Michell ist einer der großen Alpaca-Produzenten Perus mit mehreren Marken. Das Hauptgeschäft ist wohl die Belieferung von Kleidungsproduzenten in Europa und den Vereinigten Staaten mit Garnen auf Konen. Die Firma hat aber auch eine Reihe von Läden für eigene Kleidermarken jeweils in den edlen Einkaufszentren Limas, stellt auch
Strickgarne her und unterhält das Projekt
Mirasol, das die Ausbildung der Kinder der Alpaca-Bauern unterstützt.
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Schönes Haus im Kolonial-Stil |
Dieses Projekt wird im Michell-Haus nicht präsentiert. In ihm ist ein Geschäft mit edler Alpaca-Mode und ein wenig Garn; z.B. 50g Alpaca Silk für 25 Soles, das sind im Moment ca 7,12 Euro.
Hinter dem Haus sind eine kleine Weide mit Tieren, eine Schauwerkstatt mit drei Arbeiterinnen, die Wolle sortieren und weben, ein Café mit Garten und eine Ausstellung von historischen Alpaca-Verarbeitungsmaschinen.
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In den Schälchen im Vordergrund ist das, was von Hand aus den Vliesen sortiert wird: längere Haar, Pflanzenstückchen und Erde |
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Pflanzliche Farben und ihr Ergebnis |
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Gesponnene und gefärbte Wolle |
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Maschinenhalle |
Wir waren die einzigen Besucher und eigentlich war es sehr interessant, aber vor Begeisterung übersprudeln kann ich doch nicht.
Ich habe tatsächlich kein Garn gekauft (mein Mann hat jedoch einen tollen Schal bekommen) und Fasern gab es leider nicht zu kaufen. Das Interessanteste, was ich gelernt habe ist, dass ich ungewaschene, unkardierte Wolle eklig finde, ich wollte die nicht anfassen. Wahrscheinlich werde ich nie jemand, der von der Locke spinnt. Ist doch auch eine Erkenntnis, oder?
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