Dienstag, 4. März 2014

Die verstrickte Dienstagsfrage 10/2014

Heute hat das Wollschaf eine superinteressante Frage weitergegeben und ich habe der Versuchung widerstanden, bei den schon verhandenen Antworten zu lesen, damit meine Antwort ganz unbeeinflusst kommt.
Welche Gefühle verbindest Du mit dem Stricken und Häkeln oder allgemein mit dem Verarbeiten von Wolle?
Welche Bedeutung hat dieses Hobby für Dich?
Was würdest Du fühlen, denken, machen, wenn Du aus irgendwelchen Gründen plötzlich überhaupt nicht mehr mit Wolle und Nadeln arbeiten könntest oder dürftest?
Vielen Dank an Lavendelmaschen für die heutige Frage!


Gefühle:
Ist jetzt ein wenig peinlich, aber ich fühle mich oft mit den Generationen von Frauen vor mir verbunden, wenn ich handarbeite. Vor allem beim Spinnen natürlich, aber auch beim Stricken oder beim Stoff zuschneiden. Ich habe ja mal Archäologie und Ur- und Frühgeschichte studiert, liebe die Bücher von Elizabeth Wayland Barber und habe mein Leben lang historische Romane gelesen - für Geschichte interessiere ich mich nunmal.
Gerade lese ich suchtmäßig die "After Cilmeri"-Reihe von Sarah Woodbury, wo es um Zeitreisen geht und denke immer wieder, dass ich mich als Zeitreisende bei den Waliserinnen des 13. Jahrhunderts sehr für deren textile Techniken interessiert hätte. Und für ihre Heilkunde natürlich.
Ansonsten finde ich Stricken meistens beruhigend, manchmal auch nervig.

Bedeutung:
Handarbeiten ist mir wichtig, aber nicht DER Lebensinhalt - naja, das geht aber wohl wenigen so.
Und Stricken und Häkeln ist für mich eine Möglichkeit, nervöse Energie nützlich zu umzusetzen und z.B. mit Filmen, die mich nicht sehr interessieren nicht nur Zeit zu verschenken.
Die große Kreative bin ich jetzt nicht, mehr der Typ für gute Ideen, aber es gefällt mir, etwas an zu haben, das durch und durch ich bin und das nur ich besitze.
Ein wichtiger Aspekt ist für mich, dass es immer noch was zu Lernen und Auszuprobieren gibt. 

Wenn ich nicht mehr könnte oder dürfte:
Dann würde ich auf eine Handarbeits- oder Basteltechnik ausweichen, die noch möglich ist. Gerade habe ich mir ein Buch über Collagen bestellt...



Kommentare:

  1. Also, das finde ich jetzt weniger peinlich als vielmehr cool! Das sind alles Kultur erhaltende Maßnahmen oder nicht? Wenn wir nicht mehr stricken würden, dann würde diese Kulturtechnik irgendwann aussterben, also ist es doch großartig, wenn wir das weiterhin machen und damit irgendwie für andere Menschen wieder erhalten.
    Dazu kommt die sinnvolle Tätigkeit und das lebenslange Lernen - ein Hobby und alles mit drin, das soll uns mal jemand nachmachen ;-)

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  2. Peinlich finde ich das überhaupt nicht! Vielen Dank für Deine interessante Antwort auf meine Frage. In meinem Blog habe ich heute auch noch geantwortet. Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche!
    Liebe Grüße,
    Moni

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  3. Hallo Petra,
    ich hab jetzt keine Mail-Adresse gefunden. Wegen Deiner Frage zur Umhüllerei. Mit einer Rettungsdecke hab ich es noch nicht ausprobiert. Beschrieben hab ich es mit Thermolam und aufbügelbaren Vlies, ich kann mir es aber gut vorstellen, das mit einzunähen. Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen, sonst bitte einfach melden.
    LG
    Christine

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