Freitag, 13. Januar 2017

So ein Grrrrr

Als ich eben das Foto unten machte, habe ich zum ersten Mal gesehen, dass ein Streifen helleres Garn in der Jacke verstrickt ist! Eine andere Partienummer und ich habe es die ganze Zeit nicht gemerkt - bin fassungslos. (Ja, ja, es gibt Schlimmeres). Heisst für mich, dass dringend stärkere Glühbirnen in diese Wohnung müssen. Was mir schon länger klar war.
Und was mache ich jetzt?
Ich habe gerade eine etwas zu enge schwarze Skinny-Jeans an den Nähten ausgelassen und mit Simplicol Back-to-Black-Farbe überfärbt, deshalb kann ich mit Sicherheit sagen, dass die typischen Ungleichmäßigkeiten nur abgemildert werden, aber nicht verschwinden. Mit der Jacke wäre es genauso. Bleibt nur Aufribbeln?

Göttin sei Dank habe ich noch genug Garn
 Ich glaube sogar, da sind noch mehr Streifen drin als dieser eine breite. Wenn das stimmt, muss ich die ganze Jacke aufribbeln und mit abwechselnden Knäuelen neu stricken. Seufz. Und dabei war ich so stolz und begeistert. Ich glaub, ich färb doch erst drüber und entscheide dann weiter. Die Perlmutterknöpfe nehmen Farbe auch an, habe ich mal gelesen.

Ansonsten versuche ich den Rückstand am Temperature Blanket aufzuarbeiten: Morgens und abends eine Reihe mit 230 Maschen. Klappt auch nicht jeden Tag. Aber begeistert mich weiterhin:

Das sind Anfang September bis Mitte Dezember 2016 - fast ein Drittel der Decke

Inzwischen habe ich hellgrüne und dunkelgrüne Wolle nachbestellt. Hoffe, die Partien passen halbwegs.

Ich möchte auch gerne mal wieder was nähen und habe bei der letzten Zwei-Euro-Aktion bei Makerist fünf Hosenschnitte bestellt. Einer toller als der Andere. Ich möchte mal eine Jersey-Hose in Jeans-Optik nähen. Bequem und kleidsam, hihi.


Sonntag, 1. Januar 2017

Frohes Neues - unter erschwerten drei Bedingungen

1. Natürlich habe ich die Jackenstricknadeln gekauft und mich damit durchgekämpft. Vor allem die ersten beiden Reihen, nachdem Leib und beide Ärmel für die Raglanpasse auf den Nadeln waren, strickten sich sehr mühsam. Und sehen reichlich unregelmäßig aus, ehrlich gesagt. In der Raglanabnahme vorne ist auch noch ein fetter Fehler. Ist halt Handarbeit!
Ich glaube, dass sich mit Jackennadeln die Wurftechnik der Briten besser stricken lässt und habe mir sogar kurz überlegt umzulernen. Aber ich denke, dass es noch unregelmäßiger wird, wenn ich mittendrin mit einer anderen Technik beginne. Foto folgt.

2. In der Ferienwohnung tauchten plötzlich Motten auf und woher kamen die? Natürlich von der hier gekauften Wolle! Habe drei kleine Gästeseifen dazu gepackt und hoffe das Beste bis wir am 7. wieder daheim sind. Erst dachte ich, ich spule daheim alles um und wasche dann die Stränge von Hand, um die Eier da raus zu bekommen. Aber dann ist mir eingefallen, dass ich mal irgendwo den Tipp gesehen habe, kratzige Wolle direkt als Knäuel in einem Wäschenetz in der Waschmaschine zu waschen und danach sind sei sie schmusig weich. Werde jeden Knäuel in eine Socke packen und alles möglichst heiß im Wollprogramm waschen und das Weichspülerfach mit Lavendelöl fluten.

3. Bei einer Autofahrt letzten Donnerstag bin ich in Stadtschuhen ausgestiegen, auf steilem, rutschigen Grund gestürzt und habe mir den Knöchel verstaucht, so dass ich jetzt einen Gips und Krücken habe und alle geplanten Wanderungen gestrichen sind. Könnte nicht behaupten, dass ich die Zeit zum Stricken genutzt habe. Mit den Jackennadeln ist es halt doch nicht so spaßig.

Freitag, 23. Dezember 2016

Erst Restbestände ausgeräumt, dann Strickalarm ausgelöst

Ich bin seit ein paar Tagen auf La Gomera im Urlaub und wie immer schaue ich mir das Wollangebot vor Ort genau an.
In der Inselhauptstadt San Sebastian habe ich nichts gefunden, aber das Geschäft, das nach Wolle aussah, hatte entzückende Schäfchen-Hausschuhe für Kinder - auch in Erwachsenengrößen:


1. Vorweihnachtsgeschenk vom Lieben Mann

Aber eine kleine Libreria in Valle Gran Rey, ein paar hundert Meter von der Ferienwohnung entfernt, hat tatsächlich Garn im Angebot:

Was wohl in dem Korb ist?


Und Wolle:

2. Vorweihnachtsgeschenk! Wenn die seit mindestens 2002 im Laden liegen, müssen sie mit Mottenschutz behandelt sein, oder?


Genau die richtige Farbe und Qualität für eine Jacke für den Lieben Mann!
Der Preis ist € 1.75/Knäuel - ich glaube, dieser Preis wurde im 2002 zum Euro-Umstieg ausgerechnet und seitdem nicht angepasst. Auf jeden Fall habe ich alle elf noch vorhandenen Knäuel gekauft.... Bestände ausgeräumt, meinte der Liebe Mann. Vermutlich mache ich eine Raglanjacke mit einem Strukturmuster und einer glatten Passe in einer ergänzenden Farbe daraus.

Am nächsten Tag aber der Strickalarm: Die teure Knitpro Cubics-3.5mm-Rundstricknadel ist gebrochen. Einfach so! Und dabei strickte ich voll Zufriedenheit an der Lucy in the Sky-Jacke weiter. Ich also voller Hoffnung zurück zur Libreria geeilt, aber leider, leider gibt es diese Stärke nur als Jackennadel.Und jetzt?




Donnerstag, 15. Dezember 2016

Noch schnell

Die letzten Tage habe ich auf die Fußpflegeprüfung gelernt und wenig anderes getan. Die Syrien-Schals für den lieben Mann und mich sind rechtzeitig zum 10. fertig geworden und werden ganz gern getragen. Die Wolle hatte leider drei Knoten in den beiden Paketen zusammen, was ich total frech finde, ist aber total schmusig.


Weil ich öfter kurz verreist war, ist das Temperature Blanket um viele Tage hintendran und ich bin ziemlich geknickt deshalb. Besserung ist auch nicht in Sicht.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Winteranfang!

Winteranfang ist super, weil danach schon der Frühling kommt. Zum Winter passen auch die einzigen beiden Projekte, die gerade in Arbeit sind:

Temperature Blanket und Syrien-Schal Nr. 1.

Syrien-Schal Nr. 2 ist in Arbeit und muss bis zum 10. fertig sein, das bedeutet jeden Tag mindestens zwei Reihen mit 174 Maschen zu stricken.

Das Temperature Blanket hat 230 Häkelmaschen pro Reihe und wenn ich mal übers Wochenende weg fahre, lasse ich es daheim, weil sonst kein Platz für Kleidung mehr im Koffer wäre.
Also muss ich danach zwei Reihen oder mehr pro Tag häkeln, bis ich wieder aufgeholt habe. Inzwischen bedaure ich es, dass ich die Decke so breit veranschlagt habe. Ich überlege, ob ich sie quer nehme und nach einem halben Jahr abschließe.
Oder....... ich ziehe ribbele am linken Rand rückwirkend, Reihe für Reihe ein Stück auf. Dann hätte ich es ab da leichter. Und die Decke würde nicht so massiv schwer.

Auf gute Ideen komme ich oft, während ich hier schreibe; schon alleine deshalb werde ich weiter schreiben, obwohl sich durch mein Lernen gerade nicht viel tut an Nähmaschine und Spinnrad. Die Idee vom letzten Mal, mit Satinband zu versuchen, die inzwischen zu schmalen Kleider zu verbreitern, habe ich übrigens soweit umgesetzt, dass ich passendes Band gekauft habe.




Dienstag, 22. November 2016

Pflichtkorb als Bremsklotz

Hier hat sich die Lage ein wenig entspannt: Die Fußpflege-Ausbildung geht auf die Prüfung zu und ich bin praktisch und theoretisch gut.
Ich nehme meinen Praxis-Raum wieder in Besitz und damit wandern die Medizin-Bücher, die in den letzten Monaten mein Nähzimmer verstopt haben, dahin und es ist wieder Platz für Ordnung und Übersicht.
Ich habe sogar Lust, noch spät in den Weihnachtskleid Sew Along einzusteigen. Es würde sich anbieten, ein schon bereits begonnenes Kleid aus Seide fertig zu nähen und ich habe es aus dem voll gestopften Projektkorb gezogen:

Steht unter der Arbeitsplatte. Wenn er oben anstößt, muss was geschehen....
Nur doof, dass mir das bereits zugeschnittene Vorderteil nicht mehr passen wird - als ich den Schnitt vor anderthalb Jahren nach www.passt-online.de anfertigte, wog ich viele Kilos weniger als jetzt. Sehr bitter!
Soll ich jetzt von vorne anfangen, nur um mitzumachen? Eigentlich habe ich mehrere schöne Ausgehkleidchen. Oder gibt es einen Ausweg? Zwischen Vorder- und Rückteil einen Rennstreifen zur Vergrößerung einfügen? Mal gucken, ob es Satinband in einer passenden Farbe gibt und dann endgültig entscheiden.

Vor dem Lust-Nähen steht in meinem preußischen Denken leider noch die Pflicht in Form des Stapels mit zu ändernden oder zu flickenden Sachen:
Sieht klein aus, gehört aber noch einiges drauf
Allein drei Sachen sind vom Lieben Mann, davon zwei Sommerhemden, die können warten. Aber dann bleibt immer noch genug. Vielleicht nehme ich mir vor, jeden Tag ein Teil zu machen?

Ansonsten bin ich ganz gut dabei:
Temperature Blanket macht Fortschritte und weiterhin großen Spaß:






Der erste Brigitte-Syrien-Schal für den Lieben Mann ist fertig und ich fange heute mit dem zweiten für mich an.

Beim Lucy in the Sky-Cardigan wurde der erste Ärmel zu eng. Habe den zweiten mit dickeren Nadeln gestrickt und muss nun den ersten aufribbeln und nochmal stricken:




Sogar ans Spinnrad habe ich mich mal wieder gesetzt. Noch eine Sitzung, dann sollte das grüne Garn verzwirnt sein.

Eigentlich alles gut hier!

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Freitag, 11. November 2016

Ich mach was falsch - vieles sogar


Vor kurzem habe ich die Sommerkleidung weg geräumt und die Winterkleidung in den Schrank sortiert. Der Schrank ist deutlich leerer als vor einem Jahr, weil ich schon im Frühling drei Säcke mit Altkleidern zum Altkleiderladen gebracht habe.

Auf dem Foto sind Sachen, die ich seit mehreren Jahren nicht mehr getragen habe und von den neun Teilen sind sechs selbst gemacht. Ich weiß nicht, was ich damit machen soll. Naja, den schwarzen kleinen Bolero ganz oben sollte ich aufheben, der passt zu meinem neuen kleinen Schwarzen.
Die blaue Jacke darunter riecht ganz schnell übel und ist eigentlich ein Fall für die Mülltonne.
Die orange Jacke darunter wurde passend zum roten (selbst genähten) Cordrock von ganz unten gekauft. Der Stoff war ein Souvenir an einen schönen Urlaub - aber trotzdem ein Fehlkauf. Es gibt sogar passende Strumpfhosen dazu. Das ganze Ensemble hatte ich nie an. Was habe ich mir bloß dabei gedacht? Ich lauf doch nicht wie ein Clown rum!
Den Rock aus Möbelstoff über dem Cordrock finde ich eigentlich weiterhin super, anziehen tue ich ich ihn aber nicht. Schade, ist nämlich mit einem schweineteuren feinen Wollstoff gefüttert. Eine passende braune Strickjacke gibt es dazu im Schrank. Braune Stiefel auch. Sieht echt klasse aus.
Der weiße Häkelpulli aus feiner Baumwolle darüber war für Urlaube gedacht - wurde noch nie mitgenommen. Warum nicht? Keine Ahnung.
Darüber eine Strickjacke aus Sariseide. Die ist im Perlmuster gestrickt und flutscht beim Tragen in alle Richtungen. Ein festeres Strickmuster wäre besser gewesen.
Darüber die lila Jacke, die ich vor ca 25 Jahren anfing und vor ca fünf Jahren endlich fertig gestrickt habe. Seitdem angezogen: Vielleicht zwei Mal. Sie ist komplett T-förmig und wirkt steif und schwer.
Darüber ein Rock aus einem auffälligen Blumenprint, den ich hauptsächlich genäht habe, um die Technik mit Strickstoff als Rockbund mal zu probieren. Ja, klappt, trägt aber ziemlich auf, also nichts für mich. Das Muster ist auch grenzwertig.

Mir fällt wieder ein, wie ich kürzlich einigeHandarbeitsblogs las und dachte, wieviel doch nicht klappt!
Ich weiß schon, dass für mich das Auspobieren fast wichtiger ist als das Endprodukt, aber dieser Stapel ist eigentlich niederschmetternd.

Also: Den weißen Pulli nehme ich in den nächsten Urlaub mit und entscheide danach weiter.
Der rote Rock mit der passenden Jacke wird gespendet. Die Sari-Jacke auch. Seide auf zu ribbeln ist fast unmöglich.
Vom Blumenprint schneide ich den Bund weg und nähe Kleinkram aus dem Stoff, wahrscheinlich Toilettenpapierhüllen.
Die schwarze Bolero-Jacke wird zum Abendkleid zurück in den Schrank gepackt. Der Möbelstoff-Rock auch.
Die lila Strickjacke wird aufgeribbelt. Wenn ich den weißen Pulli im nächsten Urlaub wieder nicht anziehe, ereilt ihn dasselbe Schicksal!
Bin froh, dass das geklärt ist. Danke für eure Hilfe!