Freitag, 10. Februar 2012

Urlaubseinkäufe: Fair Trade Wolle aus der Großstadt

Über Weihnachten waren wir nicht in der Heimat sondern sind für zwei Wochen nach Argentinien: Eine gute Woche Buenos Aires, dann für 2 Nächte über den Rio de la Plata nach Colonia de Uruguay und noch 3 Tage auf eine Estanzia (=Urlaub auf dem Bauernhof) südlich von Buenos Aires. Während der Urlaubsplanung fiel mir sofort Manos del Uruguay ein, ein soziales Non-profit-Unternehmen, das Frauen in den Bergen Uruguays Arbeit in der Wollverarbeitung schafft. Klarerweise war es meine Pflicht, durch Wollkauf vor Ort das Unternehmen großzügig zu unterstützen! Dass ich dabei tolle Wolle günstiger als in Deutschland bekommen würde, fand ich auch super.
Ich habe in den Gelben Seiten von Buenos Aires nach Wollgeschäften recherchiert und mehrere im Stadtplan markiert, aber es gab im Ersten nur die üblichen Plastikqualitäten und im Zweiten nur alternatives Garn aus T-Shirt-Stoff. Aber das Dritte war das Paradies: Milana führt nicht nur Manos del Uruguay sondern auch Malabrigo, ein weiterer uruguayischer Hersteller, jedoch ohne den sozialen Anspruch. Ausserdem organische Wolle und Baumwolle, schöne und edle Mischungen, Art yarn und Pelzgarn. Alles aus eigener Herstellung, schlicht präsentiert und zu gesalzenen Preisen. Als Weihnachtsgeschenk hat mir mein lieber Mann Wolle für drei Oberteile geschenkt, zwei für mich, eins für ihn. Jeder 100g-Strang hat 47,- argentinische Pesos gekostet, was Euro 8,25 entspricht für Garne, die in Deutschland Euro 11,95 kosten. Für den Großeinkauf gab es noch einen Rabatt von 5%. Gut, dass ich im Koffer extra Platz gelassen hatte!

In Colonia de Uruguay gibt es ein Geschäft, das Konfektion von Manos del Uruguay führt und ein paar armselige Reste von Wolle rumliegen hat, das eigentliche Wollgeschäft sieht jedoch so aus:
Abuelita heisst Grossmütterchen
Blick durch die Scheibe, das Geschäft hatte geschlossen

Wieder Plastik für Großmütter, die für Enkel stricken. Zu  schade!
Und auf der Estanzia habe ich Socken gestrickt. Es hatte zwar 30 Grad, die schlimmste Trockenheit seit Jahren, aber ich würde schliesslich irgendwann in kalten deutschen Wintern warme Socken brauchen!

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