Sonntag, 20. April 2014

Frühlingsjäckchen KAL - Finale zu früh

Leider war ich der festen Überzeugung, das Finale des Frühlingsjäckchen Knit-alongs von MMM wäre erst in einer Woche. Ist aber heute! Und meine Jacke ist genau eine Woche von der Fertigstellung entfernt! (Ganz sicher).
Der rechte Ärmel ist fast fertig und am Leib fehlen nur noch wenige Zentimeter. Und die lila Jacke ist schließlich erst nach über zwanzig Jahren fertig geworden. Nein, keine lahmen Ausreden jetzt - ich bin echt geknickt, dass ich nicht bis heute fertig geworden bin!


Samstag, 12. April 2014

Und jetzt? Was will ich nähen?

GösD habe ich sowohl den holländischen Stoffmarkt als auch die Mode et Tissus in Sainte-Marie-aux-Mines verpasst, sonst hätte ich nun noch mehr Stoffe. Aber vielleicht auch eine genaue Idee, was ich nähen will?
Eigentlich liegt da noch ein angefangener Jeansrock, der sogar genau in die Jahreszeit passen würde.
Aber mich dürstet nach einem Kleid!!
Angefangen hat die Lust schon vor einigen Wochen, als ich in einem Mollie Makes-Heft eine Anzeige von C. Pauli sah, wo ein neues Buch mit Mädchenkleidern beworben wurde. Erst wollte ich dieses meiner nähenden Nachbarin schenken, aber diese meinte, ihrer Tochter sei inzwischen schon im Jeans-und-Pulli-Alter.
An meiner andauernden Enttäuschung merkte ich, dass die Kleider mir für mich so gut gefallen und ich überlegte, was mir daran so gut gefällt und ob ich bei Erwachsenenmoden -sehr erwachsen- schon mal so was Ähnliches gesehen habe.
Und ich kam - auf meine alten Schnittmuster von idé-design zurück! Klar sind die viel weniger kindlich, aber das ein wenig Verspielte und Unkomplizierte haben diese auch. Und ganz unkompliziert habe ich von einem norwegischen Händler noch drei weitere Schnittmuster zugeschickt bekommen.
Ich habe nach älteren idé-design-Schnitten schon einiges genäht. Die Schnitte selbst sind meist für Jerseystoffe, ganz schlicht und bestehen nur aus wenigen Teilen. Sind aber doch so ausgebufft, dass z.B. die Ärmelkappen nicht einfach symmetrisch sind, sondern Vorder- und Hinterkappe anatomisch korrekt jeweils unterschiedlich ansteigen. Deshalb sitzt die genähte Kleidung trotz skandinavischer Unkompliziertheit gut.
Dooferweise habe ich nach Eintreffen der Schnitte mit dem oben erwähnten Jeansrock angefangen. Das schien angesichts des damals noch kalten Wetters ganz vernünftig. Aber nun will ich ein Kleid!
Weiterhin kommt erschwerend hinzu, dass ich Anfang April wieder mit WW begonnen habe.
Wenn ich jetzt ein Kleid in meiner aktuellen Konfektionsgröße nähe, wird es mir -hoffentlich- schon bei Fertigstellung zu groß sein. Soll ich jetzt auf Verdacht eine Nummer kleiner nähen? Oder zwei??

Dienstag, 1. April 2014

Verstrickte Dienstagsfrage 14/2014 - erstreben, keine Spießerin zu sein

Und wieder hat das Wollschaf eine interessante, alte Frage aus dem Archiv gezogen:
Ich stricke, aber …
(führe diese Aussage nach eigenem Gutdünken weiter)

Das Wollschaf bedankt sich bei Tammina!

Zu meiner Überraschung lautete meine spontane Ergänzung .... aber ich bin nicht spießig.
Gutdünken nach den Brüdern Grimm: Was mir ratsam, richtig oder erstrebenswert erscheint. Aber es erscheint mir eben nicht erstrebenswert, eine Spießerin zu sein. Obwohl ich wohl eine bin. Denn kürzlich habe ich eine Rezension über das Buch "Der moderne Spießer: Beobachten, erkennen, bestimmen" gelesen. Und allen Sprüchen, die einen Spießer erkennen lasse, stimme ich zu. Teilweise habe ich sie selbst schon gebracht.
Auf dem Umschlag des Buches "Wie spießig ist das denn?: Warum Filterkaffee, Kurzarmhemden und Pauschalurlaub uns trotzdem glücklich machen" sind sogar Beispiele für Häkeln, Kreuzsticken und STRICKEN [Nachtrag stimmt garnicht: Ist auch Kreuzstich] abgebildet. Autoren und Verlag sehen Handarbeiten wohl als das Paradebeispiel von spießigen Beschäftigungen. Gut, dass uns im Untertitel erlaubt wird, damit glücklich zu sein!

Sonntag, 30. März 2014

Frühlingsjäckchen Knit Along - Zweiter Zwischenstand

Bei den anderen Strickerinnen des Me Made Mittwoch habe ich noch nicht geschaut, aber bei mir kann von Ermüdungserscheinungen nicht die Rede sein. Zwar war ich bis gestern für 10 Tage im Urlaub, hatte das Strickzeug aber dabei. Was fast dazu geführt hätte, dass ich den Koffer doch noch hätte einchecken müssen - was 55 Euro gekostet hätte.
Hatte aber Glück, der Koffer mit Strickzeug hat gerade so noch in das Messgestell gepasst, puh!


Die Ärmel werden bis knapp über den Ellenbogen lang werden und der Leib wird so lange, wie das Garn reicht. Ich stricke weiterhin mit 2,5er Nadeln, nachdem ich von 3mm in einem Zwischenschritt auf 2,75mm gewechselt hatte, um ein wenig Passform zu bekommen.
Ab und zu probiere ich an, um zu sehen, wann ich wegen der Hüfte wieder zu dickeren Nadeln wechseln muss.
Leidige Ärmel: Naja, die Runden sind schön kurz und nur rechts zu stricken, da gibt es nichts zu jammern. Allerdings stricke ich rechte Maschen enger als linke, so dass der Armel jetzt nicht gerade weit sitzt.
Trotzdem freue ich mich schon sehr auf die fertige Jacke!

Samstag, 29. März 2014

Suchbild mit Wolle

Inzwischen war ich zu oft in Andalusien, um noch die Hoffnung zu haben, etwas handarbeitsmäßig wirklich Tolles zu entdecken. Und so bin ich letzte Woche völlig entspannt durch Sevilla spaziert und nur mal wieder ein Foto von einem der vielen Läden mit billigem China-Kram gemacht. Ich würde zu gerne wissen, wer dort dieses 100% Acryl-Garn kauft und wofür?




Bei Velasco, dem großen Woll- und Handarbeitsgeschäft in der Altstadt bin ich erst garnicht eingetreten, habe aber ein Vergleichsfoto des Schaufensters geknipst; haben die seit letztem Jahr umdekoriert oder nicht?
Ja, sie haben
Der Laden war übrigens knackvoll, denn Velasco verkauft nicht nur Garne, sondern auch traditionelle Stoffe und Borten für Semana-Santa-Kutten und Flamenco-Stoffe für Feria-Kleider.
Wer für seine männlichen Familienmitglieder eine neue Kutte nähen muss oder seine Freundinnen mit einem chicken, neuen Kleid beeindrucken will, sollte bald mal mit der Planung anfangen.
Auch die Flamenco-Stoff-Bereiche der Stoffgeschäfte waren entsprechend gut besucht und ich bin in Versuchung gekommen, mir zumindest Stoff für einen im Alltag in Deutschland tragbaren Rock zu kaufen. Habe aber widerstanden.

Hier nur ein Schaufenster







Freitag, 28. März 2014

Dem Lieben Mann zum Geburtstag ein Handytäschchen

Das Täschchen habe ich schon vor zwei Wochen genäht, aber da der Liebe Mann es zum Geburtstag bekommen sollte, konnte ich es nicht vorher zeigen.

Aus einer abgelegten Jeans; mit Vordertasche für Kopfhörer
  
Die Einfassung mit Schrägband war eigentlich nicht geplant, aber...

... ich habe tatsächlich ein die Strahlung abfangendes Netz aus Draht gewebt und dadurch ist das Ganze zu steif, um von links genäht und dann gewendet zu werden.
Perfekt ist es nicht, aber der Liebe Mann trägt eh stets eine Strickjacke, die darüber hängt.
Und für das Problem mit dem nicht-wenden-können fällt mir noch eine Lösung ein.

Mittwoch, 19. März 2014

Die verstrickte Dienstagsfrage 12/2014 - Strickprozente

Eine tolle Frage hat das Wollschaf heute aus dem Archiv gezogen und an uns weitergegeben:
Aus dem Archiv vom 6.3.07:
Wieviel % Eurer Modelle fallen unter:
- Stricken um des Strickens Willen
50%
- Stricken, weil Du’s selbst brauchst 50%
- Stricken, weil dir jemand einen Auftrag gibt
0%
- Stricken, weil ein Geschenk benötigt wird
0%
- Stricken für einen guten Zweck?
0%
Das Wollschaf bedankt sich bei Ute!

Also ich stricke hauptsächlich um des Strickens willen. Klar sollte jedoch auch etwas Brauchbares dabei herauskommen.
Wobei ich nichts wirklich brauche, vor allem Wollpullis nicht, die zu warm für die Wohnung und zu dick für unter Jacken sind. Aber das habe ich endlich kapiert.
Habe vor dreißig Jahren einmal für einen Auftrag gestrickt. Jetzt würde ich das nicht mehr tun, jeder Zeitstress nimmt mir die Freude.
Das gilt auch für Geschenke, die ja zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein sollten. Wenige Menschen sind mir auch die Mühe wert.
Und dies wiederum gilt erst recht bei Stricken für einen guten Zweck. Ich vermute jedoch, so ein Engagement fängt mit einem persönlichen Bezug an. Z.B. einer Freundin fallen wegen Chemotherapie die Haare aus und sie braucht eine schmeichelnde Kappe. Oder dir passiert das selbst. Also fängst du an, die perfekte Kappe zu entwerfen und weil sie so großartig geworden ist, strickst du gleich noch zehn, die du der Selbsthilfegruppe spendest.
Oder du bist während einer geführten Rundreise in den Anden und besuchst ein Waisenhaus und es wird klar, dass die Babies wärmere Decken brauchen. Etc. etc.
Ich bin noch nicht mit Bedürfnissen, bei denen ich durch Handarbeiten hätte helfen können, in Berührung gekommen und hoffe, dass ich in einem solchen Fall zu Bestform auflaufe.