Leider habe ich bis Anfang-Mitte Mai nur Internet, wenn ich mich auf die kalte, zugige Kellertreppe setze. Zwar ist sie mit einem warmen Teppich ausgelegt, aber es ist trotzdem zu unbequem, um länger zu schreiben oder gar viele Fotos hochzuladen.
Im Souterrain habe ich mir als Erstes ein Plätzchen zum Nähen eingerichtet:
In Arbeit ist ein leichter Jeansrock nach dem Falschen Römö-Schnitt, für den ich meinen vermaßten Standard-Schnitt auf Römö-Proportionen umkopiert habe.
Zusammen mit der Nähmaschine hatte ich ein Set Nähgarne bestellt, aber das war falsche Sparsamkeit: Das Garn reißt entweder oder verhakt in den Eingeweiden der Nähmaschine. Heute habe ich mir endlich Markengarn gekauft.
Ich stricke immer mal wieder am Frühlingsjäckchen, aber nie-mals wird es in ein paar Tagen, zum Ende des Knit-alongs fertig sein. Und vermutlich werde ich Garn in England nachbestellen müssen :-(
Dummerweise ist das Jane Austen Knits-Heft voller großartiger Jacken und Pullis und ich habe eine Maschenprobe aus dem Kapok-Garn von Tutto für eine Jacke angeschlagen - nein anschlagen müssen!
Bilder folgen, wenn ich mal wieder Lust auf die Kellertreppe habe.
Um endlich abzunehmen und fitter zu werden habe ich wieder angefangen zu joggen, nachdem ich mehrere Jahre lang nur walken war. Schon nach wenigen Malen scheint die Jeans lockerer zu sitzen :-) Sobald mein Auto durch den TÜV ist, werde ich wieder zu den WW-Treffen kommen, damit hatte ich vor Peru langsam aber stetig abgenommen. Heute habe ich zwischen unseren Besitztümern zwei Kisten mit zwergenhaft kleiner Kleidung (Größe 38) aus dem Jahr 2006 gefunden und es wäre wunderbar, die Sachen wieder tragen zu können.
Freitag, 13. April 2012
Dienstag, 10. April 2012
Nähfragezeichen Nr. 34 fragt nach Stoffrestchen
Stoff-Fitzelchen
Beim Zuschneiden bleibt immer Stoff übrig, mal mehr, mal weniger. Immer bleiben aber auch recht kleine Fitzelchen übrig. Ab welcher Größe hebt ihr Reststückchen auf und wenn ja wie? Und warum? Was macht ihr mit den Resten?
Dooferweise hebe ich Stoffreste und -fitzelchen auf. Mein Vorrat an Stoffresten ist nicht klein und quillt aus zwei größen Körben, die natürlich *demnächst* mal sortiert werden.
Entweder habe ich gute Vorsätze, noch was Tolles draus zu machen oder es ist so eine könnte-frau-nochmal-brauchen-Haltung, die sich direkt zu meinen Großeltern, die im 2. Weltkrieg allen Besitz verloren hatten, zurückführen lässt. Und dabei bin ich weder ein Messie noch ein Hoarder.
Die von Meike erwähnte Meinung, dass zu jedem Kleidungsstück eine passende Tasche gehört, schwirrt in meinem Kopf auch herum, aber: Eigentlich sieht nichts so spießig und nach selbst genäht aus wie eine Tasche aus einem der Kleidungsstoffe. Nebenbei gesagt finde ich fast alle Stoff-Taschen spießig.
Applikationen finde ich zwar theoretisch schön, aber nicht an mir. Patchworken mache ich nicht und falls ich mal anfangen sollte, dann mache ich mir die Mühe nicht mit schlecht zusammenpassenden Resten.
Es wird also Zeit, die zwei Körbe mal zu entrümpeln.
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Aber ich habe in den Art yarn-Spinn-Büchern Anleitungen zum Spinnen von Stoffstreifen gesehen?
Donnerstag, 5. April 2012
Was mich in der Heimat erwartete
Während meiner Abwesenheit habe ich alles, was in Deutschland gekauft werden "musste", zu meinem Vater schicken lassen. Der meinte, er müsste einen Anhänger mieten, um es zu mir zu bringen, aber das war frech übertrieben. Er hat ein-zwei große Kartons gebracht und darin waren:
| In Nepal bestelltes Nesselgarn, leider sehr steif :-( |
| Notfallnähmaschine, bis der Container kommt |
Der FRÜHLING!!!!
Standort:
Deutschland
Dienstag, 3. April 2012
Die verstrickte Dienstagsfrage 14/2012
Das Wollschaf fragt: "Die Bienchen summen, die Vöglein zwitschern, der Frühling hat Einzug gehalten. Was planst du für den Frühling? Neue Wolle? Neue Strickprojekte? Vielleicht sogar einen Frühjahrs-Woll-Putz?"
Wenn ich jetzt erst für den Frühling planen würde, wäre das Teil im Frühling des nächsten Jahres fertig :-)
Plane ich mal lieber eine Jacke für Frühjahr, Herbst und Winter. Und für diese Wunderjacke würde ich am liebsten Baumwolle-Schurwolle-Mischung verstricken. Gut, dass es die in vielen Farben und zu einem OK-Preis bei Wolle Rödel gibt. Schlecht aber, dass ich schon genug Vorräte an diesem und anderen schönen Garnen habe und mir vorgenommen habe, erstmal jene zu verstricken und dann Neues zu kaufen. Also wird letztendlich doch nichts geplant und ganz vernünftig lieber ein angefangenes Projekt beendet - langweilig, ich weiß!
Wenn ich jetzt erst für den Frühling planen würde, wäre das Teil im Frühling des nächsten Jahres fertig :-)
Plane ich mal lieber eine Jacke für Frühjahr, Herbst und Winter. Und für diese Wunderjacke würde ich am liebsten Baumwolle-Schurwolle-Mischung verstricken. Gut, dass es die in vielen Farben und zu einem OK-Preis bei Wolle Rödel gibt. Schlecht aber, dass ich schon genug Vorräte an diesem und anderen schönen Garnen habe und mir vorgenommen habe, erstmal jene zu verstricken und dann Neues zu kaufen. Also wird letztendlich doch nichts geplant und ganz vernünftig lieber ein angefangenes Projekt beendet - langweilig, ich weiß!
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Dienstagsfrage,
Stricken
Standort:
Deutschland
Samstag, 31. März 2012
Letzte Tage in Peru
| Sonnenuntergang südlich von Lima |
| Playa Puerto Viejo |
| Schrein zwischen den Strandrestaurants von Puerto Viejo |
| Unser Leihwagen vor dem Strandhaus unserer Freundin in der Strandsiedlung Las Lagunas, südlich von Lima |
Gestrickt habe ich allerdings nicht, obwohl ich die 600g Banana-Silk überall hin mitgenommen habe. Ich war zu angespannt und hatte ziemlich Bammel vor dem Flug, vor allem, ob mit den Papieren für den Kater alles in Ordnung ist.
Am Check-in haben sie sich aber null für seinen europäischen Heimtierausweis und die peruanischen Impfbestätigungen interessiert sondern nur gemeint, dass sie Tiere grundsätzlich nur von Mo-Do transportieren, nicht an einem Freitag. Nach einer Stunde nervenzermürbenden Wartens, während der sie sich noch mit der Anschluss-Fluggesellschaft in Verbindung gesetzt und die Anmeldung des Katers für diesen geprüft haben, nahmen sie uns doch mit. Nicht ohne uns nochmal für den Transport des Katers zahlen zu lassen: Der schon bezahlte Betrag würde nur für den Anschlussflug gelten....
In Frankfurt wiederum, wo ich heute morgen ankam, hat sich kein Mensch für den Kater interessiert! Und ich hatte mich so sorgfältig informiert und alle Formulare besorgt und ausgefüllt. Geimpft, entwurmt, entfloht etc. .
Egal, der Kater hat den Flug ganz gut überstanden und könnte wieder in seinen Garten. Dass er lieber auf dem Sessel liegt und sich von den Anstrengungen der letzten Wochen erholt, kann ich gut verstehen!
Dienstag, 27. März 2012
Die verstrickte Dienstagsfrage 13/2012 und Frühlingsjäckchen
Das Wollschaf fragt heute: Sieht man eigentlich euren Händen an, dass ihr strickt? Habt ihr z.B. Schwielen, oder Hornhaut an den Fingern? Oder gar schon "verbogene" Finger? Und was macht ihr dagegen? Wie pflegt ihr eure Hände?
Bei mir sieht man nach längerem Stricken höchstens eine schmale Furche am linken Zeigefinger, wo der Faden läuft. Und beim Banana-Garn ist die Furche sogar farbig, weil das Garn ausblutet. Wenn man bedenkt, dass diese Farben eher ungesund sind - kein gutes Gefühl!
A propos: Ich bin wieder mit dem Frühlingsjäckchen vereint, das in Lima auf mich gewartet hat und hoffe, in den nächsten Tagen wieder Zeit zum Stricken zu haben. Wir fahren nämlich heute für die restliche zwei Tage in das Strandhaus meiner peruanischen Freundin.
Gestern sind wir aus Cusco zurückgeflogen und in der wunderschönen Wohnung von deutschen Bekannten angekommen. Wir könnten auch gut hier bleiben und die nette Gastfreundschaft genießen. Aber gestern habe ich auch unseren Kater in der Tierklinik besucht, in der er gerade zur Pension ist und ich glaube, es ist besser, ich kümmere mich selbst um ihn. (Zu den netten Deutschen kann ich ihn nicht mitnehmen, sie haben selbst zwei Katzen).
Seit ich zum ersten Mal in dieser Wohnung war, weiss ich, dass es in Fehler war, nicht mehr Deko nach Lima mitzunehmen oder dort zu kaufen. Es macht einen riesigen Unterschied im Wohlfühlen, ob frau sich irgendwo wie auf Dauer einrichtet oder ob sie davon ausgeht, in zwei Jahren eh wieder in das eigentliche Zuhause zurückzukehren und nur das Nötigste mitnimmt. Tja, blöd, dass man Fehlern zwar lernt, aber manchmal das Gelernte nicht mehr nutzen kann!
Bei mir sieht man nach längerem Stricken höchstens eine schmale Furche am linken Zeigefinger, wo der Faden läuft. Und beim Banana-Garn ist die Furche sogar farbig, weil das Garn ausblutet. Wenn man bedenkt, dass diese Farben eher ungesund sind - kein gutes Gefühl!
A propos: Ich bin wieder mit dem Frühlingsjäckchen vereint, das in Lima auf mich gewartet hat und hoffe, in den nächsten Tagen wieder Zeit zum Stricken zu haben. Wir fahren nämlich heute für die restliche zwei Tage in das Strandhaus meiner peruanischen Freundin.
| Kein Fortschritt in zwei Wochen |
| Kater auf dem Schreibtisch |
Montag, 26. März 2012
Doch noch ein Höhepunkt: Inka-Ruinen von Pisac
Von unserem netten, deutschen, ehemaligen Nachbarn in Lima hatten wir den Tipp bekommen, das Zentrum einer Alpaca-Kooperative zwischen Cusco und Pisac zu besuchen. Also buchten wir heute ein Taxi mit Fahrer für eine Tour zu den Ruinen von Pisac mit Stopps bei den Ruinen von Q'enqo, Pucapucara, Tambomachay und der Kooperative.
An der Kooperative sind vierzehn Gemeinden beteiligt, deren Mitglieder abwechselnd zu Färbe- und Webvorführungen in das Zentrum kommen.
Ihre Arbeiten können im angeschlossenen Laden erstanden werden Wir haben einen Schal/Läufer erstanden, den Modesta Chipana aus Amaru gefertigt hat. Weiterhin ist ein Michell-Laden angeschlossen, dessen Umsatz zum Teil auch in das Projekt fließt. So ist es nur eine gute Tat, dass ich doch noch 500g Baby Silk (80% Baby Alpaca, 20% Seide) in Rot zu einem akzeptablen Preis bekommen habe :-)
Der Höhepunkt des Tages waren aber die Ruinen von Pisac, die eine größere Fläche einnehmen als Machu Picchu und mehr Menschen beherbergten. Wir haben nur die eigentliche Stadt gesehen; ich war von der Höhe zu kurzatmig, um noch die zweistündige Strecke an den Terrassenfeldern (auf Spanisch: andenes) entlang zum Heiligen Bezirk zu laufen.
Zum Abschluss waren wir noch auf dem Markt von Pisac, der in den Reiseführern zu Recht nur noch halbherzig empfohlen wird: 95% sind die üblichen Touristenandenken und 5% sind Lebensmittel wie getrocknete Kartoffeln, Mais und Bohnen.
Aber ich möchte nicht verschweigen, dass es ein Wollgeschäft gab mit der auch in Lima erhältlichen Indiecita von Michell (Preis ?) und lokalem Baby Alpaca zu einem supergünstigen Preis (80 Soles, also heute 22 Euro für 800g). Das Geschäft heisst Artesanias Huallpa und ist in der Calle Grau 495.
Und am Abend brachte die Händlerin des Mercado de Artesania tatsächlich die bestellten Alpaca-Fasern:
| Halb unterirdischer Felsaltar von Q'enqo |
| Kleine Inka-Festung Puca Pucara |
| Wasserheiligtum Tambomachay |
| Im Vorführbereich der Alpaca-Kooperative: Färbe- und Beizmittel und ihr Ergebnis |
| Färbebad |
| Ein Regenbogen an Woll-Strängen |
Ihre Arbeiten können im angeschlossenen Laden erstanden werden Wir haben einen Schal/Läufer erstanden, den Modesta Chipana aus Amaru gefertigt hat. Weiterhin ist ein Michell-Laden angeschlossen, dessen Umsatz zum Teil auch in das Projekt fließt. So ist es nur eine gute Tat, dass ich doch noch 500g Baby Silk (80% Baby Alpaca, 20% Seide) in Rot zu einem akzeptablen Preis bekommen habe :-)
Der Höhepunkt des Tages waren aber die Ruinen von Pisac, die eine größere Fläche einnehmen als Machu Picchu und mehr Menschen beherbergten. Wir haben nur die eigentliche Stadt gesehen; ich war von der Höhe zu kurzatmig, um noch die zweistündige Strecke an den Terrassenfeldern (auf Spanisch: andenes) entlang zum Heiligen Bezirk zu laufen.
Zum Abschluss waren wir noch auf dem Markt von Pisac, der in den Reiseführern zu Recht nur noch halbherzig empfohlen wird: 95% sind die üblichen Touristenandenken und 5% sind Lebensmittel wie getrocknete Kartoffeln, Mais und Bohnen.
Aber ich möchte nicht verschweigen, dass es ein Wollgeschäft gab mit der auch in Lima erhältlichen Indiecita von Michell (Preis ?) und lokalem Baby Alpaca zu einem supergünstigen Preis (80 Soles, also heute 22 Euro für 800g). Das Geschäft heisst Artesanias Huallpa und ist in der Calle Grau 495.
| Packungen von Indiecita |
| Ungewaschen, aber zum gleichen Preis (80 Soles), wie die gewaschene, kardierte, gesponnene und gefärbte Wolle vom Markt |
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