklichkeit wieder ein: Arme Hüttchen in einer kargen, trockenen Landschaft.
Dienstag, 5. Juli 2011
Aller Anfang ist schwer! Oder doch nicht?
Zumindest diese schöne Nähmaschine ist leicht, sie heisst auch Featherweight und ist ein Geschenk des lieben Ehemannes zum Hochzeitstag im Mai.
Wir fanden sie auf einem kleinen Flohmarkt im Parque Kennedy in Miraflores.
Sie ist auf 220 V umgearbeitet, aber einige Teile fehlten.
Durch diese hier übliche Werbung habe ich einen Mechaniker gefunden, der mir die fehlenden Teile besorgt und die Maschine überholt hat.
Weiterhin kann sie nur Gradstich nähen und vielleicht werde ich sie nicht oft benutzen; trotzdem brauche ich das Gefühl, mit ihr nähen zu können, um mich an ihr zu freuen. Versteht ihr das?
Am Samstag sind nun endlich unsere Möbel von der Umzugsfirma geliefert worden und ich bin glücklich, nach 3 Monaten Leben wie in einem Zelt wieder einen Arbeitstisch zu haben, meinen Desktop-Rechner und vor allem meine moderne Nähmaschine!
Wir fanden sie auf einem kleinen Flohmarkt im Parque Kennedy in Miraflores.
Sie ist auf 220 V umgearbeitet, aber einige Teile fehlten.
Durch diese hier übliche Werbung habe ich einen Mechaniker gefunden, der mir die fehlenden Teile besorgt und die Maschine überholt hat.
Weiterhin kann sie nur Gradstich nähen und vielleicht werde ich sie nicht oft benutzen; trotzdem brauche ich das Gefühl, mit ihr nähen zu können, um mich an ihr zu freuen. Versteht ihr das?
Am Samstag sind nun endlich unsere Möbel von der Umzugsfirma geliefert worden und ich bin glücklich, nach 3 Monaten Leben wie in einem Zelt wieder einen Arbeitstisch zu haben, meinen Desktop-Rechner und vor allem meine moderne Nähmaschine!
Abonnieren
Posts (Atom)