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Montag, 13. Juli 2015

Fleiß ohne Preis

Anfang letzter Woche habe ich mitbekommen, dass am Wochenende in Waldkirch Mittelalterfest sein würde und beschloss, über das Wochenende zuerst auf das Färben-mit-Pflanzen-Event im Aventon-Park zu fahren und auf der Rückfahrt noch Waldkirch mit zu nehmen.
Das würde der Anlass werden, endlich meine Gewandung zu nähen. Eine Chemise gibt es schon, das Überkleid fehlte noch. Der Schnitt (Burda 7468) war schon vorbereitet, also ausgeschnitten und der Brustabnäher entfernt. Das Kleid ist bedingt authentisch, denn der Baumwollnessel ist unregelmäßig gefärbt und ich habe alle sichtbaren Nähte von Hand genäht. Die Chemise null, weil aus glatter Baumwolle und komplett maschinengenäht.
In jeder freien Minute dieser Woche saß ich auf meinen vier Buchstaben, hörte Harry Potter-Hörbücher und stichelte am Überkleid.
Am Freitagnachmittag strich ich den Gedanken an eine längere Autofahrt in einem Auto ohne Aircondition. Am Sonntag strich ich die Idee, in einer doppelten Lage bodenlangen Stoffes durch die Hitze zu wandeln und blieb auf dem schattigen Balkon.
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Aber das Überkleid ist fast fertig:

Es fehlen nur noch die Schnürung am vorderen Schlitz und die Seitennähte der Chemise, die ich enger geschnitten habe

Hier mit Gürtel, Schuhen und Korb
Ich würde gerne noch Muster auf die Schuhe brennen lassen und vielleicht das Kleid noch weiter besticken. Außerdem habe ich noch eine Idee für einen historischen BH. Und der Korb braucht noch ein Innenfutter. Und, und, und. Im September ist Mittelalterfest in Staufen, bis dahin habe ich es definitiv fertig und eventuell ist der September nicht so heiß, wie er die letzten Jahre war....

Montag, 4. August 2014

Mal wieder in's Stocken geraten

Bis vor einigen Tagen lief es sowohl beim Nähen als auch beim Stricken schlecht und ich war recht frustriert. Ich hatte angefangen, den ersten Ärmel nach dem Schema von Barbara Walker (in Knitting from the Top) zu stricken und wollte mir nicht eingestehen, dass es nicht gut wird:

Vielleicht sieht man es nicht so richtig, aber der Ärmel wird am Oberarm viel zu weit. Ich kenne das schon von einer Jacke, die ich im 2010 nach diesem Schema gestrickt hatte.
Aber aufziehen konnte ich es auch nicht gleich, denn es ist so eine elegante Methode. Vor zwei Tagen habe ich es aber endlich gemacht und mit der Maschenprobe und dem Strickrechner die Ärmel neu ausgerechnet und von unten angeschlagen. Ich werde sie dann mit unsichtbarem Nähgarn einnähen. Denn das war das zweite Problem: Bei B. Walkers Methode werden die Endmaschen des Ärmels um den Armausschnitt herum aufgenommen. Da ich aber mit drei Farben Streifen stricke, war die Aufnehmreihe öfter in einer anderen Farbe, was merkwürdig aussah.

Für das aufgedröselte Stück am Bund habe ich eine, wie ich finde O.K.-Lösung gefunden:

Ich habe eine einfache Blüte gehäkelt und mit der Filznadel eingefilzt. Die jetzt verfilzen Blütenblätter werde ich noch mit einem lila Faden betonen.
Ende nächster Woche fahren wir für zwei Wochen nach Südfrankreich, dort werde ich die Ärmel stricken. 

Bis dahin werde ich den weißen Bw-Häkelpulli fertigmachen, dessen fehlenden zweiten Ärmel ich inzwischen wiedergefunden habe. Vielleicht kann ich den sogar in den Urlaub mitnehmen.

Nähen: Für wirklich sauberes Arbeiten fehlt mir die Sorgfalt und auch die Übung. So liegen beim Leinenkleid auf einer Seite die Abnäher nicht genau übereinander. Ich habe das schon gleich gemerkt, aber ich war mir sicher, dass ich es beim zweiten (und dritten, vierten etc.) Versuch auch nicht besser hinbekommen würde und habe es deshalb so gelassen. Beim Tragen verschwindet diese Stelle auch unterhalb der Brust und fällt nicht mehr auf. Auch der nicht ganz sauber eingenähte RV fällt unter der Achsel nicht mehr in's Auge:
Burda 06/2014, Modell 109. Leinen aus der Stoff-Galerie in der Konviktstraße

Ehrlich gesagt sitzt es an mir auch recht knapp und der Ausschnitt ist sowohl zu weit als auch zu tief und bedeckt die BH-Träger nicht
 Alles in allem nicht gerade ein Meisterwerk, aber ich werde es anziehen. Zumindest im Urlaub.