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Sonntag, 21. Juni 2015

Einkäufe vom Holländischen Stoffmarkt

Gestern war hier Holländischer Stoffmarkt - die Gelegenheit für alle Schnäppchenjägerinnen und so habe ich auch genauso oft Französisch und Schwyzerdütsch gehört wie Hochdeutsch.
Eine Bekannte meinte, die Atmosphäre sei so, dass frau gleich nach Hause fahren und sich an die Nähmaschine setzen möchte und das stimmt genau!
Ich habe total schöne Sachen gekauft und freue mich schon auf das Nähen:


Links gibt es zwei Sweatshirtstoffe, daraus werden die Kleider Frau Fannie von fritzi und Grace von La Maison Victor.
Rechts oben ein Denim-Coupon,  aus dem ich eine Jeans nach dem Makerist-Hosenschnitt nach Maß nähen werde, wenn er erschienen ist.
Und rechts unten ein dick gewebter Möbelstoff, aus dem ich einen Rock wie meinen Herbstrock ohne Abnäher von vor drei Jahren nähen werde:


Gut, dass diese Projekte noch nicht gleich umgesetzt werden können, denn ich habe mich entschlossen, die schon fast aufgegebene Jacke für den Schwager doch anzugehen. Beim Durchsehen meiner alten Ordner ist mir nämlich ein Jackenschnitt aus der Carina 21/1983 aufgefallen. Ich kann mich noch genau an das Nähen erinnern; was das für ein elendes Gewurschtel mit dem festen Jeansstoff war und dass ich es doch gut hinbekommen habe und wie ich diese Jacke liebte.

Tasche hatte ich weggelassen

Meine Nähmaschine hatte mir mein Vater kurz zuvor geschenkt und ich habe sie mit diesem Projekt gleich mal an ihre Grenzen gebracht.
Egal, nur ein kurzer historischer Exkurs. Jedenfalls hatte ich die Schwager-Jacke ja an der hinteren Mitte durchgeschnitten und gestern habe ich fast alle Nähte der einen Hälfte aufgetrennt und die Stoffstücke beschriftet.
Bei einigen Extranähten wollte ich mich eigentlich drücken, aber was ich mir halbwegs zutraue, werde ich machen.
Was ich mir nicht gut zutraue:
Eingesetzte Tasche und Paspeltasche mit Klappe (abgetrennt)

RV am Ärmel

Dienstag, 18. November 2014

Die verstrickte Dienstagsfrage 46/2014 - Knit-alongs

Das Wollschaf fragt heute:
KALs/CAls (knit-along/crochet-along) erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Insbesondere für Designer sind solche Aktionen ein probates Mittel, um sich und ihre Anleitungen publik zu machen.
Hast Du schon mal an einem oder auch mehreren KALs oder CALs teilgenommen?
Wenn ja, welche Gründe haben Dich dazu bewogen?
Wer hat den KAL/CAL initiiert?
Worin siehst Du für Dich persönlich den Nutzen, ein Modell gleichzeitig mit anderen Menschen zu stricken/häkeln?
Hast Du eventuell auch schon einmal negative Erfahrungen bei einem KAL/CAL gemacht?

Falls Du noch an keinem KAL/CAL teilgemommen hast: Warum nicht?

Dieses Jahr habe ich zum zweiten Mal an Meikes Frühlingsjäckchen-KAL teilgenommen und mache nächstes Jahr vielleicht wieder mit. Allerdings bin ich eine seeehr langsame Strickerin und schaffe es kaum, die Zeit einzuhalten. Ich bin schon superstolz, dass ich das Frühlingsjäckchen 2014 nur kurz nach "Einsendeschluss" fertig bekommen habe und nicht zwei Jahre später wie das Frühlingjäckchen 2012.... Spaß hat es aber gemacht und mitgezogen hat es mich auch.
In Bezug auf Mystery-Kals sehe ich es genauso wie ConnieM: Geld und Zeit für ein unbekanntes Ergebnis investieren - niemals würde ich das machen!

Ansonsten bin ich dabei, die Nina-Kimonojacke von Makerist (zum zweiten Mal - grrr) zusammenzunähen.

Beim Nähen habe ich mir die Jacke für den Schwager nochmal vorgenommen: Ich hatte ja bei sewingpatterns.com zwei Jackenschnitte gekauft, die gut zu passen schienen. Allerdings sind die Schnitte aus den Achtzigern oder Neunzigern und sowohl der Leib (leicht änderbar) als auch vor allem die Ärmel (schwer änderbar) sind viel zu weit.


Naja, nachdem ich also vier große Schnittmusterbögen aus selbst ausgedrucktem DIN A4-Papier zusammengeklebt habe und die Einzelteile mit der Original-Jacke verglichen hatte, habe ich sie doch in den Müll gegeben. Der neue Plan ist, die Original-Jacke in der vertikalen Mitte durchzuschneiden und eine Seite tatsächlich von Hand aufzutrennen

Samstag, 20. September 2014

Kurze Updates

Ich war ein paar Tage in Hamburg und Berlin und saß ansonsten lieber im Garten als vor dem PC, deshalb heute nur kurz:

Auf dem Bahnhof in Hamburg habe ich diese nette Person gesehen und gleich angequatscht.
Sie meinte, sie könne leider nicht mehr Wandern, aber noch Stricken. Im Moment arbeitet sie an einem klassischen Troyer in Sockenwolle für ihren Enkel - in Größe XL. Ich finde, das ist wahre Liebe!


Ich selbst hatte kleines Gepäck und deshalb nur die aktuellen Socken zum Stricken dabei.

Bei der Jacke für den Schwager habe ich bei www.sewingpatterns.com zwei vom Modell her passende Schnittmuster gekauft. Ich finde diese Website ja genial, frau bekommt tatsächlich noch für wenig Geld Neue Mode-Schnitte und andere Raritäten. Zum Runterladen, Selbst-Ausdrucken und Selbst-Zusammenkleben allerdings.

Das ist eine ziemliche Arbeit und nichts für Kleinmütige. Die einzelnen Blätter sind aus dem Altpapierstapel des Lieben Mannes; inzwischen bin ich schon in der Schicht des Jahres 2007 angelangt.
Leider ist selbst die Größe 46 viel zu groß, und dabei ist der Schwager zwar schlank, aber nicht klein. Ich hätte gedacht, die kleinste Größe käme hin. Aber in den Achtzigern, aus denen der Schnitt stammt, saßen die Sachen halt superweit... Der zweite Schnitt ist auch aus dieser Zeit und ich denke, deshalb steht mir auch noch mehr Arbeit durch Verkleinern bevor.


Freitag, 5. September 2014

Aus dem Urlaub zurück

Ich bin schon seit einigen Tagen wieder im Lande, aber nadelmäßig ist noch nicht soviel passiert. Den Häkelpulli habe ich allerdings fertig gestellt und muss ihn nun über den Winter wegpacken.

Im Original kürzer, aber das gefällt mir nicht mehr

Ach ja, und im Urlaub habe ich regelmäßig gestrickt, auch am Strand. Die Französinnen brieten wie besinnungslos in der Sonne, was mich daran erinnerte, dass im Englischen das gleiche Wort für gerben und bräunen benutzt wird. Die wenigen deutschen Frauen lagen unterm Sonnenschirm und lasen aktuelle Bestseller, sehr sympathisch.

Ärmel der  bunten Jacke, gut zur Hälfte fertig
Dummerweise habe ich angefangen, den Makerist-Video-Kurs "Deine erste Strickjacke" zu gucken, den ich vor ein paar Monaten zum Vorbestellerpreis mit 50% Rabatt erstanden habe. Und noch dümmer habe ich festgestellt, dass ich genau die passende Alpakawolle für so eine geniale Kimono-Jacke in meinem Vorrat habe..... Gerade bin ich an der Maschenprobe.
Der Video  gefällt mir übrigens sehr gut, obwohl ich null zur Zielgruppe von jüngeren Strickanfängern gehöre. Frau Schweisgut spricht sortiert und sehr professionell ohne Ähs und Öhs und freundlich.

Das nächste Nähprojekt wird ein Blouson für meinen Schwager, als Gegengabe dafür, dass er meine Praxis-Webseite aufgesetzt hat und pflegt.
Er wünscht sich eine Kopie seiner alten Lieblingsjacke, die er mir schon vor Monaten geschickt hat.



Schon als ich diese Fotos sah, musste ich schlucken. Soviele Einzelheiten. Und ich nähe doch eher einfache Röcke in A-Linie! Naja, versprochen ist versprochen.
Die erste Idee war, die alte Jacke aufzutrennen und die Teile als Schnittmuster zu benutzen. Aber praktisch jede Naht ist durch eine Ziernaht abgesteppt, da sitze ich wochenlan dran. Also suche ich im Moment nach einem passenden Schnittmuster. Vogue-, Burda- und Butterick-Kataloge wurden schon abgehakt. Nachher suche ich online weiter.
Während des Urlaubs kam auch der vom Schwager ausgesuchte Stoff an. Leider bin ich mir nicht sicher, ob der das Richtige ist. Die alte Jacke ist ganz weich und der neue Stoff ist auch nach dem Waschen noch so steif, dass aus ihm wohl eher ein blusiger Blouson als eine lässige Jacke wird.

Der Stoff steht von selbst, da ist nichts drunter