Mittwoch, 8. Februar 2012

Färben und spinnen

 Der Aufenthalt in Peru sollten die reinsten Handarbeitsferien werden,  deshalb habe ich Zubehör für alles mitgenommen, was ich schon immer lernen oder tun wollte: Zu den schon vorhandenen Hobbies Nähen, Stricken und Häkeln sollten noch dazu kommen: Fasern färben und spinnen und glamouröse Stoffpuppen basteln. Weiterhin wollte ich hier eine naturmedizinische Ausbildung machen und/oder einen längeren Kurs an einem deutschen Fernlerninstitut. Ausserdem natürlich fliessend Spanisch sprechen lernen, so dass ich karitativ arbeiten kann. Und zusätzlich wollte ich noch endlich regelmäßig kochen und zwar möglichst kalorienarm und gesund, so dass ich endlich mal von meinem Übergewicht runter komm. An drei Tagen der Woche wollte ich in's Fitness-Studio und an den sonstigen Tagen der Woche walken. Ich muss lachen, wenn ich das lese! Ich hatte mir wohl soviel vorgenommen, weil ich -zu Recht- glaubte, dass ich mit Einsamkeit und Langeweile würde kämpfen müssen.
Auf jeden Fall habe ich neben rohen Fasern einen großen Einkochautomat zum Färben mitgenommen und Pflanzenfarben plus Beize und einen Handkarder und auch benutzt:



Da ich mindestens genug Wolle für einen Bolero brauche, wurde noch eine anderes Rot gefärbt und ein paar Probefasern beim Kardieren hinzu gefügt. Hier ist noch das meiste unkardiert.

So knallig wie auf diesem Foto sind die fertigen Fasern nicht, erher so wie unten:

Mehr ist noch nicht passiert, denn nach diesem halben Meter habe ich entnervt aufgegeben. Ich glaube nicht, dass es allein an meiner mangelnden Übung und Erfahrung liegt, sondern daran, dass ich beim Färben zu viel gerührt habe und die Fasern verfilzt sind. Gerade gucke ich Spinn-Videos auf Youtube an und lese in meinen Büchern nach und demnächst mache ich einen neuen Versuch mit jungfräulichen Fasern - JA!!

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