Gestern war ich mit meiner Nachbarin Katia, der Shopping-Königin mal wieder in Gamarra, dem Mode- und Schneiderzentrum von Lima. Der eigentliche Stadtteil ist eingezäunt, d.h. die Straßen sind mit Gittern versperrt und überalll stehen Sicherheitsleute. Meine andere Nachbarin Ruth meint, wenn ich mich ausserhalb dieses Bereichs bewegen würde, wäre ich "sofort nackt", also bis auf die Haut beklaut. Weitere Kritikpunkte sind der Dreck und der heftige Geruch nach altem Fleisch, aber ich will eigentlich nicht nur meckern. Schliesslich gibt es wunderbare Stoffe und schöne Wolle plus Knöpfe, Einlagen etc. für Sparpreise. Kleidung auch, aber nur für kleine Größen.
Das Auto muss auf einen bewachten, eingezäunten Parkplatz, sonst sind später die Radabdeckungen weg.
Bei Sonne sicher ein netter, kleiner Park. Leider ist halt gerade Winter und es ist bedeckt, kühl und feucht.
Eine der beiden Haupteinkaufsstrassen. Rechts und
links sind Läden mit Unterwäsche, Sportkleidung
und Mode.
Stoffboutique. Eine von vielen in einem dreistöckigen Kaninchenbau von Haus voller solcher Läden.
Der Nachbarladen, auf Stoffe für festliche Mode spezialisiert.
Tolle Auswahl, oder?
Einfacheres Geschäft.
Sorry, kein gutes Bild. Ich hätte zu gerne die Kartenlegerin mit ihrer Kundin fotografiert, dachte aber nicht, dass die Beiden zustimmen.. So sind es halt nur Marktstände ausserhalb des Zauns geworden. Es gibt Essen, Gemüse, Schuhe, schwarz-kopierte Filme etc. etc.
"Drogerie"; hier gibt es hauptsächlich chinesische, aber auch peruanische Naturmedizin.
Keine Obstsäfte, sondern Pflanzenauszüge für jeden Zweck und gegen jede Krankheit. Ich habe einen Hustensaft gekauft.
Wollgeschäft. 99 Prozent des Angebots entsprachen nicht meinem Geschmack, aber es gab auch eine wunderschöne Alpaka-Wolle in tollen Farben.
Ich habe es geschafft, ohne Wolle und nur mit Stoff für einen Rock aus Gamarra zu kommen. Und mit meiner Kleidung am Leib.
Leider hat heute die Nähmaschine schlapp gemacht. Das Licht geht, aber sie will nicht nähen. Ich denke, die Feuchtigkeit macht ihr zu schaffen.
Mittwoch, 17. August 2011
Donnerstag, 4. August 2011
Autos von meinem Fenster aus
Wir durften mein Auto -einen Mexiko-Käfer mit Baujahr 1995- nicht nach Peru mitbringen, da Autos, die älter sind als 15 Jahre, nicht importiert werden dürfen. Das verhindert, dass uralte Gurken die eh schon schlechte Luft verpesten. Also hat mein Mann ein kleines Elektro-Auto gekauft und importiert. Das ist es:
Und das sind die Autos der Nachbarn:
Kann unseres nicht gegen anstinken, oder? Im wahrsten Sinne des Wortes...
Und das sind die Autos der Nachbarn:
Kann unseres nicht gegen anstinken, oder? Im wahrsten Sinne des Wortes...
Mittwoch, 3. August 2011
Parallel-Projekt (eines von mehreren...)
Hier ist es kühl und regnerisch. Unsere Kleidung wird ohne Wäschetrockner erst gar nicht trocken und ist nach wenigen Stunden auf dem Bügel schon wieder klamm und muffig. Leder fängt an zu schimmeln. Wie kein Haus hier hat auch unseres keine Zentralheizung und wir bewegen zwei kleine Gasöfen auf Rädern und einen kleinen Heizlüfter immer dorthin, wo wir es gerade warm haben wollen. Ich weiss, dass das Wetter in Deutschland die letzten Wochen auch nicht schön war, aber der graue Himmel hier verstärkt Heimweh und Einsamkeit so sehr, dass ich keine Energie zum Schreiben hatte. Ich surfe viel im Internet, vergrabe mich in Büchern oder höre ein Hörbuch und stricke dabei. Im Moment gerne diese Jacke hier:
Merino-Wolle vom Italienischen Markt in Nürnberg letztes Jahr (10 oder 20 Euro für 500g) und das Muster ist von Elizzas Webseite. Sie nennt es "Sanfte Wellen" und ich finde genial, wie durch Zu- und Abnahmen das schlichte Glatt-rechts subtil zu einem interessanteren Muster verändert wird.
Wieder habe ich erst eine Maschenprobe gestrickt und mir danach die Anleitung durch den Strickrechner ausrechnen lassen. Ich habe mehrmals die Arbeit wieder aufziehen müssen, weil mir die Struktur abwechselnd zu lappig und zu steif vorkam, bis ich dann zur Nadelstärke 3,5 fand. Vermutlich wird die Wollmenge nicht ausreichen und deshalb stricke ich von oben nach unten, so dass ich einfach aufhören kann, wenn die Wolle zu Ende ist. Die Blenden und Bündchen werden dann mit einer passenden, feinen Merinowolle in Violett von Lana-Grossa ergänzt, vermutlich glatt links.
Die Ärmel sind nach Barbara Walkers Anleitung direkt eingestrickt und man sieht, dass der obere Arm bequem weit ist. Nichts schlimmeres, als wenn der Oberarm spannt, finde ich. Es wird möglichst wenig Fäden zum Vernähen geben, denn die drei Fäden, die von oben kommen (von 2 Vorderteilen und einem Rückenteil) werden direkt für das Einstricken der Ärmel und den Leib weiterverwendet.
Ansonsten habe ich einen Römö-Schnitt für mich angepasst und hoffe, dass ich damit demnächst mal anfange.
Wieder habe ich erst eine Maschenprobe gestrickt und mir danach die Anleitung durch den Strickrechner ausrechnen lassen. Ich habe mehrmals die Arbeit wieder aufziehen müssen, weil mir die Struktur abwechselnd zu lappig und zu steif vorkam, bis ich dann zur Nadelstärke 3,5 fand. Vermutlich wird die Wollmenge nicht ausreichen und deshalb stricke ich von oben nach unten, so dass ich einfach aufhören kann, wenn die Wolle zu Ende ist. Die Blenden und Bündchen werden dann mit einer passenden, feinen Merinowolle in Violett von Lana-Grossa ergänzt, vermutlich glatt links.
Die Ärmel sind nach Barbara Walkers Anleitung direkt eingestrickt und man sieht, dass der obere Arm bequem weit ist. Nichts schlimmeres, als wenn der Oberarm spannt, finde ich. Es wird möglichst wenig Fäden zum Vernähen geben, denn die drei Fäden, die von oben kommen (von 2 Vorderteilen und einem Rückenteil) werden direkt für das Einstricken der Ärmel und den Leib weiterverwendet.
Ansonsten habe ich einen Römö-Schnitt für mich angepasst und hoffe, dass ich damit demnächst mal anfange.
Dienstag, 19. Juli 2011
Ehrfurcht...
Diese Kostbarkeit, ein Majacraft Aura hat mir der Liebste zur bestandenen Heilpraktikerprüfung Ende letzten Jahres geschenkt. Im Januar war ich bei Wollinchen zum Probespinnen und Spinnrad aussuchen. Erst war sie ziemlich skeptisch, wie sich jemand ein Spinnrad aussuchen will, der noch null spinnen kann, aber sie fand mich dann ziemlich begabt und war mit meiner Wahl einverstanden. Sie meinte, es sei ein Rad für Leute, die bereit sind, etwas Neues auszuprobieren. Dass ich dieses Rad möchte, wusste ich schon, als ich das erste Mal davon las, doch sie hatte mir zuvor geraten, auf jeden Fall zu ihr zu kommen und ein paar Räder auszuprobieren.
Von meinem Wohnort im Südwesten Baden-Württembergs war es eine längere Fahrt mit Übernachtung bei Freunden in Nürnberg bis zu Wollinchen in Mantel, aber ich bin trotzdem froh, dass ich sie unternommen habe. Denn wenn ich mal nicht zufrieden mit dem Rad sein sollte, muss ich mir wenigstens nicht vorwerfen (lassen), ich wäre zu faul zum überlegten Kauf gewesen.
Jedenfalls ist das gute Stück nach mehreren Wochen Seereise von Neuseeland nach Deutschland noch originalverpackt direkt in unseren Container gezogen und nach weiteren Monaten Seereise kürzlich endlich in Lima angekommen. Und vor 3 Tagen hat es der liebe Mann (u.a. Schreiner) für mich aufgebaut. Für ihn war das nicht so exotisch, weil er auch mal ein Spinnrad plus Handkardatschen hatte und beides erst vor ein paar Jahren verschenkte. So ein Pech - damals habe ich nichts davon gewusst und habe mich noch nicht für's Spinnen interessiert. Eine Wild drumer hat er mir auch noch geschenkt, denn mein Ziel ist es, mal Art yarns zu spinnen. Aber gerade überwiegt noch oben erwähnte Ehrfurcht: Was für ein edles Stück! Hoffentlich erweise ich mich seiner würdig!
Von meinem Wohnort im Südwesten Baden-Württembergs war es eine längere Fahrt mit Übernachtung bei Freunden in Nürnberg bis zu Wollinchen in Mantel, aber ich bin trotzdem froh, dass ich sie unternommen habe. Denn wenn ich mal nicht zufrieden mit dem Rad sein sollte, muss ich mir wenigstens nicht vorwerfen (lassen), ich wäre zu faul zum überlegten Kauf gewesen.
Jedenfalls ist das gute Stück nach mehreren Wochen Seereise von Neuseeland nach Deutschland noch originalverpackt direkt in unseren Container gezogen und nach weiteren Monaten Seereise kürzlich endlich in Lima angekommen. Und vor 3 Tagen hat es der liebe Mann (u.a. Schreiner) für mich aufgebaut. Für ihn war das nicht so exotisch, weil er auch mal ein Spinnrad plus Handkardatschen hatte und beides erst vor ein paar Jahren verschenkte. So ein Pech - damals habe ich nichts davon gewusst und habe mich noch nicht für's Spinnen interessiert. Eine Wild drumer hat er mir auch noch geschenkt, denn mein Ziel ist es, mal Art yarns zu spinnen. Aber gerade überwiegt noch oben erwähnte Ehrfurcht: Was für ein edles Stück! Hoffentlich erweise ich mich seiner würdig!
Montag, 18. Juli 2011
Nähmaschinenkäufe
Meine liebe Nachbarin Katia und ihre Kusine Regina haben mich nach Miraflores (den Touri-Stadtteil von Lima) zum Shoppen mitgenommen; Katia suchte Schmuck mit Grün passend zum Kleid, das sie demnächst auf einer Hochzeit tragen wird, Regina ist eine Shopping-Königin und kennt die besten Läden. Erst haben wir einen Inka Market gründlich durchstöbert, dann sind wir weiter gezogen in die Antiquitätenläden. In einem Laden, dem ich von außen keine Chance gegeben hätte, hat sie schließlich ganz besondere Stücke gefunden. Schon im zweiten Laden habe ich mich in diese Lampe verliebt. Sie wurde ohne den Schirm verkauft, aber glücklicherweise haben wir diesen, wunderbar Passenden in Lima dabei. Sein eigentlicher Fuß ist in Deutschland geblieben, denn die Stehlampen passten am Schluss nicht mehr in den Container.
Derselbe Laden hatte auch dieses Tischchen: Ich bin total happy, so eins habe ich schon länger gesucht, und der „Domestic“-Ständer und die Holzplatte gefallen mir viel besser als das häufigere „Singer“ mit Marmorplatte. Die Preise waren auch völlig im Rahmen und Katia und Regina haben die Inhaberin noch frech runtergehandelt.
Nach einigen Umwegen durch die Stadt sind wir noch zu Katias Schneiderin, die ihr das erwähnte Kleid näht und eine Anprobe brauchte. Das ist hier ziemlich üblich und kann, muss aber nicht, auch sehr günstig sein. Bei diesem Kleid war es bereits Katias zweiter Versuch, etwas Exklusives und perfekt Passendes zu bekommen. Ihre erste Schneiderin verlangte zwar nur 160 Soles (40 Euro), aber das Kleid und auch ein Rock waren zu eng. Auch die zweite Schneiderin hat eine Tendenz, zu eng zu nähen. Merkwürdig! Das zweite Kleid hat einen raffinierteren Schnitt und die Schneiderin verlangt 160 Dollar. Mich hat das erst mal abgeschreckt, denn wenn ich Kleidung haben will, die nicht perfekt passt, kauf ich mir irgendwas oder gebe mir keine Mühe beim Nähen! Wir waren fünf Stunden in der Stadt unterwegs und ich war schließlich völlig fertig - dabei musste ich nicht mal Auto fahren. Lima ist sehr anstrengend, auch wenn man sich zwischendurch mit Churros mit Schokolade stärkt.
Die Stoffe haben wir übrigens bei einer Tour in den „Garment district“ von Lima, Gamarra gekauft. In Peru haben einige große Marken ihre Fabriken und so gibt es dort die Originalware zu günstigen Preisen, z.B. H*lf*ger, La_Coste und Abercromb*e & F*nch.
Aber das Beste ist natürlich das Angebot an Stoffen und Zubehör. In Häusern, die von außen gammeligen, ungezieferverseuchten Höhlenbauten ähneln, gibt es eine kleine, etwas zimmergroße Stoffboutique neben der anderen, die reinsten Paradiese. Und um die Ecke dann Läden mit Borten und Knöpfen. Aber eher Standardware, nichts wirklich Ausgefallenes. Keine Einzelschnitte, nur ein mobiler Stand mit Nähzeitschriften. Keine Patchworkstoffe, keine Nähbücher. Ich habe gefragt, Einzelschnitte gibt es nirgendwo zu kaufen.
Auch Wollgeschäfte gibt es, auch hier eher die Standardqualitäten, nichts Ausgefallenes. Gestrickt wird hier übrigens eher für den Lebensunterhalt denn als Hobby.
Leider, leider ist Gamarra für seine Diebstähle bekannt, Handtasche und Geldbeutel, gar Kreditkarten darf man dorthin nicht mitnehmen, nur Bargeld in der Hosentasche. Keinen Goldschmuck, keine teure Uhr. Und natürlich keine teurere Kamera. Sobald ich meine nicht-digitale, alte Kamera wieder gefunden habe, werde ich aber Bilder nachreichen.
| Sofa nicht unseres! |
Nach einigen Umwegen durch die Stadt sind wir noch zu Katias Schneiderin, die ihr das erwähnte Kleid näht und eine Anprobe brauchte. Das ist hier ziemlich üblich und kann, muss aber nicht, auch sehr günstig sein. Bei diesem Kleid war es bereits Katias zweiter Versuch, etwas Exklusives und perfekt Passendes zu bekommen. Ihre erste Schneiderin verlangte zwar nur 160 Soles (40 Euro), aber das Kleid und auch ein Rock waren zu eng. Auch die zweite Schneiderin hat eine Tendenz, zu eng zu nähen. Merkwürdig! Das zweite Kleid hat einen raffinierteren Schnitt und die Schneiderin verlangt 160 Dollar. Mich hat das erst mal abgeschreckt, denn wenn ich Kleidung haben will, die nicht perfekt passt, kauf ich mir irgendwas oder gebe mir keine Mühe beim Nähen! Wir waren fünf Stunden in der Stadt unterwegs und ich war schließlich völlig fertig - dabei musste ich nicht mal Auto fahren. Lima ist sehr anstrengend, auch wenn man sich zwischendurch mit Churros mit Schokolade stärkt.
Die Stoffe haben wir übrigens bei einer Tour in den „Garment district“ von Lima, Gamarra gekauft. In Peru haben einige große Marken ihre Fabriken und so gibt es dort die Originalware zu günstigen Preisen, z.B. H*lf*ger, La_Coste und Abercromb*e & F*nch.
Aber das Beste ist natürlich das Angebot an Stoffen und Zubehör. In Häusern, die von außen gammeligen, ungezieferverseuchten Höhlenbauten ähneln, gibt es eine kleine, etwas zimmergroße Stoffboutique neben der anderen, die reinsten Paradiese. Und um die Ecke dann Läden mit Borten und Knöpfen. Aber eher Standardware, nichts wirklich Ausgefallenes. Keine Einzelschnitte, nur ein mobiler Stand mit Nähzeitschriften. Keine Patchworkstoffe, keine Nähbücher. Ich habe gefragt, Einzelschnitte gibt es nirgendwo zu kaufen.
Auch Wollgeschäfte gibt es, auch hier eher die Standardqualitäten, nichts Ausgefallenes. Gestrickt wird hier übrigens eher für den Lebensunterhalt denn als Hobby.
Leider, leider ist Gamarra für seine Diebstähle bekannt, Handtasche und Geldbeutel, gar Kreditkarten darf man dorthin nicht mitnehmen, nur Bargeld in der Hosentasche. Keinen Goldschmuck, keine teure Uhr. Und natürlich keine teurere Kamera. Sobald ich meine nicht-digitale, alte Kamera wieder gefunden habe, werde ich aber Bilder nachreichen.
Mittwoch, 13. Juli 2011
2. Me made Mittwoch - ohne Schummeln
Gleich muss ich einkaufen, dafür ziehe ich mir eine Jeans an, aber gleich danach schlüpfe ich wieder in diese Schlummelhose (nach McCalls M4664) und die Jacke nach Stefanie Japels Bold and Bulky Mini Cardi. Die Jacke ist zu groß geraten und schmeichelhaft ist das dicke Garn auch nicht. Sogar auf dem Modell bei Ravelry sieht sie nicht besonders gut aus. Seit ich nochmal so ein unschmeichelhaftes Teil aus zu dickem Garn gestrickt habe, habe ich es endlich kapiert und kaufe nur noch feineres Garn für höchstens Nadelstärke 4-4,5.
Hier ist es übrigens völlig in Ordnung, in Sportklamotten aus dem Haus zu gehen, nicht nur mal schnell zum Briefkasten sondern durchaus in Caprileggings, Laufschuhen und Sportshirt in ein besseres Restaurant. Die älteren Semester gehen auch in Ballonseide- oder Nicki-Hausanzügen einkaufen. Ich nicht, aber im Haus trage ich diese Nicki-Hosen. Für edle Events wird aber angelegt, was Kisten und Kästen hergeben. Plus ordentlich Schmuck und Make-up. Bei solchen Gelegenheiten lege ich mich auch in's Zeug und habe extra eine Party-Garderobe zusammengestellt.
Hier ist es übrigens völlig in Ordnung, in Sportklamotten aus dem Haus zu gehen, nicht nur mal schnell zum Briefkasten sondern durchaus in Caprileggings, Laufschuhen und Sportshirt in ein besseres Restaurant. Die älteren Semester gehen auch in Ballonseide- oder Nicki-Hausanzügen einkaufen. Ich nicht, aber im Haus trage ich diese Nicki-Hosen. Für edle Events wird aber angelegt, was Kisten und Kästen hergeben. Plus ordentlich Schmuck und Make-up. Bei solchen Gelegenheiten lege ich mich auch in's Zeug und habe extra eine Party-Garderobe zusammengestellt.
Montag, 11. Juli 2011
Zum ersten Mal raus aus der Großstadt!
Gestern haben wir zum ersten Mal einen Ausflug zu einem der beiden "Naherholungsgebiete" von Lima
gemacht, in das Örtchen Cieneguilla. Dort gibt es einige Landgasthöfe, die die Bedürfnisse von asphaltüberdrüssigen Großstadtbewohnern befriedigen: In netter Umgebung unter blauem Himmel sitzen, mit Freunden oder Familie plaudern und fein essen. Da unter kleines Auto noch im Zoll festhängt, sind wir mit einem Leihwagen gefahren.
Es gibt einen Pool und eine große Liegewiese, Live-Musik und Tänzer. Bewundernswert, wie diese Tänzerin es schaffte, in dem warmen Kostüm Freude am Tanz auszustrahlen.
Hibiskus und etwas mir Unbekanntes. In von Menschen gepflegter Umgebung und in diesem schmalen Flusstal wächst üppiges Grün...
... und es fühlte sich wie Deutschland an.
Auf der Rückfahrt allerdings machten wir einen Umweg durch ein Seitental und dort holte uns die peruanische Wirklichkeit wieder ein: Arme Hüttchen in einer kargen, trockenen Landschaft.
gemacht, in das Örtchen Cieneguilla. Dort gibt es einige Landgasthöfe, die die Bedürfnisse von asphaltüberdrüssigen Großstadtbewohnern befriedigen: In netter Umgebung unter blauem Himmel sitzen, mit Freunden oder Familie plaudern und fein essen. Da unter kleines Auto noch im Zoll festhängt, sind wir mit einem Leihwagen gefahren.
Es gibt einen Pool und eine große Liegewiese, Live-Musik und Tänzer. Bewundernswert, wie diese Tänzerin es schaffte, in dem warmen Kostüm Freude am Tanz auszustrahlen.
Hibiskus und etwas mir Unbekanntes. In von Menschen gepflegter Umgebung und in diesem schmalen Flusstal wächst üppiges Grün...
... und es fühlte sich wie Deutschland an.
Auf der Rückfahrt allerdings machten wir einen Umweg durch ein Seitental und dort holte uns die peruanische Wirklichkeit wieder ein: Arme Hüttchen in einer kargen, trockenen Landschaft.
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