Freitag, 3. Februar 2012

Urlaubseinkäufe: Wilde Wolle aus den Bergen

Geht es euch auch so, dass euch die Geldbörse im Urlaub lockerer sitzt? Ich vermute schon. Allerdings waren meine Einkäufe aus den letzten beiden Urlauben die reinsten Schnäppchen:
Bei einem Wochenendausflug in die Berge südöstlich von Lima verbrachten wir ein paar Stunden in dem reizenden Ort Laraos, der nicht nur ungewöhnlich redselige Anwohner hat (die andinen Peruaner sind meistens sehr zurückhaltend) sondern auch eine Textilkooperative, die Schafwolle mit natürlichen Farben färbt, die Wolle dann verspinnt (mit Maschinen) und zu Tischläufern und Schals webt.
Terrassenfelder bei Laraos

Blick von Laraos in's Tal







Färbepflanzen

Ich habe den gesamten Bestand an Schals als Geschenke für Freunde in Deutschland aufgekauft. Für mich habe ich Alpakafasern zum Verspinnen und schon gesponnene, mit u.a. Cochenille-Farbe (das ergibt Karminrot) gefärbte Schafwollestränge in drei Färbungen gekauft.
A propos: So sieht der Farbstoff in seiner unverarbeitesten Form aus. Läuse auf einem Kaktus nördlich von Lima.


Der Faden ist unregelmäßig und so stark verzwirnt, dass das Wickeln zu Knäulen richtig Arbeit war. Auch die Färbung ist sehr unregelmäßig und weil ich genug gekauft habe, wird eine Häkeljacke im Muschelmuster aus Debbie Stollers Maschenware daraus.Das sollte die Unregelmäßigkeiten etwas ausgleichen und das Häkeln kommt der Verzwirnung entgegen. Ach ja, kratzen tut sie auch.

Das Rosa ist weder so bläulich wie hier noch so kräftig wie oben
 Das Ausrechnen der Maschenprobe war eine kniffelige Sache und am Schluss habe ich sie einfach auf den Scanner gelegt und im Ausdruck des Scans Maschen und Reihen ausgezählt.

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