Sonntag, 8. Dezember 2013

Langsam am Verzweifeln

Von meinen drei Spulen sind nun zwei mit der gleichen Menge Garn gefüllt und ich brauche jetzt die dritte Spule zum Verzwirnen!
Sieht vielleicht nicht so aus, aber die Spulen wiegen genau gleich viel (398 Gramm, wovon die Spule 208 Gramm wiegt)
Aber auf der dritten Spule ist immer noch das grüne Garn, von dem das Ende verschwunden ist. Wie Maliz vorgeschlagen hat, habe ich einen verheißungsvoll aussehenden Faden durchgeschnitten. So hatte ich zwei Enden; das eine läuft in Richtung Mittelpunkt der Spule, das andere in Richtung außen zum verlorenen Ende - das will ich finden. Ich habe die Spule neben das Spinnrad gehalten und übelegt, in welche Richtung der Faden läuft und welchem Ende ich also am besten nachgehe.
Tja, aber der Faden, der nach außen gehen sollte, verschwand unter Lagen von Fäden und der andere blieb immer zugänglich an der Oberfläche. Musste allerdings bei jeder Umdrehung unter einem Faden durchgezogen werden. Lange, lange habe ich das gemacht und den inzwischen langen Faden durch das Zimmer gelegt, damit er sich nicht verknäult. Irgendwann habe ich die Geduld verloren und den Faden durchgeschnitten, unter dem ich immer durch musste. Tja, kurz darauf kam ich dann an diese Stelle. Naja, man braucht ja immer Fäden zum Nähte schließen etc. etc.

Nun habe ich die Spule nochmal auf das Spinnrad gesteckt, den Wirtel angeschraubt und ein Stück Geschenkband wie das grüne Garn in Z-Richtung gesponnen, um meine Theorie der Fäden zu überprüfen. Und ganz richtig wickelt sich der Faden im Uhrzeigersinn um die Spule und wenn ich ihm gegen den Uhrzeigersinn folge, geht es Richtung Mittelpunkt und wenn ich ihm mit dem Uhrzeigersinn folge, Richtung außen.

Bloß: Das nutzt mir garnichts, denn das Verfolgen des Fadens ist weiterhin umgekehrt leichter. Aber es ist mir eine Lehre, die Führungsöse (bei anderen Rädern ist das eine Reihe von Haken) öfter zu verschieben und nicht zuzulassen, dass sich zuviel Garn an einer Stelle auf der Spule aufwickelt. In Spinnen - Leicht gemacht warnt Brenda Gibson genau davor. Bloß war ich zu begeistert, endlich mal im Schwung zu sein, um dauernd anzuhalten und die Führungsöse zu verstellen

Nähen: Am Pannesamt-Hemdchen habe ich weitergemacht. Der Ersatzdrucker ist gekommen, aber ich bin zu geizig, um nochmal so eine Menge Toner zu verschwenden, wenn es auch anders geht. Außerdem bin ich immer neugierig, etwas Anderes auszuprobieren: Bei den Ärmeln habe ich die neue Größe mit Bleistift auf das Durcheinander der Linien des Schnittmusterbogens gezeichnet und dann mit extradicker Baufolie die Schnittteile abgepaust. Zugeschnitten und geheftet sind sie schon (bis auf das Vorderteil), nun muss ich mich bloß noch vom Einatmen der feinen Samtfussel erholen, dann kann es weitergehen.
Die krumme Linie wurde beim Abpausen, Ausschneiden und Zuschneiden immer gerader!




1 Kommentar:

  1. Oih, da kriege ich ja fast ein schlechtes Gewissen, dass ich das Durchschneiden vorgeschlagen habe, sehe aber absout keine andere Möglichkeit klarzukommen.
    Gib nicht auf, ich wünsch dir Glück!
    maliz

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