Mittwoch, 3. Juli 2013

Dienstagsfrage 27/2013 - Diszipliniertes Stricken

Das Wollschaf hat eine alte, aber immer wieder interessante Frage aus dem Archiv gekramt:

Wie diszipliniert bist du? Strickst du immer erst ein Projekt fertig bevor du das nächste beginnst oder hast du einige Dinge gleichzeitig in Arbeit? Wenn ja, dann zähle doch mal auf ! Magst du auch Bilder von den ganzen Projekten zeigen?
Stricken hat für mich nichts mit Disziplin zu tun. Letztes Jahr habe ich mich schon als Projektschlampe geoutet und seitdem hat sich nicht viel geändert. Allerdings habe ich seitdem keine kaum neue Wolle gekauft und habe tatsächlich hauptsächlich an der Jacke für den Lieben Mann gearbeitet und am February Lady Sweater. Der übrigens vorgestern fertig gestrickt worden ist. Weil ich schon sehr lange kein Lochmuster mehr gestrickt habe, hat es mich überraschte, wie wenig Wolle ich verbraucht habe, nur ca 450 Gramm für eine Größe L! Durch die RVO-Konstruktion sind nun nur noch einige wenige Fäden zu vernähen und Knöpfe anzubringen.
Wann ich das wohl mache? Am immer noch unfertigen Cropped Cardigan ist zu sehen, dass mir der Strickprozess wichtiger ist als das fertige Produkt.
Oder stricke ich das Falsche, nämlich zu warme Jacken, die sich in geheizten Innenräumen oder unter warmen Winterjacken nicht tragen lassen? Vielleicht liegt es daran, dass ich meine Sachen fast nie trage?
Diese Frage muss ich mal an das Wollschaf weitergeben, denn es würde mich interessieren, wie das bei den anderen Strickerinnen ist.
Aber zurück zur Ausgangsfrage. Ich habe stets mehrere Sachen gleichzeitig in Arbeit: 1-2 Paar Strümpfe, 2-3 Jacken.
Beim Raussuchen für die Fotos sind es dann sechs Jacken oder Pullis, ein Paar Hausschuhe und ein Paar Socken geworden. Wobei ich die Sachen, an die ich mich kaum erinnerte als UFO nicht als WIP bezeichnen würde.
Die Socken sind uninteressant, von den Hausschuhen ist noch nicht viel zu sehen und hier sind die Jacken/Pullis in der fertig zu stellenden Reihenfolge:
 
Für den Lieben Mann (lange Geschichte...), mit Strickrechner und der Anleitung von EZ ausgerechnet

Alpaka-Bouclé aus Lima, mit Strickrechner ausgerechnet

War letztes Jahr *hüstel* als Frühlingsjäckchen gedacht, mit Strickrechner erstellt

Gehäkelt aus Wolle von einer andinen Handarbeitskooperative, mit Strickrechner ausgerechnet
 Und hier die vielleicht UFOs:
Bolerojacke aus schwierigem Garn aus einer Brigitte von 2005, nur noch der Kragen/Saum muss angenäht werden

Aus einer älteren Sabrina glaube ich. Ich hänge fest, weil ich im Handarbeitsgeschäft fragen müsste, wie die Ärmel am geschicktesten eingenäht werden. Und verlängern muss ich das Teil
Beim Auspacken ist mir klar geworden, dass ich schon länger als 2005 wieder mehr stricke, denn der Bolero ist eigentlich eine Restwollverwertung und das Hauptprojekt habe ich im 2002 oder 2003 beendet.



Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Hallo Petra!

    Die geschickteste Art Ärmel einzunähen, ist die Häkelnaht. Leider findet sich im Internet anscheinend keine Anleitung dazu, aber in diversen Büchern. Bei mir werden die Nähte am schönsten mit der Häkelnaht.

    Pulli auf links wenden, Ärmel passend hineinstecken, wie zum Nähen einer Bluse, und mit der Häkelnadeln eine Naht häkeln innerhalb des Randes.

    Vielleicht schaffe ich es nächste Woche, Fotos anzufertigen von dieser Methode. Melde dich, falls es dich interessiert.


    Liebe Grüße
    Monika

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